Bekannter Gurkenbetrieb - Französische Firma will zwei Millionen Euro in "Spreewaldhof" stecken

Einlegegurken werden von zwei Mitarbeiterinnen sortiert. (Quelle: dpa/Patrick Pleul)
Bild: dpa/Patrick Pleul

Nach der Übernahme des Obst- und Gemüseverarbeiters Spreewaldkonserve Golßen GmbH ("Spreewaldhof") durch den französischen Wettbewerber Andros wachsen die Unternehmen enger zusammen.

Nach Angaben von "Spreewaldhof" betrifft das die Bereiche IT, Einkauf, Vertrieb und Logistik. Der Fokus liege auf der Integration der Systeme, um so viele Synergien wie möglich zu schaffen, hieß es am Dienstag.

Standorte sollen sich weiterentwickeln

Die Betriebsführung der Werke in Golßen und Schöneiche übernahm demnach der neue Werksleiter Axel Böhme, der Standortsicherung samt ihrer Arbeitsplätze gewährleisten soll. Dem Unternehmen zufolge sollen im kommenden Jahr mehr als zwei Millionen Euro in beide Werke investiert werden.

Der "Spreewaldhof" will sich nicht nur auf Basis der Investitionen weiterentwickeln, sondern auch personell. Neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter würden gebraucht, so das Unternehmen. Gesucht werden Teammitglieder für die Produktion, Technikerinnen, Handwerker und Staplerfahrer sowie Mitarbeitende für die Qualitätssicherung sowie die Verwaltung. "Wer Lust hat, kann sich noch heute bewerben", sagte Werksleiter Böhme.

Familienunternehmen ohne Nachfolger

Der "Spreewaldhof" ist der größte Arbeitgeber der Region. Das Bundeskartellamt hatte Ende Juni dem Verkauf des vor allem für seine "Spreewälder Gurken" bekannten Familienunternehmens aus Brandenburg an den französischen Wettbewerber Andros ("Libby's", "Natreen", "Bonne Maman") zugestimmt. Innerhalb der Familie hatten die Mitte 60-jährigen Geschäftsführer keinen Nachfolger gefunden und den Betrieb deshalb verkauft.

8 Kommentare

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  1. 8.

    Die leckeren Salzgurgen.. hoffentlich bleiben die. Die einzigen Gurken im Glas, die ich kaufe. Alle anderen versaun das Essen. Das richtige Sauerkraut von denen ohne mild, Wein Pampe ist auch 1a !

  2. 7.

    Wenn man liest in welche Bereiche investiert wird (IT, Einkauf, Vertrieb, Logistik), geht es wohl nur um die Übertragung der Konzernstrukturen auf den Betrieb. 2 Mio € bei 115 Mio € Umsatz ist nach einer Übernahme ein lächerlicher Betrag und eigentlich keiner Meldung wert. Alles Gute den „Spreewaldhöflern“!

  3. 6.

    So gesehen wird nicht "deutsches Kulturgut verhökert", sondern das Gegenteil: "Spreewälder Gurken" werten die französische Küche auf...;-) Da muss der Franzose erst mal drauf kommen und der Deutsche dies bereichernd begreifen...

  4. 5.

    So gesehen wird nicht "deutsches Kulturgut verhökert", sondern das Gegenteil: "Spreewälder Gurken" werten die französische Küche auf...;-)

  5. 4.

    Hoffentlich bleibt in der Rezeptur, geschmacklich alles wie gehabt. Zu meinen im Geschmack etwas zu verbessern, steigere den Umsatz, führt zum Gegenteil, dem Absatzschwund.

  6. 3.

    Warum geben Sie solchen Unsinn von sich? Die deutschen Eigentümer haben versucht einen Nachfolger zu finden. Hat leider nicht geklappt. Vielleicht hätten Sie sich dafür bewerben sollen?
    Statt die Bude dichtzumachen, würde sie verkauft. Was ist daran so schlimm?
    Der Franzose wird sicherlich nicht so dämlich sein und die Rezeptur verändern, außer er will die Marke platt machen.
    Ihr Gequatsche ist typisch deutsch, alles negativ sehen!

  7. 2.

    Aber die Cornichons aus dem Spreewald schmecken ihnen doch bestimmt noch?

    Diese kleinen krummen Lekkerlis haben ihren Ursprung zufälligerweise in Frankreich. Ist schon komisch, das mit dem deutschen Kulturgut - gerade beim Essen. Entweder weiß man es nicht oder versaubeutelt z.B. den wundervollen Eclair zum Liebesknochen - schauderhaft. Selbst die Boulette (der Berliner ist hier nicht gemeint) hat ihren Ursprung in Frankreich. Manche sagen auch Frikadelle dazu - egal - auch mit Seinewasser getauft.

  8. 1.

    Wieder deutsches Kulturgut verhökert! Mit französischem Rezept ist es keine Gurke mehr aus dem Spreewald!

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