Stühle stehen mit Abstand in der Kirche (Quelle: rbb/Lepsch)
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Audio: Antenne Brandenburg | 18.11.2020 | Aline Lepsch | Bild: rbb/Lepsch

Christvesper trotz Corona - Wo Weihnachten auf einer Lkw-Bühne gefeiert wird

Proppevolle Kirchen wie üblich zu Weihnachten, das wird es in diesem Jahr definitiv nicht geben. Pfarrerinnen und Pfarrer stecken in der Zwickmühle: Sie müssen auf Abstand achten, wollen aber keinen wegschicken - und werden deshalb kreativ. Von Aline Lepsch

Auch wenn es noch ein paar Wochen Zeit bis Heiligabend ist, ist den Südbrandenburger Gemeinden schon jetzt klar, dass sich viele Menschen wegen der Corona-Pandemie nicht in die Kirche trauen werden. Auch wegen der Abstandsregeln wird es definitiv keine vollen Bänke geben. Pfarrerinnen und Pfarrer arbeiten deshalb bereits daran, wie die Menschen trotzdem Weihnachten wie gewohnt feiern können.

So spricht Pfarrer Manfred Grosser in Doberlug (Elbe-Elster) gerade mit der Jugend über eine ungewöhnliche Alternative: Die Ladefläche eines Lkw soll zur Bühne für die Christvesper werden. Damit sollen drei Dörfer angesteuert werden. Vor den Kirchen wird dann jeweils der Weihnachtsgottesdienst vom Lkw herab abgehalten.

Auch in den weiteren sechs Predigtstellen wird "open air" gefeiert. Trotzdem sollen die Kirchen offen sein für alle, die den Raum als Ort für die innere Einkehr brauchen, so Grosser.

Heiligabend im Lübbenauer Sportstadion

Auch Pfarrerin Ulrike Garve in Lübbenau (Obrespreewald-Lausitz) will gern, dass die Menschen miteinander feiern und zusammen "O du fröhliche" singen können. Das gehöre für viele einfach zu Heiligabend - und könne nicht durch eine ausgedruckte Weihnachtsgeschichte ersetzt werden.

Deshalb soll es auch in den Dörfern ihrer Gemeinde auf den Vorplätzen der Kirchen Gottesdienste geben. Für Lübbenau selbst hat sie das Sportstadion im Blick, in dem 1.000 Besucher gemeinsam feiern könnten.

In Cottbus soll es zwei Wochen vor Weihnachten Ticktes für die Gottesdienste am Heiligabend geben, erzählt Pfarrer Uwe Weise. Bei Einhaltung aller Abstands- und Hygieneregeln würden 150 bis 200 Menschen in der Oberkirche Platz finden.

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2 Kommentare

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  1. 2.

    „Oh, du fröhliche“, Ich blicke das Weihnachtsfest im Corona-Winter überwiegend sorglos entgegen.
    Weihnachten ist, wenn wir andere lieben, ohne sie einzuengen, wenn wir andere wertschätzen, ohne sie zu bewerten, wenn wir anderen etwas schenken, ohne dafür etwas zu verlangen, wenn wir anderen helfen, ohne sie verändern zu wollen, wenn ...

  2. 1.

    Ich bin zwar kein Kirchgänger... auch nicht zu Weihnachten aber jeder sollte Weihnachten so verbringen wie er es schön findet.... ich werde es so machen.... mit der kompletten Familie.

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