Symbolbild: Braunkohlekraftwerk Jänschwalde mit den Peitzer Teichen im Vordergrund. (Quelle: dpa/Andreas Franke)
Video: Brandenburg Aktuell | 26.09.2019 | Phillip Manske | Bild: dpa/Andreas Franke

Reportage | Kohleausstieg - Leben an der Lausitzer Tagebaukante

Am Donnerstag berät der Bundestag über Strukturhilfen für die Kohleregionen. Denn mit der Kohleförderung in der Lausitz soll bis spätestens 2038 Schluss sein. In der Bevölkerung wird derweil der Ton schärfer und die Unsicherheit bleibt. Von Sebastian Schiller  

Mitte September auf dem Altmarkt in Cottbus: Dieser warme Donnerstagabend wird vielen noch lange im Gedächtnis bleiben. "Wir müssen reden", heißt eine Live-Sendung im rbb-Fernsehen. Die Kohlearbeiter lassen ihre Trillerpfeifen schrillen. Selten hat sich ihr Protest so laut und wütend entladen wie bei der Frage nach dem schnellen Kohleausstieg.  

"Es ist wichtig, in die Zukunft zu schauen"

Mitten drin steht Rebecca Schwarzbach mit ihrem Pappschild "Proschim retten. Jetzt!". Proschim ist das letzte Dorf in der Lausitz, das weggebaggert werden könnte. Für die 340 Einwohner ist noch immer nicht klar, ob sie ihre Heimat verlieren oder nicht. Ein zeitiger Kohleausstieg könnte das Dorf retten. Und er sei machbar, "wenn die Bundesregierung endlich die erneuerbaren Energie unterstützt, statt die Kohle und die Atomkraft zu subventionieren", sagt Schwarzbach. Sie engagiert sich im Umweltverein Grüne Liga und ist an diesem Abend eine der wenigen Befürworter des schnellen Ausstiegs. "Es ist wichtig, mal in die Zukunft zu schauen und nicht am ewig gestrigen festzuhalten. Es ist wichtig, endlich Entscheidungen bezüglich Proschim zu treffen, und die Leute nicht im Ungewissen zu lassen."

Proschim vor der Umsiedlung 2013 (Quelle: Imago/Rainer Weisflog)Unter dem Dörfchen Proschim liegen 200 Millionen Tonnen Braunkohle

Wird Proschim abgebaggert?

Proschim liegt gut 40 Autominuten von Cottbus entfernt. Auf dem Weg über die Schnellstraße sieht man schon die Spitzen von Stahlkolossen über die aufgeschütteten Ränder der Grube und die Baumwipfel hinwegragen. In Proschim ist manchmal der Braunkohlebagger zu hören. Heute aber pfeift der Wind durch die vielen kleinen Häuser. Spätestens im nächsten Jahr soll entschieden werden, ob das Dorf abgebaggert wird.  

Rainer Waßermann sitzt auf einer Hollywoodschaukel in seinem Garten, schaut auf gestutzte Sträucher, grünen Rasen, Felder und Wald. Auf der anderen Seite seines Hauses, nicht einmal einen Kilometer entfernt, fressen sich die riesigen Schaufeln des Baggers langsam heran. "Wir haben 1997 gebaut – nicht in der Hoffnung wieder weg zu müssen. Aber man kann sicher mit allem leben – mit einem Wegzug und dem Hierbleiben." Das Problem sei das "Nichtwissen" ob und wann.

Proteste am Kraftwerk Jänschwalde (Quelle: Imago/Rainer Weisflog)Proteste am Kraftwerk Jänschwalde

Im Dorf gehen die Meinungen auseinander

In dem Tagebau, der jetzt das Dorf bedroht, hat er bis in die 90er-Jahre als Bergmann gearbeitet. Kurz nach der Wende verloren 70.000 bis 80.000 Kohlekumpel in der Lausitz ihre Jobs, teilweise innerhalb weniger Wochen. Es gab mehrere große Entlassungswellen, eine der letzten hat ihn erwischt. Heute ist er in einer Tochterfirma des Energieunternehmens LEAG beschäftigt. Einer seiner Söhne arbeitet ebenfalls in der Kohle, der andere studiert mittlerweile. Bei den Waßermanns wird leidenschaftlich diskutiert. Im Dorf sei das anders, sagt Waßermann: "Ich würde nicht gerade sagen, dass Freundschaften zerstört wurden. Aber durch diese stark unterschiedliche Meinung für oder gegen die Kohle, gibt es keine Diskussionen mehr. Die reden nicht mehr miteinander. Und das ist schlecht." Für die Proteste der Kohlekumpel hat er Verständnis. Er könne nachvollziehen, dass jemand total sauer sei, wenn er plötzlich "50, 60 Kilometer auf Arbeit fahren müsse, weil etwa der Tagebau Jänschwalde stillgelegt wird."

