Fassade des Gerichtes mit Blick in den Himmel (Quelle: rbb/Thomas Krüger)
rbb/Thomas Krüger
Audio: Antenne Brandenburg | 02.11.2018 | Ministeriumssprecher Ralph Kotsch | Bild: rbb/Thomas Krüger

Wegen Misshandlungsvorwürfen - Forster Schulleiter darf keinen Kontakt mehr zu Schülern haben

Der Leiter einer Forster Grundschule soll Kinder getreten und geschlagen haben. Der Fall liegt seit Mai beim Amtsgericht Cottbus. Nun sind Schritte gegen ihn eingeleitet worden: Er hat sich verpflichtet, keinen Kontakt mehr zu Schülern zu pflegen.

Der unter Misshandlungsvorwürfen stehende Leiter einer Grundschule in Forst (Spree-Neiße) darf ab sofort keinen Kontakt mehr zu Schülerinnen und Schülern haben. Das teilte das Brandenburger Bildungsministerium am Freitag mit. 

Der Schulleiter habe eine entsprechende Erklärung unterschrieben, heißt es in der Mitteilung. Damit sei sichergestellt, dass zu Unterrichtsbeginn nach den Herbstferien "die seelische und körperliche Unversehrtheit der Schülerinnen und Schüler gewahrt ist".

Elternversammlung am Montag

Die Regelung sei zwischen dem Bildungsministerium, dem Staatlichen Schulamt Cottbus und dem Schulleiter getroffen worden. Am Montag soll auf Einladung des Bildungsministeriums und des Schulamts eine Elternversammlung stattfinden.

Dem Schulleiter wird vorgeworfen, zwischen 2015 und 2017 sieben Kinder traktiert zu haben. Seit Mai liegt eine Anklageschrift gegen ihm beim Amtsgericht Cottbus. Sie listet insgesamt 20 Tathandlungen auf. Demnach soll der Schulleiter seine Schülerinnen und Schüler ins Gesicht und auf den Hinterkopf geschlagen sowie sie getreten haben.

Sendung: Brandenburg aktuell, 02.11.2018, 19:30 Uhr

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10 Kommentare

  1. 10.

    Bürger, 05.11.2018 | 09:46 Uhr:
    "Leider sind manche Berichte in den Medien sehr unvollständig,in diesen Fall, weiß man nicht, ob diese Vorfälle stattgefunden haben. Man kann Menschen mit falschen Anschuldigungen fertig machen,deshalb wär in diesen Fall nur eine nachgewiesene Misshandlung zu publizieren gerechtfertig gewesen."

    NEIN! Da der Verdacht nunmal in der Welt ist, sollte auch darüber berichtet werden - natürlich unter der Beachtung einerseits der Unschuldsvermutung und andererseits des Vorrangs des vorbeugenden Kindesschutzes, nachdem bereits in der Ermittlungsphase vorbeugend ein Kontakt des Lehrers mit Kindern zu unterbinden ist.

    Bürger:
    "Dieses wär vor Gericht durch eine ärzliches Attest einfach möglich gewesen,wenn ein kleiner Grundschüler durch einen Tritt eines Erwachsenen geschädigt wurde,so kann dieses auch ein Rufmord sein!"

    1. Der Fall ist noch in der Ermittlung und noch nicht vor Gericht.

    2. Aus Verletzungen ergibt sich noch nicht die Ursache.

  2. 9.

    Kurt Knapp, Sonntag, 04.11.2018 | 22:58 Uhr:
    "60er Jahre waren Kopfnüsse und ziehen am Ohr durch Lehrer leider üblich. Da ist aber keiner zur Polizei gerannt. Hat sicherlich der Entwicklung geschadet?"

    Wer heute noch der Meinung ist, dass solche mittelalterliche "Pädagogik" kindgerecht und damit gerechtfertigt sei, dem haben diese Kopfnüsse und das Am-Ohr-Ziehen bei seiner Ausbildung eines humanistischen Menschenbildes wohl tatsächlich geschadet.

  3. 8.

    gast, Samstag, 03.11.2018 | 20:02 Uhr:
    "ich stelle mich nicht " pauschal" auf die Seite des Schulleiters sondern werfe lediglich die Frage auf, ob die vorgebrachten Vorwürfe u. Anschuldigungen tatsächlich gerechtfertigt sind . Angeschuldigt kann man schnell werden."

