In der Flüchtlingsunterkunft in Cottbus wurden am Neujahrsmorgen drei Flüchtlinge tätlich angegriffen. (Quelle: rbb/Brandenburg aktuell)
Audio: Antenne Brandenburg | 22.06.2018 | Bild: rbb

Staatsanwaltschaft Cottbus - Sieben Beschuldigte nach Silvester-Angriff auf Flüchtlinge

Im Zusammenhang mit der Prügelattacke gegen afghanische Flüchtlinge in der Silvesternacht prüft die Staatsanwaltschaft Cottbus zur Zeit die mutmaßliche Täterschaft von sieben Beschuldigten. Das bestätigte ein Behördensprecher dem rbb. Nach seiner Auskunft handelt es sich ausnahmslos um deutsche Staatsbürger.

Nachdem die Polizei ihre Ermittlungen zu dem Fall abgeschlossen hat, muss die Anklagebehörde jetzt in jedem Einzelfall eine Tatbeteiligung nachweisen. Wie lange dieser Prozess dauern wird, konnte der Sprecher der Staatsanwaltschaft nicht sagen.  

Vorwürfe auch gegen Wachschutz

Die Behörden hatten seit Anfang Februar mit Bildern einer Überwachungskamera nach mehreren Männern gefahndet. Diese sollen in der Silvernacht im Cottbuser Stadtteil Sachsendorf mehrere Flüchtlinge verfolgt und in ihrer Unterkunft verprügelt haben. Zwei Afghanen wurden dabei verletzt, einer von ihnen schwer.

In diesem Zusammenhang wurden Vorwürfe gegen den Wachschutz der Unterkunft laut. Nach Aussage der Opfer soll der Sicherheitsdienst die Angreifer ungehindert ins Haus gelassen haben. Für diese Behauptung gibt es bisher jedoch keine Belege.

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3 Kommentare

  1. 3.

    Ich beziehe mich auf den im Artikel verlinkten rbb-Artikel, in dem die Bürgerinitiative "Cottbus schaut hin" als einzige Quelle für die Beschuldigungen z.B. gegen den Wachschutz genannt wird.
    Welchem politischen Spektrum diese Initiative angehört, ist auf ihrer Webseite klar ersichtlich.

  2. 2.

    Liebe EjtschPie,

    können Sie Ihre Kritik konkretisieren?
    Sprechen Sie von "uneigennützig agierende Organisationen" von der Polizei? In diesem Fall gab es ein großes Interesse der Öffentlichkeit an Aufklärung. Die Polizei ist dazu verpflichtet, Ermittlungsfortschritte zu veröffentlichen, sofern sie nicht aus "ermittlungstechnischen" Gründen zurückgehalten werden müssen. Zudem wird von "mutmaßlichen" Tätern gesprochen, hier wurde noch niemand vorverurteilt, keine Namen genannt, etc.

  3. 1.

    Leider ist es seit einigen Jahren Usus geworden, Beschuldigungen und Unterstellungen durch bestimmte nicht uneigennützig agierende Organisationen ungeprüft in Windeseile über alle Medien-Kanäle zu verbreiten. Dabei gibt es keinen Unterschied zwischen privaten oder öffentlich/rechtl. Sendern.
    Der Zweck heiligt die Mittel.

    Ist der Staatsschutz eigentlich noch an den Ermittlungen beteiligt? Oder läuft es auf "Beziehungstat" hinaus?

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