Audio: Antenne Brandenburg | 12.07.19 | Josefine Jahn | Bild: Feel Festival/Nils Krüger

Musik und buntes Programm - Feel-Festival lockt tausende Besucher nach Lichterfeld

Das Besucherbergwerk F60 bei Lichterfeld (Landkreis Elbe-Elster) verwandelt sich am Wochenende in eine riesige Konzert- und Kunstlocation. Seit Donnerstag findet am "liegenden Eiffelturm" der Lausitz das Feel-Festival statt. Mit dabei sind bekannte Künstler wie die Bands AnnenMayKantereit, Beatsteaks, Milliarden oder Wanda. Das Festival will dabei aber keine reine Musikveranstaltung sein.

Buntes Programm trifft auf Nachhaltigkeit

Neben der Musik setzen die Veranstalter auch auf Workshops und Kunstinstallationen. So wird es beispielsweise Artistik- und Zirkusperformances oder auch Yoga-Lehrgänge geben.

Bereits seit Ende März ist das Festival ausverkauft. Die Besucher schätzen dabei vor allem das Gemeinschaftsgefühl und den Grundgedanken des Events. Der Veranstalter setzt komplett auf Nachhaltigkeit. Shuttle-Busse bringen die Camper beispielsweise aus allen Ecken des Landes an den Bergheider See. In Dresden und Berlin hat zudem ein Fahrrad-Club geführte Fahrten zur Veranstaltung organisiert. Radler werden vor Ort mit schattigen Campingplätzen und einer Badezimmer-Flatrate belohnt.

Besucher des Feel-Festivals treffen sich in Finsterwalde (Bild: Josefine Jahn/rbb)
Besucher des Festivals treffen sich in Finsterwalde | Bild: rbb/Josefine Jahn

Finsterwalde stellt sich auf Besucher ein

Quasi nebenan, in Finsterwalde, wohnen gerade einmal 17.000 Menschen. Von den Menschenmassen auf dem Festival spürt man allerdings wenig. Einige Besucher treffen sich am Bahnhof, von dort fahren Shuttles zum Gelände. Der Trend gehe immer weiter weg von der Anreise mit dem eigenen Pkw, erzählt Stefan vom Busliner-Projekt. Allein am Donnerstag, dem ersten Tag, seien deutlich mehr als 3.000 Besucher über den Bahnhof zum Festival gefahren. Im letzten Jahr waren es insgesamt nur knapp 3.000.

Die Besucher kommen aus ganz Deutschland. Zwei von ihnen sind Josephine und Lena aus Hamburg. "Nette kleine Ortschaft, der Bahnhof ist cool", sagt Felix, den sie vor Ort kennengelernt haben. Ein bisschen komisch fühlen sie sich schon. Im Discounter hätten sich die drei beobachtet und wie Aussätzige gefühlt.

Der Eindruck täuscht, sagt Anett Krumm. Sie arbeitet in einem Getränkemarkt, der vom Feel-Festival profitiert. "Es ist jedes Jahr schön, sie sind supernett", meint sie. Die Vorräte sind für die Besucher gut gefüllt.

Das Festival läuft noch bis Montag. Die Veranstalter rechnen mit knapp 20.000 Besuchern.

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