Vier Eigenheimsiedlungen in Entwicklung - Anhaltend große Nachfrage nach Bauland in Großräschen

Mi 22.06.22 | 12:05 Uhr
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Der Großräschener See (Bild: rbb/Ludwig)
Audio: Antenne Brandenburg | 22.06.2022 | Ralf Jussen | Bild: rbb/Ludwig

Die Nachfrage nach Bauland in Großräschen (Landkreis Oberspreewald-Lausitz, ist ungebrochen hoch. Gleich vier neue Eigenheimsiedlungen werden in der Kleinstadt aktuell entwickelt, sagte Bürgermeister Thomas Zenker (SPD) dem rbb. Die Stadt wolle die hohe Nachfrage nutzen, so Zenker weiter - nicht nur, um den See besser zu vermarkten, sondern gleich ganz Großräschen.

Nachdem vor Jahrzehnten der nahe Tagebau ausgekohlt und die Grube mit Wasser gefüllt worden war, wandelte sich Großräschen von der Kohle- zur Seestadt. Auch, wenn sich der See noch immer in Bergbauaufsicht befindet, demzufolge noch nicht zum Baden oder für Wassersport freigegeben ist, hat die Nachfrage nach privatem Bauland in der Stadt in den letzten Jahren drastisch zugenommen.

Stadt vergibt Bauland selbst

Die neuen Eigenheimsiedlungen werden Zenker zufolge nicht nur in Seenähe entwickelt. "Die Lust zu bauen hat in Großräschen mittlerweile das gesamte Stadtgebiet erfasst", sagt er. Die Stadt will die Chance nutzen und so auch ihr Zentrum neu beleben.

Das Besondere ist, dass die Stadt die Baugrundstücke selbst vergibt. Wer bauen will, muss sich bei der Stadtverwaltung bewerben - die Stadtverordneten entscheiden dann, wer Bauherr sein darf. "Wenn wir mehr Bewerber haben als Grundstücke, das passiert immer noch, trotz der Entwicklung, dann ist es eine ganz spannende Aufgabe für die Stadtverordneten", so Zenker.

Das ist anders, als beispielsweise im nahgelegenen Senftenberg. Dort werden derzeit zwei Eigenheimsiedlungen durch private Investoren entwickelt. Dass die Stadt sich selbst darum kümmert hat für Großräschen Vorteile. Bei der Vertragsgestaltung kann so auf die Entwicklung der Baupreise und auf den Materialmangel eingegangen werden. So soll laut Zenker jetzt die Bauverpflichtung von drei Jahren auf fünf Jahre verlängert werden.

Sendung: Antenne Brandenburg, 22.06.2022, 13:10 Uhr

2 Kommentare

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  1. 2.

    Also, ich kenne kaum Eigenheime, die vermietet werden und schon garnicht für 5 € den m/2. Träumerei! Viel wichtiger erscheint mir die Tatsache, dass der örtliche wasserversorger auch in der Lage ist, die Versorgung in so einer wasserarmen Gegend zu gewährleisten. Sonst ist das Geschrei in ein paar Jahren riesengroß, wenn über mögliche rationierung diskutiert wird. Bestes Beispiel dafür ist das Einzugsgebiet des Verbandes erkner/ Strausberg.

  2. 1.

    Bitte vergesst nicht, auch bezahlbaren Wohnraum zu schaffen, also mehr als 5 Euro pro qm sollte es nicht sein. In Hamburg muss z.B. 30% bezahlbarer Wohnraum mit Neubau bereit gestellt werden. Beachtet bitte außerdem, dass die Grünen keinen Einfamilienhausneubau wünschen, also bitte vermehrt aufs Mehrfamilienhaus setzen. Dann können sich mehr Menschen daran erfreuen, indem Sie mit toller Natur bezahlbaren Wohnraum finden. Vielen Dank.

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