Ein Verkehrszeichen warnt vor Wildwechsel (Bild: Iris Wussmann/rbb)
Audio: Antenne Brandenburg | 02.10.18 | Iris Wussmann | Bild: rbb/Iris Wussmann

Gefahr im Herbst - Wildunfälle nehmen deutlich zu

Im Herbst ist die Gefahr für Wildunfälle am größten. Besonders in der Dämmerung sind Hirsche und Rehe aktiv. Die Ursache liegt in ihrer Natur - der Mensch trägt aber seinen Teil dazu bei. Von Iris Wussmann

Der Herbst ist die Jahreszeit für Wildunfälle. Allein seit Montag hat es in Südbrandenburg knapp ein Dutzend Fälle gegeben. Im Landkreis Elbe-Elster hat es gleich sechs mal gekracht. In ganz Brandenburg ist an einem Viertel aller Unfälle ein Wildtier beteiligt.

Förster weist auf Gefahren durch Obstentsorgung hin (Bild: Iris Wussmann/rbb)
Bild: rbb/Iris Wussmann

Brunft macht das Wild mobil

Die Junggesellenzeit der Hirsche ist vorbei. Im Sommer ziehen ganze Herden von Jungtieren durch die Wälder. In den kalten Nächten gehen sie aber auf Brautschau. Die Brunftzeit beginnt, sagt Klaus Frömming von der Oberförsterei Drebkau. "Umso kühler es ist, umso intensiver ist das Werben, das Liebesspiel des Rotwildes", meint er. Das könne man zur Zeit auch gut hören. Das charakteristische Röhren der Tiere hallt durch die Wälder.

Mit der Brunftzeit gehen zum Teil harte Kämpfe mit krachenden Geweihen einher. "Die wollen sich behaupten, dokumentieren, das ist mein Rudel", so Frömming. Dabei sei das Wild quasi blind vor Liebe. Die Verlierer sind weiter auf der Suche nach einer Partnerin. Im Liebesrausch achten weder männliche noch weibliche Tiere auf Autos. So entsteht die Gefahr für den Straßenverkehr.

Auch der Mensch lockt Wild an

Es kommt vor, dass gerade in Südbrandenburg auch der Wolf das Wild über die Straßen treibt. Im Herbst werfen aber auch die Eichen massenhaft Früchte ab - und stehen meist direkt an der Straße. Wenn dann auch noch einige Menschen ihre üppige Apfelernte am Straßenrand entsorgen, müsse man sich nicht wundern, dass dadurch das Wild angelockt werde, so Frömming.

Die Brunft des Rotwilds dauert noch etwa einen Monat. Doch auch danach ist noch keine Entspannung in Sicht. Dann beginnt die Rauschzeit der Wildschweine.

Kommentar

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2 Kommentare

  1. 1.

    Es ist die Rauschzeit des Schwarzwildes, nicht die Rauschezeit.

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