Meerrettich-Knolle
Audio: Antenne Brandenburg | 08.11.2018 | Jasmin Schomber | Bild: rbb/Jasmin Schomber

Meerrettich-Ernte im Spreewald - Scharf und gesund - aber viel zu klein

Die Ernte des scharfen Gemüses hat begonnen. Neben Bayern ist Brandenburg in Deutschland ein Hauptanbaugebiet für Meerrettich. Der heiße und vor allem trockene Sommer hat das Wurzelgemüse in diesem Jahr weniger üppig wachsen lassen. Die Früchte sind kleiner und leichter, klagt Bauer Reinhard Mich aus Ragow.

Der 70-jährige Spreewälder habe ein derart schlechtes Meerrettich-Jahr noch nicht erlebt.  Zehn Tonnen pro Hektar wird er ernten. Im letzten Jahr fiel der Ertrag mit fast 15 Tonnen deutlich besser aus.

Meerrettich-Feld bei Lübbenau
Meerrettich-Feld bei Lübbenau | Bild: rbb/Jasmin Schomber

Weniger Meerrettich, deshalb etwas teurer für den Kunden

Nicht nur die Meerrettich-Bauern müssen mit einer geringeren Ernte klar kommen. Der Minderertrag ist auch bei den Weiterverarbeitern spürbar - beispielsweise bei den Raabe-Spreewälder Konserven.

Geschäftsführer Markus Belaschk hofft trotz der extremen Witterungsbedingungen noch auf eine durchschnittliche Ernte. Und er kündigt an, dass der Meerrettich etwas teurer werden wird.  

Nach Informationen des Spreewaldvereins wirken sich auch gestiegene Kraftstoffpreise und wesentliche höhere Produktionskosten der Landwirtschaftsbetriebe auf den finanziellen Gewinn aus.  Gegenüber dem Vorjahr hat sich die Anbaufläche um ein Drittel reduziert.

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