Freuen sich über Ausbau des Bahnwerkes, u.a. Ministerpräsident Dietmar Woidke und Bahnvorstand Ronald Pofalla
Audio: Antenne Brandenburg | 05.06.2019 | Schomber/Kabisch | Bild: rbb/Anja Kabisch

Deutsche Bahn investiert in Cottbus - Wartung von ICE-Zügen soll Zukunft sichern

Die Zukunft des Instandhaltungswerkes Cottbus scheint gesichert. Künftig sollen im Bahnwerk ICE-Züge gewartet werden. Das haben Ministerpräsident Dietmar Woidke und Bahnvorstand Ronald Pofalla bei einem Ortsbesuch mitgeteilt. Von Anja Kabisch  

Eine wichtigste Nachricht für Cottbus und die 400 Mitarbeiter im Instandsetzungswerk der Deutschen Bahn: Das lange Bangen um den Erhalt des Standortes scheint vorbei zu sein. Derart optimistisch haben sich am Mittwoch Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke und Bahnvorstand Ronald Pofalla bei einem Spitzengespräch in Cottbus gezeigt. In der Vergangenheit war das Werk schon einmal von Schließung bedroht.  

Nach den neuen Plänen sollen in Cottbus alle 300 Dieselloks der Deutschen Bahn auf Hybrid-Betrieb umgerüstet werden. Ronald Pofalla kündigt an, dass die Zahl der Mitarbeiter von jetzt etwa 400 auf 700 bis 750 aufgestockt werden wird. Das Cottbuser Instandhaltungswerk werde personell und technologisch künftig von zentraler Bedeutung sein, erklärt Pofalla.

Besichtigung des Instandhaltungswerkes
Besichtigung des Instandhaltungswerkes | Bild: rbb/Anja Kabisch

Neue Werkhallen soll gebaut werden

Um in Zukunft Dieselloks umzurüsten, E-Loks und ICE-Züge instandsetzen zu können, sollen zwei neue Werkhallen gebaut werden. Außerdem ist der Neubau eines Verwaltungs- und Technologiegebäudes geplant. Darin soll Forschung für die Deutsche Bahn bundesweit angesiedelt werden. Es gehe vorrangig um Lösungen für Hybridantriebe.

Für Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) ist wichtig, dass neue Industriearbeitsplätze entstehen und dass der Standort Cottbus bei der Bahn neues Gewicht bekomme. Insgesamt, so Woidke, sei dieser Tag ein guter Tag für die Lausitz.  

Blick in das Instandhaltungswerk Cottbus
Instandhaltungswerk Cottbus | Bild: rbb/Anja Kabisch

Das Zittern für Bahnstandort Cottbus vorbei? Fast!

Die Ansiedlung neuer Industriearbeitsplätze ist für die Lausitz nach dem beschlosssenen Ausstieg aus der Kohleförderung- und Verstromung von zentraler Bedeutung, heißt es am Mittwoch erneut in Cottbus. Dafür muss der Bund die notwendigen Mittel fürf den Strukturwandel zur Verfügung stellen. 

In dem Spitzengespräch haben Ministerpräsident Dietmar Woidke und Infrastrukturvorstand der Deutschen Bahn, Ronald Pofalla, gemeinsam eine Erklärung zur Aufnahme von Infrastrukturprojekten in die Eckpunkte des Strukturstärkungsgesetzes Kohleregion unterzeichnet.

Kommentar

Bitte füllen Sie die Felder aus, um einen Kommentar zu verfassen.

Kommentar verfassen
*Pflichtfelder

Bitte beachten Sie unsereNetiquette zum Kommentieren von Beiträgen sowie unsere Richtlinien zum Datenschutz.

2 Kommentare

  1. 2.

    Lt. diverser Infos (Stadtgeflüster) soll das Projekt tatsächlich realisiert werden. Platz ist da, die zusätzlichen Gleiskörper "sollen" gebaut werden und auch sonst ist die Belegschaft wohl sehr optimistisch. Ich persönlich freue mich über die Perspektiven dieses Traditionsstandortes, vor allem für deren Mitarbeiter, die seit den 90igern durch "stürmische See" schippern mussten und es immer wieder verstanden, den Standort irgendwie zu sichern. So wie damals durch die Umrüstung der russischen V132 (heute wohl BR 232 der DB) mit modernen Motoren. Schön fürs alte RAW. Lasst das Projekt gelingen, für Cottbus!

  2. 1.

    Wir hoffen, dass auf diese Ankündigungen auch Taten folgen !
    Peter Cornelius
    Vorsitzender des Landesverbandes Berlin-Brandenburg des Fahrgastverbandes PRO BAHN e.V.

Das könnte Sie auch interessieren

Bild in groß
Bildunterschrift