Rückgewinnung seltener Metalle - BASF will in Schwarzheide Batterien recyceln

Mo 20.06.22 | 16:44 Uhr
Die von der BASF geplante Recycling-Anlage (Bild: BASF)
Audio: Antenne Brandenburg | 20.06.2022 | Sascha Erler | Bild: BASF

Der Chemiekonzern BASF will an seinem Firmenstandort in Schwarzheide (Oberspreewald-Lausitz) zukünftig Batterien recyceln. Wie das Unternehmen am Montag mitteilte, will es die sogenannte "Schwarze Masse" recyceln. Das ist ein Stoff, der entsteht, wenn Batterien zerteilt, geschreddert und anschließend nachbehandelt werden. Die "Schwarze Masse" enthält zahlreiche Metalle wie Lithium, Nickel, Mangan oder Kobalt.

Der Standort sei ideal, heißt es von der BASF, da es in Mitteleuropa viele Hersteller von Elektroautos und Zellproduzenten gebe. 30 neue Arbeitsplätze sollen geschaffen werden. Die Inbetriebnahme sei für den Anfang des Jahres 2024 geplant.

Die großtechnische Anlage soll die seltenen Metalle aus der "Schwarzen Masse" gewinnen. Damit solle der nächste Schritt gemacht werden, um die gesamte Wertschöpfungskette des Recyclings bei der BASF zu etablieren. Am Ende sollen die Rohstoffe in die Kathodenproduktion auf dem Gelände fließen, um schließlich neue Batterien herstellen zu können.

Laut BASF reagiere man damit auf die erwarteten Ansprüche der Europäischen Union im Rahmen ihrer vorgeschlagenen Batterieverordnung. Die Kreislaufwirtschaft solle darin eine entscheidende Rolle spielen. Lithium-Ionen-Batterien, die sowohl in Handys als auch im größeren Maßstab in Elektroautos genutzt werden, sollen so den Angaben zufolgebesser recycelt und der Rohstoffeinsatz bei der Neuproduktion verringert werden.

Sendung: Antenne Brandenburg, 20.06.2022, 18:30 Uhr

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