Kasper und weitere Puppen (Quelle: Andreas Franke)
Bild: Andreas Franke

Antrag aus Elbe-Elster - Kaspertheater zum immateriellen Kulturerbe erklärt

Das "Spielprinzip Kaspertheater" gehört ab sofort zum immateriellen Kulturerbe in Deutschland. Damit war der Antrag des Elbe-Elster-Kreises zur Aufnahme in das bundesweite Verzeichnis erfolgreich. Der Landkreis ist Träger des Mitteldeutschen Marionettentheatermuseums Bad Liebenwerda.

Für Brandenburgs Kulturministerin Manja Schüle (SPD) werden mit der Aufnahme die Arbeit des Museums sowie die 250-jährige Tradition des Puppenspiels in der Region gewürdigt. Diese gilt als Wiege des mitteldeutschen Wandermarionetten-Theaters.

Museum darf sich mit Logo präsentieren

Zum Bestand des Museums gehört die internationale Sammlung Karin und Uwe Brockmüller mit rund 5.000 Objekten rund ums Puppentheater. Auf einer Bühne werden regelmäßig Aufführungen gezeigt. Außerdem findet im Landkreis jährlich das Internationale Puppentheaterfestival statt.

Mit der Anerkennung als immaterielles Kulturerbe wird das "Kaspertheater als Spielprinzip" künftig auch auf der Unesco-Webseite vorgestellt [unesco.de]. Außerdem darf sich das Mitteldeutsche Marionettentheatermuseum mit einem entsprechenden Logo präsentieren.

Eingang mit Kasperfigur (Quelle: Hoffgaard)

Neue Dauerausstellung

Im Museum selbst wurde im letzten Jahr die neue Dauerausstellung "Kaspers Welten"eröffnet. Sie zeigt die Geschichte des reisenden Wandermarionettentheaters im Elbe-Elster-Land. Sie geht aber auch auf die Rolle von Kasper im europäischen und asiatischen Puppentheater ein.

Neben dem Kaspertheater wurden unter anderem auch die Gebärdensprache, Weinkultur und der Streuobstanbau zum immatriellen Kulturerbe erklärt.

Sendung: Antenne Brandenburg, 22.03.2021, 15.30 Uhr

1 Kommentar

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  1. 1.

    Wie schön, damit erfährt das ganze Hin und Her im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie und dem ungeschickten Agieren der Politiker eine entsprechende "Würdigung".

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