Grundstücke an Durchgangsstraße in Zerkwitz (Quelle: rbb/Anja Kabisch)
Video: Brandneburg aktuell | 10.04.2018 | Phillip Manske | Bild: rbb/Anja Kabisch

Collie nach dem Vorfall eingeschläfert - Hund beißt Vierjährige ins Gesicht

In Zerkwitz bei Lübbenau hat ein Hund ein kleines Mädchen schwer verletzt. Der Hund - ein Collie - wurde eingeschläfert. Nun stellt sich die Frage, warum das als eher sanft bekannte Tier auf das vierjährige Nachbarsmädchen losgegangen ist.

Es ist eine Horrorvorstellung: Ein Hund beißt ein Kind. So schwer, dass das Kind mit Bissverletzungen im Gesicht und im Hüftbereich ins Krankenhaus muss. So geschehen am Montagnachmittag in Zerkwitz bei Lübbenau. Collies sind ihrem Wesen nach eher sanft, ruhig und sensibel. Warum also ist ein solcher Collie aggressiv geworden und auf das vierjährige Nachbarsmädchen losgegangen? 

Symbolbild: Collie ((Quelle: dpa/ Karmann)
Collie | Bild: dpa/ Karmann

Hundeattacke beschäftigt Zerkwitzer

In Zerkwitz leben offenbar viele Hunde. Gefühlt hinter jedem zweiten Hoftor bellen sie. Einer von ihnen hat am Montag das Kind attackiert. Auslöser war offenbar, dass das Kind in den Futternapf des Hundes gefasst hatte.

In Zerkwitz sind die Meinungen gespalten. Fragen tauchen auf: War der fünfjährige Hund nicht gut erzogen? Oder haben die Elten vielleicht ihr Kind nicht gut auf den Umgang vorbereitet? Die Eltern selbst sind bei ihrer Tochter im Krankenhaus. Ihr soll es den Umständen entsprechend gut gehen, so heißt es aus dem direkten Umfeld der Familie.

Bekannt ist auch, dass die Kinder der befreundeten Familien, die beide Hunde haben, auf dem Trampolin spielen wollten. Dabei hat die Vierjährige offenbar den Hund auf dem Hof gesehen. Hat ihn vermutlich umarmt, wollte ihn vielleicht füttern und hat deswegen in den Futternapf gefasst.

Hundetrainerin Gabriele Liebertz (Quelle: rbb/Phillipp Manske)
Sie trainiert Hunde: Gabriele Liebertz | Bild: rbb/Phillipp Manske

Es gibt Grundregeln im Umgang mit Hunden

Ein fataler Fehler, sagt Hundetrainerin Gabriele Liebertz von der Hundeschule Hasso und Co in Cottbus. Denn es gibt drei Grundregeln im Umgang mit Hunden: Niemals einen Hund beim Essen stören, nie sein Spielzeug wegnehmen und einen Hund nie aus dem Schlaf reißen. Außerdem sollten Kleinkinder sollten nie mit einem Hund allein gelassen werden, so die Expertin.

Auch der Versuch einer Umarmung könnte ihrer Einschätzung nach ein Auslöser für diese Attacke gewesen sein. Bei derartiger Nähe gerieten die meisten Hunde schnell in Panik.

Was tatsächlich geschehen ist, werden unter Umständen die Ermittlungen der Polizei ergeben. Von Amts wegen wurde ein Verfahren wegen gefährlicher Körperverletzung eröffnet.

Tödliche Hundeattacke in Hessen

Bei einem weiteren Vorfall mit einem Hundebiss ist am Montag im südhessischen Bad König ein sieben Monate alter Junge gestorben. Das Tier biss das Baby am Montag in der Wohnung aus zunächst ungeklärter Ursache in den Kopf, wie Polizei und Staatsanwaltschaft am Dienstag gemeinsam mitteilten. Der Hund wurde in ein Tierheim gebracht. Dort sei er als aggressiv beschrieben worden, berichtete eine Polizeisprecherin. Laut Behörden handelt sich den um einen Mischling, bei dem es sich "nach dem äußeren Ansehen um einen Staffordshire-Mix handeln könnte". Er sei in der Gemeinde als Kampfhund registriert gewesen.

