Suche nach Kampfmitteln auf dem Bahnhof Ruhland (Bild: Josefine Jahn/rbb)
Audio: Antenne Brandenburg | 08.01.19 | Josefine Jahn | Bild: rbb/Josefine Jahn

Ordnungsamt informierte nicht - Granatenfund im Bahnhof Ruhland - schon vor vier Wochen

Seit vier Wochen geht es beim Umbau des Bahnhofs in Ruhland (Oberspreewald-Lausitz) nicht voran - und jetzt ist auch klar, warum: Vor vier Wochen wurde dort eine Sprenggranate aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden. Einen entsprechenden Bericht der "Lausitzer Rundschau" bestätigte das Ordnungsamt dem rbb. Derzeit werde nach weiteren Kampfmitteln gesucht, heißt es.

Fundstücke auf dem Bahnhof Ruhland (Bild: Josefine Jahn/rbb)
Fundstücke auf dem Bahnhof Ruhland | Bild: rbb/Josefine Jahn

Ordnungsamt wollte Bevölkerung nicht beunruhigen

Auf die Frage, warum die Bevölkerung nicht zeitnah über den Fund informiert wurde, sagte der stellvertretende Amtsdirektor und Leiter des Ordnungsamtes von Ruhland, Christian Konzack: "Wir wollten niemanden beunruhigen. Wenn sich tatsächlich eine Gefahr herausgestellt hätte oder auch noch herausstellt, wird natürlich die Bevölkerung umgehend informiert." Die 15 Zentimeter lange Granate, die im Dezember gefunden wurde, stellte sich als nicht scharf heraus.

Der Bahnhof Ruhland stellte im Zweiten Weltkrieg ein besonderes militärisches Ziel dar. Auf dem Bahnhof habe es größere Truppenverlegungen gegeben, sagte Enrico Schnick von der zuständigen Kampfmittelräumfirma. "Zum anderen befindet er sich in der Nähe des Werkes BASF Schwarzheide, das ein Hauptangriffsziel der alliierten Streitkräfte 1944/45 war".

Der Kampfmittelbeseitigungsdienst ist seit Dezember auf dem Bahnhof Ruhland tätig. Bisher fanden die Experten hauptsächlich alte Eisenrohre und Schienen. Der Einsatz wird noch zwei bis drei Wochen dauern.

Sendung: Antenne Brandenburg, 08.01.2019, 14:10 Uhr;

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