Fahrzeuge der Kriminalpolizei stehen am Tatort vor einem Wohnhaus.
Bild: dpa/Patrick Pleul

Zwei Männer erschossen - Medien: Doppelmord in Forst Teil des Mafia-Kriegs in Montenegro

Die beiden Männer, die in Forst erschossen wurden, gehörten wohl zu einem Mafia-Clan in Montenegro. Das berichten mehrere Medien unter Berufung auf Sicherheitskreise. Hintergrund der Tat sei demnach ein brutaler Krieg zweier Drogen-Banden.

Bei den getöteten Männern im brandenburgischen Forst (Landkreis Spree-Neiße) soll es sich nach Angaben montenegrinischer Zeitungen um Mitglieder einer Mafia aus dem Balkanstaat handeln. Das sei den Behörden des Landes aus deutschen Sicherheitskreisen bestätigt worden. Der Mord an den beiden Männern gehe auf eine Abrechnung unter Mafia-Mitgliedern zurück, schrieb die regierungskritische Zeitung "Vijesti". Hintergrund sei ein seit mehreren Jahren andauernder Streit in der Adria-Küstenstadt Kotor zwischen zwei Clans. Zuvor hatte der "Tagesspiegel" berichtet, Sicherheitskreise hätten die Verbindung der Tat mit dem montenegrinischen Bandenkrieg bestätigt.

Die brandenburgische Polizei und Staatsanwaltschaft äußerten sich mit Verweis auf laufende Ermittlungen dazu am Mittwoch nicht.

Die beiden Männer sind laut "Tagesspiegel" und "Vijesti" polizeibekannte Montenegriner. Zwei weitere Männer, ebenfalls aus Montenegro, sollen bei dem mutmaßlichen Angriff am Montag verletzt worden sein. Die Leichen waren am frühen Montagmorgen in einer Wohnung in der Brandenburger Kleinstadt entdeckt worden. Aufgrund der Situation, in der die beiden gefunden wurden, geht die Polizei von einem Gewaltverbrechen aus.

Die "Märkische Allgemeine Zeitung" hatte zuvor berichtet, die beiden Toten seien serbische Staatsbürger. Zudem ist laut "MAZ" das Bundeskriminalamt in die Ermittlungen involviert, weil einer der getöteten Männer ein Informant des BKA gewesen sein soll. Das BKA hat dies auf Nachfrage von rbb|24 dementiert: Man ermittle derzeit nicht in diesem Fall.

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