Vor einer Woche hat eine tödliche Hundeattacke in Hannover bundesweit Aufsehen erregt. Dabei kamen der Besitzer des Kampfhundes und seine Mutter ums Leben. In einer Online-Petition stimmten bereits mehr als 255.000 Menschen dafür, den Hund am Leben zu lassen.

Kommentar

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29 Kommentare

  1. 29.

    So Ein dummer unwissender Kommentar! Hunde sind raubtiere ganz egal ob Chihuahua Labrador Pudel oder pitbull! Der stafford gilt in England seit Jahrzehnten als Familien Hund wie hier der goldi... jeder Hund hat Bedürfnisse, braucht Aufgaben sozialkontakte und eine konsequente Erziehung. Man sollte immer die Hintergrund Infos kennen bevor man sowas von sich gibt! Hier Hat der Halter das Tier einschläfern lassen, kein Gericht hat es dazu gebracht!
    Was war vor 6-7jqhren als der husky das Kleinkind aus dem Kinderwagen gerissen und getötet hat? Dieser husky lebt heute in einer Familien.mit Kindern! Und die 3 staffordshire, die ca 2 Wochen danach die nichts der Tante schwer verletzt hat, weil die kleine in die zwinheranlage rein ist diese Hunde aber nie was anderes kennenlernen dürften? Wurden vor Ort erschossen!!! Also immer halblang es reicht langsam!

  2. 28.

    Hallo Berlinerin,
    der Hund ist auf Wunsch des Halters eingeschläfert worden. Vielleicht war dieser mit der Situation überfordert. Ist sicher auch nicht einfach mit dieser Schuld leben zu müssen.

  3. 27.

    Ihr Kommentar ist irreführend formuliert. Es ist nicht schlimm, sanft mit einem sensiblen Hund umzugehen. Es geht nicht um Strenge, sondern um Konsequenz. Die kann auch liebevoll durchgeführt werden. Es ist gut, Bezugsperson zu sein. "Rudelführer" ist hier schon gleich das falsche Wort.

  4. 26.

    Eindeutig Schuld der Eltern und des Hundehalters... Beide haben die Aufsichtspflicht verletzt. Das kleine Kind kann nichts dafür! Warum wurde nur der Hund eingeschläfert?
    Der hat nur sein Futter und Revier verteidigt... Völlig normale Reaktion in der Rangfolge des Rudel. Wird oft vergessen, das so gut wie alle Hunde zur Jagt... Also zum töten gezüchtet worden sind. Dieses und weitere Regeln sollte man als Hundehalter wissen.

  5. 25.

    Gut, dann sind Sie auch für die Todesstrafe für Menschen, die andere durch Gewaltattacken umgebracht haben, nehme ich an?
    mit welchen billigen Argumenten hier um sich geworfen wird, ist bezeichnend für eine immer bekloppter werdende Gesellschaft. Alles töten was nur annähernd gefährlich sein könnte.
    und sie sind dann wohl auch jemand, der Hunde vor dem ertränken mittels Stein um den Hals vorher noch ein wenig quält (auch ein Bericht auf dieser Webseite)?

  6. 24.

    Warum isn der jetzt eingeschläfert worden? Die Kinder verhalten sich falsch und der Hund wird "erschossen"? Wenn die Elf unterirdisch spielt, wird der Trainer entlassen? Es gibt schon seltsame Vorgehensweisen in Deutschland..

    Eltern sollten ihren Kindern übrigens beibringen, wie man mit Hunden umgeht.
    Und Hundehalter sollten Hunden den Umgang mit kreischenden, Essens- und Spielzeug-klauenden Kindern nahebringen. Und dann sollten die Eltern noch auf die Kinder aufpassen und die Hunde angeleint sein, wenn Bedarf dafür da ist. Und schon klappts auch mit dem Nachbarshund...

    Gute Besserung dem Mädel. Dem Hund ist ja leider nix mehr zu wünschen :-(

  7. 23.

    SIE sollten mal lesen und verstehen:
    Der in der Tiermedizin für das Einschläfern eines Tieres, also auch Hundes, bekannte Begriff "Euthanasie" stammt aus dem Griechischen und setzt sich zusammen aus "eu" für "gut" und "thanatos" für "Tod", bedeutet also "guter Tod". Sie jedoch mißbrauchen diesen Begriff, um das Einschläfern des Collies mit verachtenswerten Taten in der Vergangenheit Deutscher Geschichte zu vergleichen. Das ist Verdrehung der Tatsachen und unseriös.

