Polizeieinsatz in Bagenz (Bild: Phillip Manske/rbb)
Audio: Antenne Brandenburg | 12.04.19 | Sascha Erler | Bild: rbb/Phillip Manske

Nach Vorfällen in Bagenz - Staatsanwaltschaft ermittelt nach Falschmeldungen

Nachdem Falschmeldungen im Internet dafür gesorgt hatten, dass eine zehnköpfige Gruppe von Vermummten am Mittwochabend mit Baseballschlägern und Pyrotechnik eine Herberge in Bagenz (Spree-Neiße) tyrannisierte, ermittelt nun die Staatsanwaltschaft Cottbus. Nach der Befragung von sieben Tatverdächtigen befinden sich diese inzwischen wieder auf freiem Fuß.

Außerdem ermittelt die Staatsanwaltschaft gegen die Urheber der Gerüchte, die den Übergriff ausgelöst hatten, wegen Vortäuschens einer Straftat. Die Gerüchte hatten unter anderem besagt, dass in der Nähe von Bagenz eine Frau getötet und eine weitere vergewaltigt worden war. Als Täter wurden Flüchtlinge verantwortlich gemacht, die sich angeblich in der Herberge aufgehalten hätten.

Flüchtlinge waren nicht in der Herberge untergebracht

Staatsanwaltschaft und Polizei hatten am Donnerstag richtig gestellt, dass zu keinem Zeitpunkt eine Leiche in der Nähe von Bagenz gefunden wurde. Es gebe aber Ermittlungen wegen einer Vergewaltigung, die sich am 3. April zugetragen haben soll und am 8. April angezeigt worden sei.

Die Herberge in Bagenz dient unter anderem Schulklassen oder Sportvereinen als Unterkunft für Ferien- oder Trainingslager und Klassenfahrten. Auch Arbeiter auf Montage, Privatfamilien oder Saisonarbeiter können sich in die Zimmer und Bungalows einmieten. Flüchtlinge waren hingegen nie in der Herberge untergebracht, hieß es vom Bürgermeister der Gemeinde Neuhausen/Spree, Dieter Perko. Zu seiner Gemeinde gehört Bagenz.

Aufgrund des Angriffs auf die Herberge hatte eine Schulklasse aus Frankfurt (Oder) am Donnerstag vorzeitig ihre Klassenfahrt abgebrochen. Die Neuntklässler seien verunsichert, die Vorkomnnisse noch lange Thema gewesen, hieß es am Freitag von der Schule, die den Schülern frei gegeben hat.

Polizei warnt vor Falschmeldungen (Quelle: rbb)

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1 Kommentar

  1. 1.

    Anstiftung zum Landfriedensbruch durch Verbreiten der Falschmeldung.

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