Ein Teil der gesprengten Granate (Bild: Anja Kabisch/rbb)
Audio: Antenne Brandenburg | 14.01.19 | Holger Keßler | Bild: rbb/Anja Kabisch

Bombenfund unter Rübenberg - Weltkriegsgranate in Brottewitz erfolgreich gesprengt

Im Mühlberger Ortsteil Brottewitz (Landkreis Elbe-Elster) ist am Montagvormittag eine Weltkriegsgranate erfolgreich gesprengt worden. Die Sprengung ist nach Angaben der Einsatzkräfte ohne Komplikationen verlaufen.

Für die Entschärfung wurde ein Sperrkreis von 500 Metern gezogen. Knapp 200 Einwohner waren von der Evakuierung betroffen. Sie konnten mittlerweile in ihre Häuser zurückkehren.

Einsatzkräfte nach der erfolgreichen Sprengung (Bild: Anja Kabisch/rbb)
Einsatzkräfte nach der erfolgreichen Sprengung | Bild: rbb/Anja Kabisch

Sprengung im Rekordtempo

Um 9:30 Uhr war der Sperrkreis gezogen. Der Luftraum und die Straßen nach Brottewitz waren damit gesperrt, Busse und Bahnen durften nicht mehr fahren. Die Evakuierung verlief problemlos und schnell. In der Gaststätte des Ortes, die offizielle Sammelstelle, hat sich trotzdem nur eine kleine Damengruppe zusammengefunden. Schon eine halbe Stunde später ertönte die Feuerwehrsirene. Damit war klar, die Sprengung auf dem Fabrikgelände ist geglückt.

Gefunden wurde die Granate an einem Magnetabscheider, der Metallteile zwischen den Rüben anziehen soll. Dort konnte nicht gesprengt werden. Enrico Schnick, der Sprengmeister, musste die Granate noch wenige Meter weiter zu einem Loch tragen, das eigens auf dem Rübenfeld gegraben wurde. "Man sollte auf keinen Fall stolpern", erzählt er.

Durch die Erntemaschine, die die Granate vom Feld geholt hatte und durch den starken Magneten sei der Sprengkörper beschädigt worden. Wie der Zünder letztendlich aussah konnte niemand genau sagen. Die Bürgermeisterin von Mühlberg, Hannelore Brendel, zeigte sich deshalb nach der Entschärfung dankbar und erleichtert. "Wir hoffen, dass wir sowas nicht gleich wieder machen müssen, aber wir sind gerüstet für solche Problemlagen."

Sprengkörper mit Zuckerrübenernte aufgenommen

Die Granate wurde direkt auf dem Werksgelände gesprengt. Die Produktion in der Fabrik wurde für den Zeitraum der Evakuierung gestoppt. Auch ein Kieswerk war betroffen.

Der Granatenfund hatte in der letzten Woche für Aufsehen gesorgt, weil der Spengkörper offenbar bei der Zuckerrübenernte aufgenommen und in in die ortsansässige Zuckerfabrik gebracht wurde. Bei Wartungsarbeiten an einem Metalldetektor wurde die Granate in der letzten Woche entdeckt.

Sendung: Antenne Brandenburg, 14.01.2019, 11:30 Uhr

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