  8. 22.

    Redakteuren, Politikern und panischen Bürgern empfehle ich das Buch "Das Pitbull-Syndrom" von Burkhart Stefan.

  9. 21.

    Ach, ja, so ein süßer Collie, wie konnte das nur passieren? Staff, ist ja klar Kampfhund, die gehören alle eingeschläfert!
    Es ist wirklich echt schaurig, was die Qualitätsmedien für einen Stuß von sich geben, und die geneigten Leser machen fleißig mit. Dabei dauert es nur wenige Minuten, sich im Internet zumindest grob über die Hunderassen zu informieren. Dabei würde man dann z.B. feststellen, daß in GB schon im frühen 19. Jahrhundert die Tierkämpfe verboten wurden und sich die Zucht beispielsweise beim Staff in Richtung Familienhund bewegte, vom illegalen Untergrund mal abgesehen.
    Genauso gut könnte man erfahren, daß der Collie ein Hütehund ist, der konsequente Erziehung braucht, außerdem muß er körperlich und geistig ausgelastet sein! Er hütet seine Familie-das kann auch heißen, daß, wer nicht zur Familie gehört, weggebissen wird! Ein Hund wird nicht durch Zugehörigkeit zu einer Rasse automatisch zum Familienhund!

  10. 20.

    Nun ja, man kann aber vllt auch nicht fordern, daß Kinder dauerbeaufsichtigt werden müssen, damit Hunde unbeaufsichtigt bleiben können. Die Halter sollten allgemein wesentlich mehr in die Pflicht genommen werden,auch - wie man hier auch den Kommentaren entnehmen kann - werden Hunde u. Haustiere allgemein sehr stark vermenschlicht.
    Die normalen Verhaltensweisen und auch Signale (Umarmung ist für ein Kind z.B. Beweis v. Zuneigung, kann für einen Hund eine Geste zur Unterwerfung sein) sind selbst den meisten Hundeflüsterern nicht bekannt und was ich da manchmal zu hören bekommen habe (wie man sich seinem Hund gegenüber zu verhalten hat, wen der das Alphatier ist (!) z.B.) kann ich nicht kommentieren.

  11. 19.

    Hunde stinken!

  12. 18.

    Ein colli wird eingeschläfert, weil er zu beißt...
    ...aber ein stefford nicht - für mich nicht nachvollziehbar, sorry - ein Hund, welcher als aggressiv und gefährlich eingestuft wird, darf in eine neue Familie und ein colli, welcher als familienfreundlich gilt, muss getötet werden, was ist das für eine verkehrte Welt!!!

  13. 17.

    Ganz ohne Schuld sind die Eltern des Kindes aber auch nicht.Was hat das Kind ohne Aufsicht bei dem Hund zu suchen .
    Natürlich tut es mir für das Kind leit .
    Den Hund hätte ich nicht gleich töten lassen .

  14. 16.

    Es kann auch mit einer antiautoritären Erziehung bei den Eltern zusammenhängen. Also die gehen sanft mit dem Kind und dem Hundi um, Hund nimmt das als Schwäche wahr. Meine Nachbarn sagen, ihre Hunde sind auch zu weich erziogen, hören nicht richtig, sind aber wenigstens kleiner als ein Collie oder ein Stefford.
    Neulich hat jemand am Nebentisch mit "bitte" und "danke" mit seinem Hund geredet. "Kannst du mal bitte auf mich hören." Sowas machen "Rudelführer" auch nicht.

  15. 15.

    Klar kann man jetzt auch noch versuchen, political correctness gegenüber Hunden durchzusetzen. Richtig und wohl auch bei "Tierfreunden" unbestritte ist aber, daß Hunderassen auf bestimmte Wesensmerkmale hin gezüchtet wurden und werden und es eben auch Rassen gibt, die nach den Zubeißen nicht wieder loslassen (Collies gehören wohl eher nicht dazu).
    Ich empfinde es immer wieder als lächerlich, wie eine "Hundelobby" merkwürdige Begrifflichkeiten einfordert, genauso wie das "ein Tier hat mich noch nie enttäuscht", wobei man ja in Betracht ziehen müßte, daß an ein Tier ja auch andere Erwartungen gestellt werden (können), als an Menschen.
    Da agiert die Republik aber überwiegend aus dem Bauch (oder Arsch?).