Kohleausstieg bis 2030 oder bis 2038?

Kurz hinter Proschim beginnt das Lausitzer Seenland, eine Kette künstlich geschaffener Gewässer, ehemalige Tagebaugruben, mit dem Senftenberger See in der Mitte. Heute erinnern nur noch Denkmäler und Hinweisschilder daran, dass hier bis in die 1960er-Jahre Kohle gefördert wurde. Es gibt Badestrände, eine große Wasserrutsche, in Marinas klappern Boote im Wasser. Die kleinen Hotels sind gut gebucht.

Anton Kröber studiert in Cottbus und organisiert dort den Ableger von Fridays for Future. Für eine Debatte der rbb-Welle Antenne Brandenburg trifft er auf Marko Bedrich. Bedrich arbeitet beim Bergbaubetreiber LEAG, ist dort Betriebsrat und aktiv in der Kohlegewerkschaft IG BCE. Beide sind Mitte 20 und diskutieren über ihre Zukunft in ihrer Heimat. Ihre Meinungen haben wenig gemeinsam.

Kröber ist ganz klar für einen Kohleausstieg bis 2030. "Wir haben keine Zeit mehr und müssen dem Klimawandel entgegenwirken und die Kohle drastisch reduzieren, weil sie ein sehr starker CO2-Emittent ist." Bedrich wiederum fordert den Kohleausstieg bis 2038, "weil wir die Arbeitsplätze in der Region erhalten müssen. Wir brauchen Zeit für den Strukturwandel, wir müssen die Versorgungssicherheit aufrechterhalten." Einen Kohleausstieg bis 2030 festzulegen, ohne Konzept, sei fahrlässig und ginge am Klimaschutz vorbei.

Junge Menschen demonstrieren bei einer Fridays for Future Demo für mehr Klimaschutz in Potsdam (Quelle: Imago/Martin Müller)Junge Menschen demonstrieren bei einer Fridays for Future Demo für mehr Klimaschutz

Wie will man die Jugend in der Lausitz halten?

Klimaschutz, Versorgungssicherheit – diese Schlagwörter sind für viele zu abstrakt. Geht es aber um Arbeitsplätze, werden die Debatten oft emotional. Gute Argumente gibt es auf beiden Seiten. 2030 könnten Zweidrittel der Beschäftigten in eine geregelte Rente gehen, sagt Kröber. Für Bedrich ist das kein Argument: "Es geht doch auch darum, neue Arbeitsplätze zu erhalten oder zu schaffen, damit die jungen Leute nicht aus der Lausitz weggehen."

Daniel Bartig ist einer dieser jungen Leute. Der Instandsetzungsmechaniker am Kraftwerk Jänschwalde ist gerade 25 geworden. In Döbbrick, einem dörflichen Ortsteil von Cottbus und nahe am Kraftwerk, lebt er mit Eltern und Großeltern auf einem Gehöft. Er hat gute Arbeitsbedingungen und verdient gutes Geld in der Braunkohle. Bartig hofft, dass er bleiben kann. In Döbbrick zeigt sich, was es bedeutet, wenn die jungen Leute wegziehen oder jeden Tag 75 Kilometer oder mehr zur Arbeit und zurück fahren. Zum Beispiel beim Fußball: "Es ist schon schwierig, eine funktionierende Mannschaft zusammen zu halten", sagt Bartig.

Stopp für Kohleabbau am Braunkohlentagebau Jänschwalde (Quelle: Imago/Rainer Weisflog)Stopp für Kohleabbau am Braunkohlentagebau Jänschwalde

Der Tagebau steht momentan still, weil Betreiber LEAG wichtige Unterlagen nicht fristgerecht eingereicht hat. Noch arbeiten viele Kohlekumpel hier, warten die Maschinen, sorgen dafür, dass ansteigendes Grundwasser die Grube nicht absaufen lässt.

