Eine von Ambrosia überwuchertes Feld (Quelle: rbb)
Audio: Antenne Brandenburg | 01.10.2018 | Sebastian Schiller | Bild: rbb

Gefahr durch Beifußblättriges Traubenkraut - Ambrosia-Beauftragter nimmt Arbeit auf

Der neue Ambrosia-Beauftragte der Landesregierung hat am Montag seine Arbeit begonnen.

Er soll verhindern, dass sich die hochallergene Pflanze weiter ausbreitet. Außerdem soll er den Befall von Flächen erfassen und bekämpfen. Nach rbb-Informationen wird Matthias Hoffmann der neue Beauftragte sein. Der Diplom-Agraringenieur hat bisher in der freien Wirtschaft gearbeitet.

Stelle zu spät eingerichtet?

Für Benjamin Raschke, umweltpolitischer Sprecher der Grünen-Fraktion im Landtag kommt die Einrichtung der Stelle zu spät. "Diese Person muss jetzt gleich in die Vollen gehen," so Raschke. "Die Ambrosia-Saison liegt schon hinter uns, die nächste ist aber vor der Tür."

Über den Winter solle der Beauftragte seine Zeit nutzen und wirksame Maßnahmen gegen die Ausbreitung der Pflanze entwickeln, so der Lübbener. "Wie kann man zum Beispiel Geld organisieren, damit Landwirte, die Ambrosia auf den Feldern haben, eine Entschädigung bekommen, wenn sie die bekämpfen? Wie kann man dafür sorgen, dass Kommunen Geld dafür bekommen, die Ambrosia auch wirklich herauszureißen?" Dort, wo Ambrosia über einen längeren Zeitraum regelmäßig entfernt werde, sei der Befall deutlich eindämmbar.

Eine der gefährlichsten Pflanzen der Region

Das Beifußblättrige Traubenkraut, besser bekannt als Ambrosia, gilt als eine der gefährlichsten Pflanzen der Region. Die Pollen können Asthma, tränende Augen und starke Hautrötungen verursachen. Die Niederlausitz ist besonders stark betroffen. Vor allem zwischen Drebkau und Vetschau breitet sich das Kraut immer weiter aus.

Kommentar

Bitte füllen Sie die Felder aus, um einen Kommentar zu verfassen.

Kommentar verfassen
*Pflichtfelder

Bitte beachten Sie unsereNetiquette zum Kommentieren von Beiträgen sowie unsere Richtlinien zum Datenschutz.

1 Kommentar

  1. 1.


    Als ehemaliger Abgeordneter im Kreistag MOL habe ich schon vor ca. 10 Jahren als Pollenallergiker auf die Gefahr aufmerksam gemacht. Als Antwort kam die laxe Aussage, das es noch nicht so gefährlich ist. Es gilt im Kleinen wie im Großen: "wehret den Anfängen". Die Kinder müssen erst im Brunnen liegen bis reagiert wird.

Das könnte Sie auch interessieren