Para-Europameisterschaft in Polen - Cottbuser Para-Speerwerferin Willing holt Gold - aber verpasst Paralympics

ARCHIV: Para Leichtathletik-EM; Berlin, 23.08.2018 Platz 2 / Silber fuer Martina Willing (F56 / GER / BPRSV Cottbus) im Speerwurf
Bild: imago/Beautiful Sports/Axel Kohring

Bei der Para-Leichtathletik-Europameisterschaft in Bydgoszcz (Polen) hat die Cottbuser Speerwerferin Martina Willing Gold geholt. Die paralympische Norm verfehlte sie allerdings. Am Donnerstag landete ihr Speer bei exakt 20 Metern und flog damit fünf Meter weiter, als der Speer der Zweitplatzierten.

Für die 61-Jährige ist es bereits der vierte EM-Titel. Jeweils drei Mal war sie zudem Weltmeisterin und Paralympics-Siegerin.

Bis zum 25. Juni hat Willing nun noch Zeit die Norm von 21,54 Metern zu schaffen. "Es war bisher nicht so, wie ich mir das gewünscht habe und daher freue ich mich, dass ich wieder auf dem Weg dahin bin, wo ich schon längst wieder sein wollte. Ich kämpfe und ich hoffe, dass ich die Norm schaffe", wird Willing nach ihrem Wettkampf vom Deutschen Behindertensportverband zitiert.

Bereits am ersten Tag der Europameisterschaft holte die ebenfalls in Cottbus trainierende Frances Herrmann Silber. Mit 17,16 Metern schaffte sie zudem die paralympische Norm - Willing und Herrmann treten in verschiedenen Klassen mit unterschiedlichen Normen an.

Die Paralympics finden vom 24. August bis zum 5. September in Tokio statt.

Sendung: Antenne Brandenburg, 04.06.2021, 8:30 Uhr

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