Feuerwehrleute zersägen am 18.01.2018 einen Baum in Brandenburg (Bild: dpa/Steffen Rasche)
Audio: Antenne Brandenburg | 21.01.2019 | Florian Ludwig | Bild: dpa/Steffen Rasche

Ein Jahr nach Sturmtief "Friederike" - Hohenbocka bekommt unterirdische Stromleitungen

Im Januar 2018 fegte Sturmtief "Friederike" über Deutschland hinweg. In Hohenbocka, einem Dorf in Oberspreewald-Lausitz, brach die Stromversorgung - mal wieder - komplett zusammen. Nun sollen unterirdische Leitungen den Ort vor weiteren Unwettern schützen.   

Vor genau einem Jahr tobte sich Sturmtief "Friederike" über Deutschland aus. Bäume knickten um wie Streichhölzer. Dächer wurden durch die Kraft des Sturmes abgedeckt.

In Hohenbocka, einem kleinen Dorf im Landkreis Oberspreewald-Lausitz, stürzten Bäume in Freileitungen. Über 24 Stunden dauerte es, bis in Hohenbocka das Licht wieder anging. Nichts Neues für die Dorfbewohner.

Sobald es stürmisch wird, droht das Licht auszugehen

Schon 2007 hatte das Orkantief "Kyrill" Strommasten bei Hohenbocka umgerissen. Im Herbst 2017 saßen die gut 1.000 Dorfbewohner wieder im Dunkeln. Kurz nacheinander hatten die Sturmtiefs "Xavier" und "Herwart" für Chaos gesorgt.  

Abhilfe sollten neue Stromleitungen schaffen, die in der Erde verlegt werden. Doch es dauerte Jahre, nun ist es aber endlich soweit: Mitte Februar soll zum ersten Mal Strom durch die unterirdischen Leitungen nach Hohenbocka fließen.

Wie der Netzbetreiber "Mitnetz" gegenüber rbb|24 erklärte, hatte ein Gerichtsstreit mit einem Grundstückseigentümer für Verzögerungen bei den Bauarbeiten gesorgt.  

Auch in Wäldern und Parks sind noch nicht alle Sturmschäden beseitigt

"Friederike" hatte im Januar 2018 aber nicht nur Strommasten mit sich gerissen. Vielerorts wurden durch das Sturmtief auch Dächer abgedeckt und Bäume entwurzelt. Viele Wälder sahen aus, als wäre mit den Bäumen Mikado gespielt worden.

Allein im Landkreis Elbe-Elster musste die Feuerwehr zu knapp 320 Einsätzen ausrücken.

In der "Grünen Heide", einem Waldstück bei Bad Liebenwerda (Elbe-Elster) sind die Sturmschäden auch ein Jahr später noch zu sehen. Die Aufräumarbeiten sind aber zu 90 Prozent erledigt, sagte Nico Friedrich von der zuständigen Oberförsterei.

Kommentar

Bitte füllen Sie die Felder aus, um einen Kommentar zu verfassen.

Kommentar verfassen
*Pflichtfelder

Mit Nutzung der Kommentarfunktion stimmen Sie unserer Netiquette sowie unserer Datenschutzerklärung (Link am Ende der Seite) zu. Die Redaktion behält sich vor, einzelne Kommentare nicht zu veröffentlichen.

Das könnte Sie auch interessieren