Unabhängig davon wird es auch im Kraftwerk ruhiger: Einer von sechs Blöcken wurde bereits abgeschaltet, ein zweiter folgt. Hier, nördlich von Cottbus, herrschen keine guten Zeiten für Kohlearbeiter. Mit 17 Milliarden Euro will der Bund der Lausitz helfen: Behörden ansiedeln, Forschungszentren, das Cottbuser Krankenhaus zu einem Uniklinikum umbauen.

Doch noch hängen in der Lausitz rund 16.000 gut bezahlte Industriearbeitsplätze direkt oder indirekt an der Kohle. Im Tagebau Jänschwalde soll spätestens 2023 Schluss sein mit der Kohleförderung. Ob Proschim einem neuen Tagebau Welzow-Süd II weichen muss, ist weiter unklar. Wann generell Schluss sein wird – dazu gibt es von der Bundesregierung noch keine feste Aussage. Acht Monate sind es mittlerweile seit den Empfehlungen der sogenannten Kohlekommission – und die heißt eigentlich korrekt Kommission für Wachstum, Strukturwandel und Beschäftigung.

Sendung: Antenne Brandenburg, 26.09.2019, 5:30 Uhr

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20 Kommentare

  1. 20.

    Die endlosen Debatten werden solange weitergehen, bis für jeden Lausitzer Einwohner 1 Million Euro Fördergelder bereitstehen, da der Rest der Lausitzer dann schon abgewandert ist. Deshalb, entstehen um den BER und im restlichen Berliner Umland auch so viele Neue Baugebiete. Da ist für jeden Lausitzer, die passende Wohnung oder das passende Grundstück dabei. Wenige Kilometer Richtung Norden ziehen und die Bundesrepublik Deutschland, kann sich sehr viele Steuermilliarden sparen. Ich weiss nicht, wieviele Tausende Arbeitsplätze in den anderen Brandenburger Landesteilen und in Berlin schon weggefallen sind in den letzten 30 Jahren. Und da waren weit mehr Menschen betroffen. Überall ist die Infrastruktur unzureichend und die Lausitz wird Spaßgebiet mit Milliardenförderung.

  2. 19.

    Einfach einmal RBB schauen, bildet ungemein und macht klar wie falsch sie liegen:
    https://www.rbb24.de/studiocottbus/wirtschaft/2019/09/windradbauer-vestas-streicht-500-stellen.html

  3. 18.

    schade dass sie das mit dem Wasser nicht verstanden haben. Leider keine Antwort von ihnen auf. Wieviel Geld fließt durch die Kohle in die Lausitz? Wie hoch ist der Anteil am Co2 aus den Kraftwerken der Lausitz?

  4. 17.

    Den Grünen und den Klima.... hat man zu verdanken das die Jugend die Region verlassen wird.

  5. 16.

    Gesetze werden immer noch von den gewählten Vertretern gemacht in Land? Gesetze können die gewählten Vertreter ändern?

  6. 15.

    In den 70iger Jahren hatte wir auch schon Trokenperioden im Sommer da ist die Spree auch schon mal rückwärts geflossen wo es noch kein Tagebau in Jänschwalde gab, also liegt nicht nur an der Kohle. Der Berbau wurde zu einer Zeit eröffnet wo es keine Alternativen gab und selbst wenn 2030 oder 2038 schluss ist mit der Kohle wird das mit dem Sulfat und Oker nicht besser werden. Jeder der hier mecker sollte erst mal selbst was tun, also einfach weniger Strom verbrauchen oder sein Strom selbst erzeugen, dann brauchen wir auch keine Kraftwerke mehr.

  7. 14.

    Der Landrat Spree Neisse Altekrüger kritisiert die Stilllegung von Jänschwalde.....
    Der Mann hält zwar nichts von Recht und Gesetz aber er steht hinter den Kumpeln.
    Auf die Frage wie der Landkreis helfen kann......."das ist Sache der LEAG".
    Opportunisten braucht die Lausitz jetzt am wenigsten.

  8. 13.

    "Spree ohne Bergbau kein Wasser"
    Was soll dieses perfide Argument? Der Berbau ist die Ursache, angefangen mit CO2 Ausstoß über zerstörte Grundwasserleiter bis Sulfat und Ocker in der Spree. Das Argument ist genau so dämlich wie aus den Kühltürmen kommt nur Wasserdampf.

  9. 12.

