Neue Industrieansiedlung in Schwarze Pumpe - Investor will Batterie-Baustoff für E-Autos bis zu 1.300 Kilometer Reichweite bauen

Do 13.01.22 | 08:23 Uhr
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Im Industriepark Schwarze Pumpe in Spreetal steht ein Schild (Bild: dpa/Frank Hammerschmidt)
Audio: Antenne Brandenburg | 13.01.2022 | Sascha Erler | Bild: dpa/Frank Hammerschmidt

Eine neue Technologie, die die Leistungsfähigkeit von Elektroautos steigern soll, wird künftig in der Lausitz entwickelt. Die Reichweite könnte mit neuen Batterien auf bis zu 1.300 Kilometer erhöht werden. Das kündigte der Vorstand des neuen Investors im Industriepark, Uwe Ahrens, am Mittwoch in einer Pressekonferenz an.

Vorige Woche war bekannt geworden, dass das Unternehmen Altech Industries im Industriepark Schwarze Pumpe (Spree-Neiße) eine Pilotanlage zur Herstellung von Aluminiumoxid baut. Insgesamt sind 150 Arbeitsplätze geplant, teilte das Unternehmen weiter mit.

Neue Batterie soll Super-Reichweite für E-Autos liefern

Die Ansiedlung in der Lausitz begründet Ahrens damit, dass in der Umgebung gerade die Batterieproduktion massiv aufgebaut werde. Sobald wie möglich soll der Baustart für die Pilotanlage erfolgen, gleichzeitig werde die Serienproduktion vorbereitet.

In der vorerst höchsten Ausbaustufe ist eine 500 Millionen-Euro-Investion mit bis zu 150 Mitarbeitern geplant. Mit der neuen Technologie will das Unternehmen Weltmarktführer werden und bis 2030 auch die Produktion der Rohstoffe nach Schwarze Pumpe holen, so die Ankündigung des Unternehmens.

Sendung: Antenne Brandenburg, 13.01.2022, 5.30 Uhr

33 Kommentare

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  1. 33.

    Jenseits der 2 t soll es auch noch das Eine oder Andere Fahrzeug geben. Und das sind keine Privatfahrten, um Kids zur Demo zu fahren...

  2. 32.

    Wenn selbst der FDP-Verkehrsminister e-Fuels im Straßenverkehr ablehnt ...

  3. 31.

    Das Sie meine Überzeugung von einem sinnvollen Energie- u. Antriebsmix im ersten Satz so auslegen müssen...Überlegenheit ist so gewagt...Vor- u. Nachteile werden hier zur Unterhaltung, am Besten ironisch-sarkastisch, ausgetragen. (Deftig geht auch, wenn erlaubt)

  4. 30.

    Naja sehen Sie, eigentlich akzeptieren Sie doch die Überlegenheit des batterieelektrischen Fahrzeugs ;). Die LFP Chemie ist im übrigen noch stabiler und haltbarer, dass liegt auch an der geringeren Zellspannung an sich, aber natürlich vor allem an den weniger aggressiven Prozessen an der Kathode.

    Wenn ich mir da die Nachbarn mit VW Austauschmotoren so anschaue.... Bin froh wenn meine Verbrennungsmotoren in den Familienfahrzeugen noch halten, aber es waren garantiert die letzten.

    So einen brandenburgischen Kleinwagen mit LFP Kathode aus Weimar und SGL Carbon Anode (Polen ist der Herstellungort bei SGL Anoden) von Altech in Schwarze Pumpe beschichtet in Erfurt zur Akkuzelle zusammengebaut -> hört sich doch eigentlich ganz gut an für die Ostdeutsche Wirtschaft oder nicht?

  5. 29.

    Sie meinen die sich rasant entwickelnde (Batterie)Technik an sich: Ein kleiner Prozentsatz der Kapazität geht während der ersten 100.000 Kilometer verloren, danach flacht die Kurve ab. Ob das in den Köpfen eines Käufers angekommen ist? Manchmal braucht es mehr als 10 Jahre ;-)
    Der Wert eines Kaufgutes ist ermittelt, wenn das Geld "geflossen" ist...

  6. 28.

    Sie haben die Entwicklung mindestens der letzen fünf bis zehn Jahre zu Degradation verschlafen.

  7. 27.

    Dann sollte man erstens wissen, dass Cobalt nicht zu den seltenen Erden gehört.

    Zweitens wäre es gut zu wissen, dass selbst bei der - lange Zeit - Standardkathodenchemie mit Al, Mn, oder Ni der Kobaltanteil bei Tesla zb nur noch rund 2% ist, bezogen auf das Kathodenmaterial. Auf die gesamte Batterie bezogen ist das verschwindend gering.

    Und drittens ist in der Lithiumeisenphophat Kathode einer Lithiumionenzelle, gar kein Cobalt mehr enthalten. Diese Kathodenchemie erfährt gerade durch Tesla bzw. CATL einen Boom. Tesla als Abnehmer für diese Zellchemie in den Standard Modellen und CATL als weltgrößter Produzent.

    Schließlich ist in einem typischen Verbrennungsmotor in Hochleistungsstählen (z.B. Nockenwelle, Ventile....) mehr Cobalt enthalten als in einem Elektroauto. Da muss man erst gar nicht mit den Cobaltkatalysatoren in den Ölraffinerien anfangen, die sich natürlich wie jeder Katalysator im echten Leben auch verbrauchen und regelmäßig erneuert werden müssen.

  8. 26.

    Naja, zum Beispiel Cobalt aus dem Kongo, hätten Sie wissen sollen, wenn Sie sich schon so arrogant aus dem Fenster lehnen. Aber Hochmut kommt vor dem. Fall.

  9. 25.

