Einigung über Abfindungen - Sozialplan für Vestas-Beschäftigte in Lauchhammer steht

Di 25.01.22 | 11:06 Uhr
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Vestas-Werk in Lauchhammer. (Quelle: dpa/Andreas Franke)
Bild: dpa/Andreas Franke

Für die 460 Mitarbeiter des Vestas-Werks in Lauchhammer (Oberspreewald-Lausitz) gibt es inzwischen einen Sozialplan. Nach rbb-Informationen haben sich Betriebsrat und Geschäftsführung über Abfindungen und Kündigungsfristen geeinigt. Am Donnerstag sollen die Mitarbeiter über Details informiert werden.

Vestas hatte im September überraschend die Schließung seines Werks in Lauchhammer verkündet. Der dänische Windkraftanlagen-Produzent hatte den Schritt mit zu hohen Produktionskosten und einem zu geringen Absatz begründet. Vestas hat 19 Jahre lang am Standort Lauchhammer Rotorblätter produziert.

Produktion ruht seit Dezember

Bereits kurz vor Weihnachten hatten sich die Verhandlungsparteien auf erste Eckpunkte des Sozialplans verständigen können. Die Gewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie (IGBCE) Cottbus hatte dem rbb kurz vor Weihnachten mitgeteilt, man sei kurz vor dem Durchbruch. Laut Gewerkschaft seien dabei auch Möglichkeiten besprochen worden, um Chancen auf dem Arbeitsmarkt zu verbessern. Bis zu ihren Kündigungen seien die Mitarbeiter in einer bezahlten Freistellung auf Abruf, hieß es vom Betriebsrat.

Am 11. Dezember hat der letzte Windradflügel die Produktionshalle in Lauchhammer verlassen. Im Januar sollten einige Mitarbeiter wieder in die Werkhallen kommen, um aufzuräumen. Die Produktion bleibt stillgelegt.

Sendung: Antenne Brandenburg, 25.01.2022, 10 Uhr

3 Kommentare

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  1. 3.

    EFW sucht 300 neue Leute. Infineon sucht auch. GF genauso, Bosch stell auch noch ein. Mir fällt grad fast kein Industrieunternehmen ein, was keine Leute sucht. Stahlindustrie in Riesa, Gröbern und Zeithain genauso.

    Ich hab in DD Kollegen aus Plessa, Senftenberg und Großräschen....geht also...

    Die Tagebaue müssen noch (auf Staatskosten) renaturiert werden, die Kraftwerke umgerüstet auf H2 oder Reststoffe und die meisten der LEAG Mitarbeiter sind ü50.

  2. 2.

    Jaja die Lausitz. Keine Kohleindustrieen mehr. Keine Herstellung von "sauberen" Energieerzeugungsanlagen mehr. Dafür die meisten Wolfsrudel in Deutschland. Das nenne ich mal idillysch. Ach ja und die Boote für den zukünftigen Ostsee kann auch kein Eingeborener bezahlen. Naja Luxusproblem. Pech für die, die dort übrig bleiben.

  3. 1.

    Es gab zudem Anfang Januar zudem auch sechs Interessenten, die prüfen, den kompletten Standort mit so vielen Mitarbeitern wie möglich zu übernehmen.

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