    Was sollen solche unqualifizierten Fragen, wo Sie wie wir nur die zusammenfassenden und damit verkürzten Pressemitteilungen, aber nicht die ausführliche Akte dazu kennen??? Wir sollten uns vorschneller populistischer Laien-Urteile lieber enthalten und abwarten, was die weiteren Ermittlungen ergeben werden.

    gast, Samstag, 03.11.2018 | 20:02 Uhr:
    "Übrigens, die Jugendämter haben bundesweit leider öfters mit etlichen Versäumnissen für Negativschlagzeilen gesorgt, auch dort war dann niemand verantwortlich u. die kritisierten Vorgänge waren schnell aus der Berichterstattung verschwunden."

    Lieber ausführliche Ermittlungen, die Zeit brauchen, als dauerhafte "Skandalberichterstattung".

  4. 7.

    Leider sind manche Berichte in den Medien sehr unvollständig,in diesen Fall, weiß man nicht, ob diese Vorfälle stattgefunden haben. Man kann Menschen mit falschen Anschuldigungen fertig machen,deshalb wär in diesen Fall nur eine nachgewiesene Misshandlung zu publizieren gerechtfertig gewesen. Dieses wär vor Gericht durch eine ärzliches Attest einfach möglich gewesen,wenn ein kleiner Grundschüler durch einen Tritt eines Erwachsenen geschädigt wurde,so kann dieses auch ein Rufmord sein!

  5. 6.

    60er Jahre waren Kopfnüsse und ziehen am Ohr durch Lehrer leider üblich. Da ist aber keiner zur Polizei gerannt. Hat sicherlich der Entwicklung geschadet?

  6. 5.

    @rbb Sind die Jugendämter und ermittelnden Behörden in Brandenburg schon genauso überlastet und dysfunktional, wie die Jugendämter und Gerichte in Berlin. Hier wundert sich mensch kaum noch, obwohl mich die alltäglichen Realitätsberichte aus hilfsbedürftigen Familien immer wieder schockieren.

  7. 4.

    ich stelle mich nicht " pauschal" auf die Seite des Schulleiters sondern werfe lediglich die Frage auf, ob die vorgebrachten Vorwürfe u. Anschuldigungen tatsächlich gerechtfertigt sind . Angeschuldigt kann man schnell werden. Übrigens, die Jugendämter haben bundesweit leider öfters mit etlichen Versäumnissen für Negativschlagzeilen gesorgt, auch dort war dann niemand verantwortlich u. die kritisierten Vorgänge waren schnell aus der Berichterstattung verschwunden.

  8. 3.

    Das ist ein nicht gerade empathischer Zug von Ihnen, sich erstmal trotz aller Anschuldigungen im Raum pauschal auf die Seite des Schulleiters zu stellen. Was könnte wohl schwerer wiegen - nicht ernstgenommene Vorwürfe von Kindeswohlverletzungen, physische Gewalt gegenüber Kindern oder aber möglicherweise unbegründete Vorwürfe gegenüber dem Schulleiter? Dass man Ihnen das erklären muss...

    Dass überhaupt daran gedacht wird, dieser Mann, der in zahlreichen Fällen schweren Vorwürfen ausgesetzt ist, noch in der Schule arbeiten darf, ist ein schlechter Witz und ein (mutmaßlich weiterer) Schlag ins Gesicht Betroffener. Wie wäre es mit Amtsgericht und Jugendamt als Entscheidungsträgern statt Bildungsministerium und Schulamt? Das wirft den Verdacht auf, politisch Verantwortliche wollen die Sache so schnell wie möglich unter den Teppich kehren. Zudem hat es staatsanwaltschaftliche Untersuchungen und ggf. einen strafrechtlichen Prozess gegen den Mann zu geben.

  9. 2.

    " Demnach soll der Schulleiter seine Schülerinnen und Schüler ins Gesicht und auf den Hinterkopf geschlagen sowie sie getreten haben."
    Tatsächlich ? und als Schulleiter ? nicht als genervter Klassenlehrer ? ist der so einfach in der Pause gegen Schüler vorgegangen ? kann man das glauben ? dazu noch gegen SchülerINNEN ? pardon , für mich klingt das nicht galubhaft,
    warum sollte ein Schulleiter ein Disziplinarverfahren gegen sich provozieren ?

  10. 1.

    Er [ der Forster Schulleiter ] hat sich verpflichtet, keinen Kontakt mehr zu Schülern zu pflegen.
    sollten die Anschuldigungen zutreffen, wird es ihm wohl nicht schwerfallen.
    Und einen neuen Schulleiter für die Boomregion Forst zu finden dürfte kein Problem sein. Übrigens, wer weiß denn wo Forst liegt ? ( dort war mal im 17-18 Jht. Textilherstellung für die preußische Armee , na ja... )

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