Junge Glasaale schlängeln sich in einer Transportbox am Ufer der Talsperre Spremberg. Quelle: P. Pleul/dpa
Bild: dpa/Patrick Pleul

Artenschutz an der Talsperre - Fischer setzen in Brandenburg Hunderttausende Glasaale aus

Brandenburgs Seen und Flüsse haben neue Bewohner: In Spremberg haben Angler am Donnerstag an der Talsperre mehr als eine halbe Million Glasaale ausgesetzt. "Das ist jedes Jahr immer eine Menge Arbeit, denn die Fische werden von Booten aus verteilt", sagte Marcel Weichenhan vom Landesanglerverband Brandenburg. Er half mit, die Fische ins Wasser zu lassen.

Die kleinen durchsichtigen Aale sind nach Angaben des Verbandes cirka sieben Zentimeter groß und wiegen 0,3 Gramm. 

Vom Atlantik nach Brandenburg

"Sie haben bereits eine lange Reise hinter sich", erklärte Binnenfischer und Verbandsmitglied Manfred Leopold. Geboren in der Sargassosee im Atlantik brauchten die Jungtiere mit Hilfe des Golfstroms drei Jahre für die Überquerung zu den Europäischen Küsten. Dort werden die Aale jedes Jahr abgefischt und ins europäische Binnenland gebracht.

Insgesamt haben Berufsfischer und Angler in den vergangenen acht Tagen vier Millionen Glasaale in brandenburgische Gewässer entlassen, wie es vom Landesanglerverband hieß. Der Aalbesatz wird unter anderem aus der Fischereiabgabe und aus Förderprogrammen der Europäischen Union und des Landes Brandenburg finanziert.

Sendung: Radioeins, 28.02.2019, 15 Uhr

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