  16. 14.

    Man braucht nur solche Kommentare wie die von Blickdicht oder dem Bo zu lesen, um zu erkennen, auf welch geistigem Niveau sich viele Tierfreunde und selbsternannten Hundeflüsterer befinden (der Bo: "Hunde können nicht lügen" -sollte für sich selbst sprechen).
    Wie im rot unterlegten Nachsatz des Berichtes zu lesen ist, wurde für den Hund, der in NDS zwei Menschen getötet hat, eine Petition gestartet (255.00 sog. Unterschriften, wohl eher Mausklicks - aich mich hat diese Petition auf fb erreicht).
    Das Vieh soll dann vermutlich auf Kosten der Allgemeinheit am Leben erhalten und am Besten noch "therapiert" werden.
    Daß man mit dem finanziellen Aufwand in Afrika vermutlich einen ganzen Kral zwei Jahre medizinisch versorgen könnte oder deren Schulgeld bezahlen könnte, ist sicher nicht kommentarrichtlinienkonform.
    Guten Appetit bei Ihrer abendlichen Currywurst - die stammt ja von einem Tier, das noch nicht die Weihen von Hunden erfahren hat, ebenso wie der Inhalt der Frolic-Dose.

  17. 13.

    Zunächst mal schließe ich mich Ihrer Sichtweise weitestgehend an. Wenn Sie gern erfahren möchten, welches Faß das Staatsfernsehen für einen möglicherweise verhaltensgestörten Hund aufmachen kann und wie sehr Menschen Streicheltiere (und nur die, denn wir und auch Hunde leben ja auch vom Fleisch von Tieren, oft nicht sehr tierlieb produziert) vermenschlichen, empfehle ich zu Bildungszwecken ausnahmsweise https://www.ndr.de/nachrichten/niedersachsen/hannover_weser-leinegebiet/Chico-Staatsanwaltschaft-eingeschaltet,hund1462.html ,dort auch die angehängten Beiträge incl. Kommentaren. soweit nicht zensiert.
    http://www.t-online.de/nachrichten/panorama/id_83528664/tragoedie-in-hessen-kampfhundmischling-toetet-baby.html - auch aktuell. Bei dem Thema ist keine Vernunft zu erwarten. Selbstverständlich sollten Hunde, die durch Beißattacken auffällig wurden, sofort eingeschläfert werden, wg. des Kostenfaktors und auch des Erziehungsfaktors für die Halter.

  18. 12.

    Also als erstes geht es um das Kind, gute Besserung. Die Genesungwünsche für eben dieses waren gekoppelt mit Kritik an einem unfähigen Halter des Hundes. Da jetzt einen solche. Hype zu machen ist doch Quatsch.
    gute Besserung dem Kind, dem Halter sei gesagt, er solle sich nie wieder ein Tier zulegen und fertig.

  19. 11.

    Komisch, dass Leute hier gemobbt werden, die sich wie BlickDicht differenziert ausdrücken können. Es ist eine klare Aussage vorhanden. Und wenn Sie schon den Wolf mit dem Hund vergleichen: wussten Sie schon, dass der Hund vom Wolf abstammt? Oder ist das neu für Sie. Vom Hund geht dank der dummen Menschen eine Gefahr aus, weil die MENSCHEN, die diese Hunde halten, mit ihnen nicht umgehen können.
    Interessant, wie einfach und eindimensional die Leute mitunter sind.
    immer diese Panikmache, lächerlich. Mir sind Hunde übrigens lieber als solche Leute wie Sie, denn Hunde können nicht lügen.

  20. 10.

    Wissen ist angebracht und @ dennis wie auch immer:
    Ihre Aufforderung Menschen, die sich für Tiere (gleichermaßen auch für Menschen) einsetzen einzuschläfern, lässt ihres geistiges Kind offenbar werden. Sie sollten lesen und verstehen können, dann können wir uns gerne weiter über dieses forum austauschen.

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