    Oder man fährt die fahrende Batterie länger, weil man den Wertverlust unterschätzt hat? Es sei denn, man kann beweisen, dass ein C 300 de PHEV auch nach 3 Jahren noch 100 km weit fahren und die 440 Nm weitere Jahre genießen kann ;-)...da darf sich aber dann kein Käufer melden, der seine Dachnordausrichtung etwas schön geredet hat... in der Kneipe mit Herrn Habeck ;-)

  10. 24.

    Stimmt schon, aber dafür werden immer wieder neue Fahrzeuge auf den Markt geworfen. Ich empfinde das nicht als nachhaltig, denn viele ältere FZ stinken in ärmeren Ländern weiter (dank der Kartenverteiler und Abgabe dieser Autos an Ankäufern und Autohäusern, die die Dinger an Exporteure verschachern) anstatt verwertet zu werden. Es müsste einen Exportverbot für Altfahrzeuge eingeführt werden, um diesen Markt auszutrocknen.

  11. 22.

    Die wenigsten neu gekauften Fahrzeuge werden allerdings innerhalb von drei Jahren verschrottet, sondern von anderen weitergenutzt.

  12. 21.

    So und jetzt genug gelästert über Start Ups die sich in der Sonne von Tesla ....

    Grundsätzlich ist HPA (hochreines Al2O3) ein super zukunftsträchtiges Produkt. Der Weltmarktbedarf wird sehr wahrscheinlich extrem ansteigen. Batterien sind dabei auch "nur" ein Anwendungsfeld, aber wohl 1 wichtiges.

    Tatsächlich wird eine HPA Beschichtung bei Kathoden und dem Separator schon länger angewandt. Für Anoden ist das auch schon von verschiedenen ausprobiert worden, Altech hat also Konkurrenz. Wie gut Altechs Beschichtungsverfahren dann ist wird sich zeigen.

    Der andere Zweig ist die HPA Produktion. Und da ist Altech wirklich innovativ unterwegs. Aus Kaolin direkt HPO zu machen ist sehr viel sinnvoller, als erst Aluminiumoxid aus Bauxit mit dem Bayer Verfahren herzustellen daraus dann Aluminium energieintensiv mittels Schmelzflusselektrolyse herzustellen und dass dann wieder zu Hydrolysieren und im Drehofen zum Oxid zu brennen. Da ist die Produktion aus Kaolin "grüner".

  13. 20.

    Woher haben Sie, dass für Malaysia noch Geld gebraucht wird. Malaysia ist eigentlich schon fertig finanziert. Für die Investitionen in Schwarze Pumpe braucht man noch final die Gelder. Aber auch da sieht es gut aus.

    Nur mal noch als Erklärung die 1300 km sind natürlich Unfug. Jeder der Geld einsammeln will, muss sein Start Up irgendwie mit Tesla in Verbindung bringen. Deshalb erwähnt Herr Tan (CEO der Mutterholding) gerne, dass Tesla auch die Zukunft bei Si in der Anode sieht und Altech das Si noch super beschichtet mit AlO. Dafür lässt er dann auch Tesla Model 3 Balkendiagramme "abfahren" und rechnet die Kapazität/Reichweite hoch um die Steigerung der Anodenkapazität. Das ist dann mindestens Irreführend, da im TM3 schon Anoden mit Silizium drin sind und die Zelle nun einmal nicht nur aus Anodenkapazität besteht sondern auch Hülle, Separator, Kollektorfolien, Elektrolyt und natürlich KATHODE mit ihrer eigenen Kapazität.

  14. 19.

    Die Grünen wollten eigentlich wenigstens noch L7e Fahrzeuge (elektrische Leichtfahrzeuge) fördern. Gerne auch Lastenräder etc. Aber die anderen Parteien hatten wohl was dagegen. So sind L7e Fahrzeuge nicht wirtschaftlich, da z.B. ein Renault Twingo electric dann weniger kostet als ein Microlino (sollte der wirklich noch dieses Jahr in den Verkauf gehen)

  15. 18.

    wenn Sie jetzt noch wüssten wo überhaupt seltene Erden verbaut sind, dann bekommen Sie nen Fleißbienchen....

    Aber sinnloses Zeug posten macht mehr Spaß. Schön, dass kaum jemand weiß was in aktuell in Li-Ionen Zellen so drin ist...

  16. 17.

    Ladezeit = (Kapazität des Akkus in mAh) / (Ladestrom in mA) * 1.3 ist selbsterklärend...
    "könnte-Überschriften" sind eher ein journalistisches Stilmittel. Demnach "könnte Brb. Vorreiter bei der Schuldigitalisierung werden": weil Lehrer vor Jahren Email-Adressen bekommen haben...haben wir auch schon gelesen ;-)

  17. 16.

    Naja Ingenieurskunst ist schon nicht schlecht. Altech lässt in Malaysia die HPO Produktion auch von einem deutschen Maschinenbauunternehmen schlüsselfertig bauen. Man kann annehmen, dass die dann auch in den Auftrag für die Lausitz bekommen.

    Ich hab glatt mal 500 Aktien von Altech gekauft. Rohstofffirmen sind zwar riskant aber können sich gut lohnen.

  18. 15.

    Die Reichweite könnte mit neuen Batterien auf bis zu 1.300 Kilometer erhöht werden."
    Und die Ladezeit liegt dann bei knapp unter zwei Wochen?
    Oder was?

  19. 14.

    Und man braucht noch Geld (die Kapitalerhöhung der AG ist geplant), um die Finanzierungslücke für die Produktion hochreinem Aluminiumoxids in Malaysia "zu stemmen"...Die AG ist aber nicht Altech Industries und somit nicht der Investor. Man darf weiter gespannt sein...

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