    Ich meine nicht mit welchen Strom die Auto geladen werden sondern die förderung von Lithium und Herstellung der Batterien ist das große Problem. Man kann auch CO2 Neutralen Kraftstoff nutzen da können Tankstellen und Autos so bleiben und wurden auch kein CO2 mehr ausdtoßen. Den Kraftstoff könnte man dann pruduzieren wenn wir Energieüberschuss haben. Wo wir beim nästen Punkt sind, der Ausbau von Wind und Sonnen macht nur Sinn wenn wir den Strom in großen Mengen speichern können, da gibt es zwar einige Ideen aber das ist auch schon alles. Vieleicht sind wir mal soweit um aus der Kohle auszusteigen im Moment sehe ich das aber nocht nicht, auch wenn es von einigen Leuten behauptet wird ein Konzept zur Energieversorgung ohne Atom und Kohle wurde noch nirgends vorgestellt. Man sollte auch bedenken das die Spree ohne den Bergbau Heut schon kein Wasser mehr hätte.

  10. 11.

    Na was ich hier immer mitbekomme wird eben nicht gefordert dass zukunftsfähige Arbeitsplätze geschaffen werden, sondern es wird gefordert bis zum Abwinken mit der Kohleförderung weiter zu machen. Wenn man für 40 Milliarden erneuerbare Energien baut entstehen ja durchaus auch Arbeitsplätze. Ich stimme Ihnen zu dass endlich ein verbindliches Gesetz her muss, dass den Übergang regelt. Aber die Maxime muss sein das Pariser Abkommen einzuhalten. Wenn alles nichts hilft kann man den 2030 verbliebenen Mitarbeitern von mir aus einfach ihr Gehalt aus Steuergeldern weiterzahlen.

  11. 10.

    Ihnen ist schon bewusst, dass man mehr Windräder und Solaranlagen bauen kann? Und das auch von allen gefordert wird? Wenn man vollständig auf erneuerbare Energien umgestiegen ist braucht man auch kein Gas und kein Öl zu importieren. Die Strompreise, die dann am Ende rauskommen sind mit den heutigen Strompreisen durchaus konkurrenzfähig.

  12. 9.

    Die Diskussion um die konkret vorhandenen Arbeitsplätze der Kumpel ist eine Scheindebatte, die Diskussion um die aus dem Wegfall resultierenden Auswirkungen auf die Region auf keinen Fall. Es geht nicht darum, dass Kumpel Schulze oder Meier entlassen wird, es geht um den Weggang von z.B. Kaufkraft, Wissen, Menschen - Zukunft eben! Und es ist einfach die Pflicht der (Bundes-)Politik, diesen durch sie angeordneten Weggang durch zukunftsfähige Projekte auszugleichen. Und es ist deshalb auch richtig, dass die Betroffenen in der Lausitz genau das einfordern. Das ist kein Jammern und auch nicht unangemessen, es ist unser gutes Recht! Deshalb wird gefordert, dass der Staatsvertrag auf der Basis der Ergebnisse der Kohlekommission endlich kommt.

  13. 8.

    Es ist müßig, GRÜNEN zu erklären, dass sich eine Volkswirtschaft niemals abhängig von anderen machen darf. Ein technischer Hochschulabschluß wäre vorteilhaft, bei all den Kobolden im Stromnetzspeicher. Wir Dumm-Deutschen importieren fleißig französischen Atomstrom, (3500MW), den eigenen schalten wir ab, nutzen feinstes Frackinggas (Gewinnung und Transport extrem zweifelhaft (8250MW) und schwadronieren von UNSEREN EE. Hallo? Derzeitiger Anteil der EE just in time: 19%! Wer versorgt nun nach Grüner Denke die übrigen 81%??? Erklärt es der Fachwelt! Ihr wollt doch lieber gestern als morgen aus Atom- und Kohlestrom assteigen! Seit Tagen ist der Strompreishandel auf hohem Niveau, Tendenz steigend. Sind wirklich alle bereit dafür auf ihr Smart-Home ( ja, SMARTHOME) zu verzichten bei zukünftigen Strompreisen jenseits der 80Cent?

  14. 7.

    Reden Sie doch mal mit Ihrem Volksvertreter darüber, warum in der Lausitz keine Wind und Solarparks gebaut werden um Arbeitsplätze zu schaffen. Oder Batteriefabriken. Meiner Erfahrung nach freuen die sich über sachliche E-Mails. Die Chefs von der LEAG könnte man auch fragen.

