Der Seecampus Niederlausitz. (Quelle: pbr.de)
Audio: Antenne Brandenburg | 18.01.2019 | Martin Schneider | Bild: Landkreis OSL/picture alliance/dpa

Ermittlungen laufen - Offenbar Netzwerk vom Seecampus Niederlausitz gehackt

Das Computersystem des Seecampus Niederlausitz in Schwarzheide (Oberspreewald-Lausitz) ist offenbar von Hackern angegriffen worden. Die IT-Technik sei deshalb derzeit nur eingeschränkt funktionsfähig, teilte der Landkreis am Freitag mit.

Komplette Server-Technik betroffen

Der mutmaßliche Hackerangriff hat Auswirkungen auf das Schulnetz am Emil-Fischer Gymnasium, das Oberstufenzentrum und die Campus-Bibliothek. Diese bleibt deshalb vorraussichtlich bis Ende April Freitags geschlossen, teilt der Landkreis mit.

Der Vorfall soll bereits Mitte Dezember passiert sein. Die gesamte Server-Technik des SeeCampus wurde dabei verschlüsselt. Bisher konnte erst ein Teil der betroffenen Daten wieder hergestellt werden.

Wie der Landkreis in seiner Mitteilung erklärt, wurde Anzeige erstattet und ein Ermittlungsverfahren eingeleitet. Zudem überarbeitet der Kreis zusammen mit Experten und den Schulen das IT-Sicherheitskonzept für die künftige Nutzung der Netze.

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3 Kommentare

  1. 3.

    Mit den Magnetbändern ist zwar ein bisschen übertrieben und im vorliegenden Fall nicht notwendig, Stichwort Cloud, aber ansonsten kann ich nur voll zustimmen.
    Möchte wissen ob die Autoren dieses Artikels zu viel schlechte Computer(Hacker)Filme gesehen haben, aber das hier ist schlicht und ergreifend ein eingefangener Trojaner, wahrscheinlich über einen Email Anhang.
    Passiert so tausendfach und hat nichts mit einem speziellen Hackerangriff ( wieso auch dort ) zu tun.
    Bitte nächstemal nicht solche Panikmeldungen verbreiten und lieber den Leuten vor Ort auf die Finger hauen, damit sowas eben nicht mehr passiert, am Ende triffts uns alle, weil das Netz dann als Weiterverbreitungs Botnetz genutzt wird...

  2. 2.

    Der vorliegende Artikel ist leider wieder ein Beispiel für die fehlende Technikkompetenz der Zuständigen.

    Mitnichten haben wir es hier mit einem (gezielten) Hackerangriff zu tun. Es wurde schlicht versäumt die vorhandenen Updates einzuspielen - möglicherweise wird noch Windows XP eingesetzt - und irgendwo wurde ein Verschlüsselungstrojaner eingeschleppt.

    Diese verbreiten sich in ungesicherten Netzen über nicht geschlossene Sicherheitslücken selbsttätig und vollautomatisch.

    Wenn es dann heißt, dass die Daten verschlüsselt und nicht mehr zugreifbar sind, zeugt das auch von einem fehlerhaften oder fehlenden Backupkonzept der Server. Selbst wenn auf den Systemen alle Daten gelöscht oder verschlüsselt werden muss es immer ein Backup der Daten geben, dass eben nicht direkt von den Systemen zugreifbar ist. Dies ist Standard -- eben damit nicht versehentlich oder gar gezielt Daten beschädigt werden können. Z.b. mittels Magnetbändern in feuersicherem Tresor.

  3. 1.

    Zitat: "Zudem überarbeitet der Kreis zusammen mit Experten und ..." - Besser spät als garnicht.

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