Verbotsschild auf der B169 (Bild: Anja Kabisch/rbb)
Video: Brandenburg aktuell | 18.03.2019 | Rico Herkner | Bild: rbb/Anja Kabisch

Fahrverbot in Spree-Neisse - Lkw-Fahrverbot für B169 seit Montagfrüh in Kraft

Jahrelang haben die Einwohner von Allmosen und Klein-Oßnig für ein Lkw-Fahrverbot auf der Bundesstraße 169 gekämpft. Nun ist es in Kraft und soll von der Polizei überwacht werden. Denn auf der Strecke umgehen viele Lkw die Autobahn-Maut.

An Schlaf in der Nacht war in den Dörfen Allmosen (Oberspreewald-Lausitz) und Klein Oßnig (Spree-Neisse) seit Jahren nicht zu denken. Fast im Minutentakt donnerten tonnenschwere Lkw an ihren Häusern vorbei.

Seit Montag ist zumindest etwas Ruhe eingekehrt. Zwischen Klein Oßnig und Allmosen ist ein Lkw-Fahrverbot in Kraft getreten. Ausgenommen davon ist der Lieferverkehr, also zum Beispiel Lkw, die Ware zu Supermärkten bringen.

Für Autofahrer ändert sich nichts

Die B169 ist eine der wichtigsten Bundesstraßen in Südbrandenburg. Jeden Tag rollen über sie gut 10.000 Pkw und Lkw.

Die B169 verbindet Südbrandenburg unter anderem mit Sachsen. Sie war bisher vor allem auch bei Lkw-Fahrern beliebt, die Autobahn-Mautgebühren sparen wollten.

Das nun geltende Fahrverbot zwischen Allmosen und Klein Oßnig soll von der Polizei und durch spezielle Messstellen überwacht werden.  

Der Abschnitt der B169 der für das LKW-Fahrverbot vorgesehen ist (Bild: rbb24/Dave Rossel)

Streit um Fahrverbot dauert schon Jahre

Nachdem Gespräche mit den Landkreisen keine für die Einwohner zufriedenstellende Lösung gebracht hatten, musste letztendlich das Cottbuser Verwaltungsgericht eine Entscheidung fällen.

Im Dezember 2016 urteilte es, dass die zuständigen Landkreise Spree-Neiße und Oberspreewald-Lausitz handeln müssten. Es sei durchaus möglich, Schwerlastverkehr auf die Autobahnen A13 und A15 zu lenken, begründete das Verwaltungsgericht seine Entscheidung.

Die Kreise argumentierten anders. Bauarbeiten auf der B169 hätten gezeigt, dass Lkw in diesen Fällen nicht auf die beiden Autobahnen, sondern auf benachbarte Bundesstraßen ausgewichen seien.  

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9 Kommentare

  1. 9.

    Hallo. Ich würde es begrüßen wenn die Cottbuser Bevölkerung auf Süßigkeiten und sonstige Genussmittel aus den westlich gelegenen Regionen verzichten würden. Das spart mir persönlich die Anfahrt über die B87 oder den Umweg über das Lübbenauer Dreieck. Und, schickt nicht jeden Tag etwas zurück, dann brauchen wir das auch nicht mitnehmen. Übrigens finde ich es witzig das ich mehrere Pkw bei den Kaufländern in Cottbus sehe die ausgerechnet in Almosen wohnen. Fahrt doch bitte zu Weihnachten selbst nach Aachen und holt eure Printen. Spart mir eine Nachtschicht.

  2. 8.

    Liebe RBB Redakteure, dass LKW mit der Fahrt über die B169 sich die Maut sparen wollen kann gar nicht sein, da seit 01. JULI 2018 schon für alle Kfz mit einem zulässigen Gesamtgewicht von mehr als 7,5t auch auf Bundesstraßen die selbe Maut pro Kilometer bezahlen müsse, wie auf der Autobahn!

