Einsatzfahrzeug der Brandenburger Polizei in Werder im Landkreis Potsdam-Mittelmark (Quelle: imago/S. Steinach)
Audio: Antenne Brandenburg | 08.06.2018 | Holger Kessler | Bild: imago/S. Steinach

Cottbuser Puschkinpark - Polizei zu zwei angeblichen Massenschlägereien gerufen

Wochenlang war es in Cottbus verhältnismäßig ruhig. Jetzt soll es gleich zwei Massenschlägereien gegeben haben - beide innerhalb weniger Stunden am selben Ort. Als die Polizei eintraf, war davon allerdings jeweils nichts mehr zu sehen. Von Holger Kessler

In Cottbus ist es angeblich innerhalb weniger Stunden zu zwei Massenschlägereien gekommen. Wie die Polizei am Freitag mitteilte, wurde sie am Donnerstagabend in den Puschkinpark gerufen, weil dort laut Anrufer etwa 15 Flüchtlinge aufeinander losgegangen sein sollen. Als die Beamten vor Ort ankamen, konnten sie keine Schlägerei mehr feststellen. Ob sie bereits beendet war oder gar nicht stattfand, muss nun ermittelt werden.

Kurz nach Mitternacht wurde die Polizei ein zweites Mal gerufen. Im selben Park und wieder wegen einer Schlägerei. Auch in diesem Fall muss geklärt werden, ob es eine Schlägerei gegeben hat. Acht polizeibekannte Flüchtlinge wurden in der Nähe gestellt. Die Polizei prüft jetzt, ob sie in die mutmaßlichen Schlägereien verwickelt waren.

Lange Zeit verhältnismäßig ruhig

Anfang des Jahres hatte die Stadt Cottbus bundesweit Schlagzeilen gemacht, nachdem es immer wieder zu gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen Deutschen und Migranten kam. In einigen Fällen waren damals auch Messer im Spiel.

Mehr Sicherheit durch Sicherheitszentrum

Anfang Juni hat der Landtag in Potsdam mit großer Mehrheit die Landesregierung aufgefordert, die Vorraussetzungen für ein Sicherheitszentrum in der Cottbuser Innenstadt zu prüfen. In dem Zentrum sollen Landespolizisten und Mitarbeiter des Ordnungsamtes gemeinsam als Ansprechpartner für die Bürger erreichbar sein.

Wann das Zentrum eröffnet werden könnte, ist noch unklar. Am kommenden Montag wollen sich der Cottbuser Oberbürgermeister Holger Kelch und Brandenburgs Innenminister Karl-Heinz Schröter treffen, um über das Vorhaben zu sprechen.

Beitrag von Holger Kessler

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