Symbolbild: Schnellfeuergewehr System Kalaschnikow (Quelle: dpa/Carsten Rehder)
Bild: dpa-Symbolbild/Carsten Rehder

29-Jähriger in Uebigau-Wahrenbrück - Polizei findet Kalaschnikow, Munition und Fantasieausweise

Die Polizei hat in Uebigau-Wahrenbrück (Elbe-Elster) aufgrund eines richterlichen Beschlusses die Räume eines 29-Jährigen durchsucht - und dabei viel gefunden. Der Mann wurde vorläufig festgenommen.

In einem Wald gefunden

Wie die Polizei am Dienstag berichtet, wurden die Wohn- und Nebenräume des Mannes bereits am späten Freitagabend gegen Mitternacht durchsucht. Spezialkräfte seien hinzugezogen worden.

Ein Sprecher sagte rbb|24, dass neben Muniton und NS-Devotionalien auch "Fantasieausweise mit Reichsbürgerbezug" gefunden worden seien. Außerdem sei eine Kalaschnikow sichergestellt worden. Ob sie schussfähig ist, werde nun ermittelt.

Zusätzlich wurden den Polizeiangaben zufolge in einem Nebengelass eine Kiste mit Weltkriegsmunition und mehrere Patronen gefunden. Der 29-jährige Mann habe in einer ersten Vernehmung angegeben, dass er die Kriegswaffen in einem Wald gefunden habe.

Wieder auf freiem Fuß

Die Waffen wurden von Einsatzkräften des Landeskriminalamtes sichergestellt. Die Staatsananwaltschaft hat inzwischen die Entlassung des 29-Jährigen angeordnet. Die Kriminalpolizei ermittelt in dem Fall weiter.

Sendung: Antenne Brandenburg, 23.04.2019, 17.30 Uhr

Kommentar

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4 Kommentare

  1. 4.

    ´´Die Bewegung wird nicht umsonst separat vom Verfassungsschutz beobachtet.´´
    Das glaube ich sofort, ...schmunzel!
    seperat ist doch ein schönes und sehr praktisches Wort

  2. 2.

    Schade, dass Sie Ihre Unkenntnis mal wieder offenbaren. Die Reichsbürgerbewegung hat erst mal mit rechtsextremer Ideologie gar nichts zu tun, sie bezieht sich auf das deutsche Reich VOR Zeiten des Naziregimes. Hauptideologie ist die Nichtanerkennung der Bundesrepublik Deutschland, weil es angeblich keinen Rechtsnachfolger des deutschen Reiches gäbe. Die Bandbreite ist ausgesprochen groß, von Extremisten bis hin zu Leuten, die einfach keine Steuern mehr zahlen wollen. Die Reichsbürgerbewegung ist tatsächlich sehr militant und gefährlich, es gibt partiell auch Überschneidungen mit Rechtsextremen. Dieses ist aber nicht Kernideologie. Die Bewegung wird nicht umsonst separat vom Verfassungsschutz beobachtet.

  3. 1.

    Warum fällt denn der Hinweis auf Reichsideologie und damit Rechtsextremismus so dürftig aus und man belässt es bei einem Kommentar des Polzeisprechers? Wie wäre es denn mit dem Hinweis auf aktuell ca. 600 selbsternannte "Reichsbürger" oder auch "Selbstverwalter" allein in Brandenburg, die sich teilweise stark militarisieren, s. auch dieser Fall? Reichsideolog*innen gehören obligatorisch zum Bereich des Rechtsextremismus und in Zeiten des Rechtsrucks sollte eine Militarisierung von Extremist*innen vielleicht doch sensibilisierter betrachtet werden.

    Im Kontext von Vernetzungen rechtsextremer Akteur*innen, gerade auf staatlicher Ebene, von Teilen der Armee, Teilen der Beamten, inkl. Richter*innen ("Hannibal"-Netzwerk) sowie bei nachweislichen Todeslisten gegenüber Vertreter*innen von Demokratie und Menschenrechten sowie Drohungen durch Menschen mit Zugang zu innerpolizeilichen Quellen ("NSU 2.0"), ist ein Herunterspielen auf Einzelfälle; auf "Spinner" absolut unangemessen.

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