Veranstaltungen unter Corona-Auflagen - Cottbuser Staatstheater startet in Saison mit 22 Premieren

Während der Präsentation der neuen Spielzeit des Staatstheaters Cottbus: (v.l.n.r.) Oberspielleiterin Jasmina Hadziahmetovic, Intendant Stephan Märki, Kaufmännische Geschäftsführerin Iris Dönicke
Bild: rbb/Josefine Jahn

Das Cottbuser Staatstheater ist in die neue Spielzeit gestartet. Geplant sind unter anderem 22 Premieren, acht Philharmonische Konzerte und zwei Konzertgastspiele. Allein zehn Uraufführungen finden in den Sparten Schauspiel, Musiktheater und Ballett statt, wie Intendant Stephan Märki am Dienstag weiter mitteilte. Das Spektrum reiche vom Udo-Jürgens-Abend bis zu Lausitz-Themen.

Die Broschüre zur neuen Spielzeit des Staatstheaters Cottbus
Alles drin zur neuen Spielzeit | Bild: rbb/Josefine Jahn

Darüber hinaus sind Familien,- Schul- und Kammerkonzerte geplant, zudem verschiedene Sonder- und Gesprächsformate. 17 Gastspiele des Musiktheaters und des Balletts sollen in Potsdam, Frankfurt (Oder) und Brandenburg an der Havel gegeben werden. Geplant werde unter Pandemiebedingungen erst einmal bis Ende dieses Jahres, mit Abstand und der 3G-Regelung.

Starke regionale Bezüge

So inszeniert Regisseur Armin Petras "Biberpelz" nach Gerhard Hauptmann und will dabei starke Frauenfiguren in den Vordergrund rücken. Der italienische Regisseur Antonio Latella bringt in "Zorro und Wonder Woman" zwei Popikonen auf die Bühne. Regisseurin Blanca Blanka Rádóczy rollt ihre ursprünglich für die vergangene Saison geplante Bearbeitung von Stanislaw Lem's "Solaris" angesichts der Pandemie-Erfahrungen noch einmal neu auf. Auch klassische Stoffe von Shakespeare bis Dostojewski werden sich in Aufführungen wiederfinden.

Das Theater setzt zudem auch stark auf regionale Bezüge. So ist unter den Uraufführungen Kleist-Förderpreisträger Lars Werner, der sich in seinem Stück "Feinstoff" mit der Geschichte der Cottbuser Seidenproduktion beschäftigt. Gemeinsam mit den Einwohnerinnen und Einwohnern von Cottbus ist zudem ein musikalisches "Mitmachstück" plant, dass dann auch auf die Bühne gebracht werden soll.

Auch Schloss Branitz in Cottbus wird in dieser Spielsaison mit einbezogen. Im Grünen Salon werden Liederabende stattfinden. Gespielt wird auch auf einem Klavier, auf dem einst schon Clara Schumann pianierte, sagte Märki. Es ist das Hammerklavier von Breitkopf Härtel des Fürsten Pückler. Das Philharmonische Orchester führt nach Angaben von Generalmusikdirektor Alexander Merzyn unter anderem Konzerte von Johannes Brahms, Sergei Rachmaninow, Dmitri D. Schostakowitsch und Alban Berg auf. Das Ballett rückt junge Choreographen in den Vordergrund. Mitglieder des Ensembles erhalten die Möglichkeit, ihre Kreationen und Ideen umzusetzen.

Tickets bis November vorbestellbar

Theater-Abonnements werden aufgrund der schwierigen Planbarkeit nicht vergeben. Tickets können momentan bis einschließlich November vorbestellt werden. Nach aktuellem Stand dürften im Großen Haus 450 von 630 Plätzen besetzt werden.

Mit Blick auf die vergangene Spielsaison beschrieb Intendant Märki die schwierige Situation des Theaters unter Pandemiebedingungen. Sieben Mal habe der komplette Spielplan neu erstellt werden müssen. Wenigstens konnten im Sommertheater im Freien 23 Vorstellungen gezeigt werden. Der Freundeskreis des Theaters sicherte weiter seine Unterstützung zu. "Wir stehen wie eine Mauer hinter dem Theater", sagte ein Sprecher. Bei den 355 Mitgliedern habe es keinen einzigen Austritt gegeben.

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