  15. 6.

    Kucken Sie mal wieviele Leute es braucht um eine Tonne Kohle zu fördern und zu verbrennen. Das sind auch weniger als man meint. Sicherlich vergleichbar mit dem Wartungsaufwand bei bestehenden Windparks. Wenn wir jetzt anfangen über die nächsten zwanzig Jahre die gesamte Energieproduktion auf erneuerbare umzustellen und die Anlagen eine durchschnittliche Lebensdauer von rund zwanzig Jahren haben, bleibt die Arbeit in etwa immer konstant. Wenn das letzte benötigte Windrad aufgestellt ist, kann man das erste schon wieder ersetzen. Das ist wie mit den Autobahnen, wo man auch wieder am Anfang loslegen kann wenn man am Ende die Fahrbahn grade fertig erneuert hat.

    Elektroautos haben übrigens nur dann eine miese Ökobilanz wenn man sie mit Kohlestrom baut und fährt. Natürlich ist die Bahn oder ein Fahrrad besser, aber erklären Sie mal den Deutschen, dass sie in zwanzig Jahren nicht nur keine Verbrenner mehr fahren dürfen, sondern überhaupt keine Autos.

  16. 5.

    "Und mit diesen Enttäuschungen soll man in der Lausitz auf weitere Versprechungen vertrauen?"

    Was will man denn sonst machen? Selbst Arbeitsplätze schaffen? Die Region verlassen? Ich sehe da keine großen Möglichkeiten. Immerhin beschäftigt sich jetzt die Landes- und Bundespolitik mit der Region und dem anstehenden Strukturwandel. Hat man zu einem gewissen Teil den Grünen und den Klimaaktivisten zu verdanken.

  17. 4.

    Noch ein kleiner Zusatz es sollten auch Jobs sein wo nicht nur der Minstestlohn gezahlt, wird was ja bis auf wenige Ausnahmen entlang der Polengrenze üblich ist. Mit Mindestlohn kann die Jugend hier auch nicht gehalten werden.

  18. 3.

    Ich komme aus dem Bereich Erneuerbare wo sollen denn da Arbeitplätz entstehen? Wenn ein Solkarpark oder ein Windpark fertig ist, braucht man nur sehr wenig Personal zur Wartung. Die Herstellung solcher Anlagen wo mal Arbeitplätze wahren wurde durch Billigimporte aus China kaputt gemacht nicht durch die Politik . Auch für Elektoautos die Umweltbezogen keine gute Klimabilanz haben werden keine neuen Arbeitsplätze entstehen es werden sogar noch tausende wegfallen, denn ein E-Auto brauch viel weniger Teile. Power to X in Prenzlau gibs eine Anlage Power to Gas, Sie können ja mal schauen wieviel dort Arbeiten. Das einzige was Sinn machen würde, wenn die Industrie dort angesiedelt wird wo der Strom produziert wird, aber wehr will schon aus Bayern oder Badenwürttenberg in die Lausitz.

  19. 2.

    Von den 600 Arbeitsplätzen die dank der Sicherheitsbereitschaft in Jänschwalde verschwunden sind, ist bisher nicht EIN EINZIGER Industriearbeitsplatz geschaffen worden!!!
    Und mit diesen Enttäuschungen soll man in der Lausitz auf weitere Versprechungen vertrauen?
    Stattdessen importieren wir zu Spitzenzeiten Atom- und Kohlestrom: >> Gerade aktuell 3,5 GW Atom + 2,4 GW Kohle

  20. 1.

    Die Arbeitsplätze sind so eine Scheindebatte. Es gibt endlos Arbeit in der Energiewende. Windräder müssen gebaut werden, Solarparks, Elektroautos, Power-to-X Anlagen. Gebäude müssen gedämmt werden und Stromtrassen gelegt. Deutschland hat durch fehlgeleitete Politik mehr Arbeitsplätze in der Wind und Solarbranche verloren als in der ganzen Kohle vorhanden sind. Es kann mir doch keiner sagen, dass die jungen Mitarbeiter in der Kohle, die 2030 noch nicht in Rente sind, nicht entsprechend umgeschult werden könnten. Es ist einfach nur bescheuert wie hier die Zukunft von uns allen ausgespielt wird gegen Arbeitsplätze die so oder so langfristig verschwinden.

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