Das Blaulicht leuchtet auf Einsatzwagen der Polizei und des Notarztes. (Quelle: imago/Ralph Peters)
Bild: imago/Ralph Peters

Polizei ermittelt - Schweineabfälle vor Asylbewerberunterkunft Hohenleipisch

In Hohenleipisch (Elbe-Elster) hat es offenbar einen Angriff auf die Asylbewerberunterkunft gegeben. Wie die Polizei berichtet, hat ein bisher unbekannter Mann bereits am Freitag am Eingang der Unterkunft ein Holzschild aufgestellt. Daran waren Schlachtabfälle eines Schweins angebracht. Mitarbeiter des Wachschutzes hatten die Aktion beobachtet und die Polizei informiert.

Der polizeiliche Staatsschutz ermittelt nun wegen Beleidigung, so ein Sprecher der Polizeidirektion Süd. In der Vergangenheit hatte es ähnliche Vorfälle in Cottbus und Spremberg gegeben.

Aus religiösen Gründen essen Muslime kein Schweinefleisch. In der Unterkunft leben derzeit rund 100 Menschen unter anderem aus Afghanistan, Eritrea, Ghana, Indien, Irak, Iran, Kamerun, Kenia und Libyen. Ob die Provokation konkret gegen jemanden gerichtet ist, ist unklar, so ein Sprecher des Landkreises. Er sehe keinen Anlass, die Sicherheisvorkehrungen an der Einrichtung zu erhöhen. Alle Beschäftigten in Hohenleipisch seien über den Vorfall informiert und entsprechend sensibilisiert worden.
 

Kommentar

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3 Kommentare

  1. 3.

    Wenn Ihnen jemand seinen Müll vor der Haustür schmeißen tut, fühlen Sie sich dann nicht auch angegriffen? Zudem ist die Ansage doch wohl deutlich zu verstehen.

  2. 2.

    Wer so etwas tut muss schon tatsächlich viel Hass in sich tragen. Wie abscheulich und verstörend. Im Übrigen würden auch wir (Deutsche ohne Migrationshintergrund) uns extrem ekeln. Wir leben vegetarisch und würden uns auch attackiert fühlen, wenn klar wäre, dass das ein Angriff auf unsere Lebensweise darstellen soll. Beschämend.

  3. 1.

    Das zählt also schon als „Angriff“?

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