Brandenburg - Pandemie führt zu Mitarbeiterschwund im Gastgewerbe

Abgeschlossene Bänke einer Gaststätte (Quelle: rbb/T.Krüger)
Audio: Antenne Brandenburg | 12.07.2021| Lisa Steger | Bild: rbb/T.Krüger

Das Gastgewerbe in Brandenburg hat in der Corona-Pandemie jeden achten Mitarbeiter verloren. Gab es in Hotels, Pensionen und Restaurants Ende des Jahres 2019 noch rund 40.000 Beschäftigte, so waren es ein Jahr später nur noch 35.000, sagte Christian Henkes, Sprecher der Arbeitsagentur Berlin-Brandenburg, am Montag dem rbb.

Die meisten Mitarbeiter, die das Gastgewerbe verließen, seien anderswo untergekommen, etwa in Seniorenheimen, Arztpraxen oder bei Paketdiensten. Die Arbeitsagentur appelliere an das Gastgewerbe, in Zukunft auch Fachkräften über 50 Jahren wieder mehr Chancen zu geben, so Henkes.

24 Prozent weniger Mitarbeiter in der Hotellerie

Das Amt für Statistik Berlin-Brandenburg meldet zudem, dass in diesem April in Brandenburg in der Hotellerie 24 Prozent weniger Menschen arbeiteten als zwei Jahre zuvor. In der Gastronomie sei die Zahl der Beschäftigten um ein Drittel zurückgegangen.

Demgegenüber sei die Zahl der Arbeitskräfte in Supermärkten und Discountern im gleichen Zeitraum um neun Prozent gewachsen.

Sendung: Antenne Brandenburg, 12.07.2021, 12:00 Uhr

9 Kommentare

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  1. 9.

    Beteiligt doch die viel zu gering bezahlten Angestellten an eurem Gewinn. Habe gestern ein Gespräch im Bus ganz neben mir verfolgen müssen wie Vorgesetzte den dicken Mann rauskehren und nicht nur alles besser wissen. Habe dann erfahren, dass es um die S-Bahnreinigung in Erkner ging. Fenster putzen-den ganzen Zug und dann getrieben werden.Eine so beschissene Arbeit muss gemacht werden. Ihr "Bosse"-was wäret ihr ohne diese fleißigen Frauen ? Macht es doch mal selber.

  2. 7.

    Wie letztens auch schon gesagt, kein Mitleid mit der Gastro/Hotel. Es gibt kaum richtige Verträge, Arbeitszeiten werden nicht eingehalten, Bezahlung ist furchtbar ect. Warum sollte jemand mit Gehirn dort noch arbeiten wollen? Wie wärs denn mit Robotern wie in der Pflege angedacht? Wenn ihr schon nicht bereit seid endlich korrekte Löhne zu bezahlen, liebe Gastro- und Hotellobby?

  3. 6.

    Glückwunsch an alle, die sich endlich aus diesem Niedriglohnsektor verabschiedet haben!

  4. 5.

    Ich trinke mein Bier zu Hause und grille mein Steak selbst. Ist erstens billiger und zweitens schmeckt es so wie ich es mir vorgestellt habe.

  5. 4.

    wegen des Versagens der Politik werden manche immer reicher in der Pandemie. Warum hat man Vermieter nicht in die Verantwortung genommen, wie in der Schweiz? Bei BMW Staatskohle kassiert aber gleichzeitig riesige Dividenden gezahlt. Wie lange schaut sich das Volk dies noch an?

  6. 3.

    Nun zum ersten ich trinke keinen alk,also tangieren mich 8 teuro mal so garnicht.meinetwegen kann es auch 15 teuro kosten:)tja wenn man aus der personalknappheit nicht lernen will oder möchte,bekommen sie auch kein bier mehr zwischen 9-15 uhr,weil pleite.
    also sind ordentliche arbeitszeiten und bezahlung ein no go für sie...na dann können sie sich schon mal auf ein munteres gastrosterben vorbereiten.ob so oder so muss sich das gastrogewerbe bewegen,ob sie wollen oder nicht....

  7. 2.

    Ordentliche Entlohnung und familienfreundliche arbeitszeiten, so so, sie würden also 8 € fürs Bier zwischen 9 und 15 Uhr bezahlen, denn länger hat eine Gaststätte dann nicht mehr auf.

  8. 1.

    öhm...hatten wir das nicht schon letzte woche?
    wird das jetzt zur dauerschleife für das gastro und hotelgewerbe?
    ohhh und jetzt sollen sich auch noch über 50-jährige die hacken ablatschen...soso
    wie schon letzte woche,ordentliche bezahlung,familienfreundliche arbeitszeiten und und und...wurde schon alles diskutiert!
    wo klemmt denn jetzt die säge?was hat gastronom nicht verstanden?ausser natürlich das ihm das personal wegrennt....

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