Verhandlungen mit Erbengemeinschaft - Tausende Original-Objekte von Fürst Pückler sind jetzt dauerhaft in Cottbus

Fr 03.12.21 | 17:25 Uhr
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Dr. Simone Neuhäuser (Fachbereichsleiterin Museum und Sammlungen SFPM) zeigt Ministerin Dr. Manja Schüle, Elke Gräfin von Pückler und Dr. Stefan Körner (Vorstand SFPM) Objekte aus den Sammlungen des Fürsten Pückler (Foto: Stiftung Fürst-Pückler-Museum Park und Schloss Branitz)
Audio: Antenne Brandenburg | 03.12.2021 | Konstanze Schirmer | Bild: Stiftung Fürst-Pückler-Museum Park und Schloss Branitz

Kunst- und kulturhistorisch bedeutende Gemälde, Möbel, Waffen, Karten: Mehr als 7.000 Objekte aus der Sammlung von Hermann Fürst von Pückler-Muskau (1785 - 1871) gehören ab sofort zu einer Dauer-Leihgabe der Stiftung Museum Park und Schloss Branitz. Vorausgegangen waren "komplexe" Verhandlungen mit den Erben, heißt es von der Stiftung.

Am Freitag haben Brandenburgs Kulturministerin Manja Schüle (SPD) und Elke Gräfin von Pückler einen Leihvertrag unterzeichnet. Letztere vertritt die Erbengemeinschaft der Familie von Pückler-Muskau.

Elke Gräfin von Pückler, Ministerin Dr. Manja Schüle und Dr. Stefan Körner bei der Unterzeichnung des Leihvertrags im Grünen Saal im Schloss Branitz (Foto: Stiftung Fürst-Pückler-Museum Park und Schloss Branitz)
Elke Gräfin von Pückler, Ministerin Dr. Manja Schüle und Dr. Stefan Körner bei der Unterzeichnung des Leihvertrags im Grünen Saal im Schloss Branitz (v.r.n.l.) | Bild: Stiftung Fürst-Pückler-Museum Park und Schloss Branitz

"Das ist eine Basis, die auf Vertrauen beruht", sagte sie nach der Unterzeichnung in Cottbus dem rbb. Die Objekte müssten "gut bewahrt, bewacht werden, Schäden ausgebessert werden." Es sei aber auch eine Ehre für die Familie, dass die Objekte im Schloss Branitz ausgestellt werden.

Gräfin bringt weitere Kunstwerke mit

Der Vertrag mit den Erben umfasst der Stiftung zufolge auch Textilien, Bücher, Dokumente und Instrumente vom 15. bis zum 20. Jahrhundert. Damit werde auch die Arbeit ihres Mannes Hermann fortgesetzt, sagte die Gräfin. Die Erbengemeinschaft hatte sich nach 1990 besonders durch Hermann Graf von Pückler um eine Zusammenführung des - nach 1945 verteilten - Inventars von Schloss und Park Branitz und deren museale Erschließung eingesetzt.

Die Gräfin brachte am Freitag noch weitere Kunstwerke aus der Sammlung wieder zurück in das Schloss, darunter Gemälde und ein wertvolles Messer. Stefan Körner, Vorstand
der Stiftung, war beeindruckt. "Die Gräfin Pückler hat eine extrem enge Verbindung
hierzu. Es ist ein Stück weit ihr Herzblut, sie hat noch einen Wohnsitz in Branitz", sagte er der Nachrichtenagentur dpa.

Schüle: Vertrag ist ein Meilenstein

Ministerin Schüle, die auch Stiftungsratsvorsitzende ist, bezeichnete den Leihvertrag mit den Erben als Meilenstein. Er sichere kulturelles Erbe für die Zukunft. Mit Branitz habe man noch viel vor, sagte sie. So soll unter anderem das Areal weiterentwickelt und die Parklandschaft vor den Auswirkungen des Klimawandels besser geschützt werden.

Das Schloss Branitz in Cottbus war der Alterssitz von Hermann Fürst von Pückler-Muskau. Er liegt dort in einer Erdpyramide in einem See begraben.

Sendung: Antenne Brandenburg, 03.12.2021, 15:40 Uhr

2 Kommentare

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  1. 1.

    Was für eine schöne Nachricht. Ich habe den Artikel jetzt mehrmals gelesen. -->rbb Weiß man, wie lange diese Leihgaben verliehen werden? Oder war ich einfach nur zu blöd, das Datum zu finden?

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