    Auch zu begrüßen ist, dass LKW nun statt nur 20 km auf der B169 zu fahren, einen zusätzlichen Umweg von 27 km über Schwarze Pumpe über die B97 und B156 bzw. 25 km über Vetschau und Calau machen müssen, was bedeutet, dass statt 20 km nun ganze 55 bis 57 km gefahren werden müssen! Das schont die Umwelt und füllt die Mautkasse des Bundes...

    Ich wäre noch für einen vom Gesetzgeber verordneten, kostenlosen Internetversandhandel, damit auch noch die letzten Kosten beim Transportunternehmer hängenbleiben...

  3. 7.

    ...Würde man in Dresden dieTrucks auf die Schiene verlagern wäre Mensch und Umwelt geholfen..."

    Welch Irrglaube! Denn vermutlich meinen Sie die Schiene die mit super sauberen, klimaneutralen Braunkohlenstrom aus dem Lausitzer Revier oder vielleicht sogar "Emmisionsfreien" Atomstrom betrieben wird (um den radioaktiven Abfall kümmern wir uns dann später). Jeder moderne LKW mit Euro6 Norm ist sauberer als die Bahn.

    Und die Bahn ist einfach zu unflexibel, mit denn man nun mal nicht in Dresden den LKW auf die Bahn laden und in Senftenberg halten und wieder abladen...

    Jeder will immer alles jetzt und gleich verfügbar haben, am besten nur noch per Internet einkaufen, aber LKW's die dieses Zeug dann durch die Gegend kutschieren müssen, die will keiner haben....

  4. 6.

    ...Würde man in Dresden dieTrucks auf die Schiene verlagern wäre Mensch und Umwelt geholfen..."

    Welch Irrglaube! Denn vermutlich meinen Sie die Schiene die mit super sauberen, klimaneutralen Braunkohlenstrom aus dem Lausitzer Revier oder vielleicht sogar "Emmisionsfreien" Atomstrom betrieben wird (um den radioaktiven Abfall kümmern wir uns dann später). Jeder moderne LKW mit Euro6 Norm ist sauberer als die Bahn.

    Und die Bahn ist einfach zu unflexibel, mit denn man nun mal nicht in Dresden den LKW auf die Bahn laden und in Senftenberg halten und wieder abladen...

    Jeder will immer alles jetzt und gleich verfügbar haben, am besten nur noch per Internet einkaufen, aber LKW's die dieses Zeug dann durch die Gegend kutschieren müssen, die will keiner haben....

  5. 4.

    Herzlichen Glückwunsch! Eine ähnliche Lösung wünsche ich mir für den Schwerlast-Transitverkehr durch Berlin auch. Vielleicht klappt es dann mit der Luftreinhaltung noch zu meinen Lebzeiten ;)

  6. 3.

    Würde man in Dresden die Trucks auf die Schiene verlagern, wäre der Umwelt !!!UND!!! den Menschen geholfen.
    Aber der riesige Containerbahnhof in Cottbus musste ja unbedingt verschwinden: nicht mehr zeitgemäß!
    Dafür ist BASF perfekt ans internationale Schienensystem angebunden.
    Um beim Thema zu bleiben: ich bin gespannt, was sich die Trucker nun ausdenken, um die Sperrung zu umfahren. Die BAB wird es ganz sicher nicht sein und die Navis kennen fast alle Schleichwege.... warten wir es ab.
    Hat der RBB eigentlich ein TV-Team zur B169 gesandt um sich die Wirkung der Beschilderung anzusehen und Meinungen der Trucker UND Anwohner einzuholen?

  7. 2.

    Landes- und Bundesstraßen sind für Belastungen durch dauerhaften LKW-Verkehr nicht ausgelegt. Neben den beschriebenen Folgen für die Anwohner kommt auf die Kommunen eine Mehrbelastung durch kaputte Straßen (Ortsdurchfahrten) hinzu.

  8. 1.

    Die Bundesstraßen kosten genauso Maut wie Autobahnen. Durch die Sperrung müssen LKW nun einen Umweg fahren. Dies schadet unter anderem der Umwelt aufgrund erhöhtem Kraftstoffverbrauch und Schadstoffausstoß.

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