Polizeidrohne im Einsatz (Bild: Polizei Brandenburg)
Audio: Antenne Brandenburg | 24.06.19 | Iris Wussmann | Bild: Polizei Brandenburg

Verkehrskontrollen auf Autobahn 13 - Polizei macht mit Drohnen Jagd auf Drängler

Im Kampf gegen Drängler auf der Autobahn setzt die Polizei Brandenburg jetzt auf Drohnentechnik. Am Montag wurde ein Unfallschwerpunkt auf der Autobahn 13 aus der Luft kontrolliert. Auf dem Abschnitt zwischen Spreewalddreieck und Schönefelder Kreuz hatte es allein im vergangenen Jahr 158 Unfälle mit über 80 Verletzten gegeben. Am Montag standen vor allem Lkw-Fahrer unter Beobachtung. 50 Meter Abstand zum Vordermann sind vorgeschrieben, bei der Kontrolle wurden Abstände von gerade einmal zehn Metern gemessen.

Abstandskontrolle per PC-Monitor (Bild: Iris Wussmann/rbb)
Bild: rbb/Iris Wussmann

Drohnenbilder sind beweissicher

Das Verfahren mit der Drohne sei Beweissicher, so Polizeisprecherin Ines Filohn. "Die Drohne fliegt zirka drei Kilometer vor der Kontrollstelle, begleitet den LKW, damit es keine Verwechslungen gibt", so Filohn. Im Anschluss könne sich auch der jeweilige Kraftfahrer die Bilder ansehen.

LKW auf einem Monitor (Bild: Iris Wussmann/rbb)
Drohnenbild auf einem ComputermonitorBild: rbb/Iris Wussmann

Kontrollen als Abschreckung

Die Kontrolle per Drohne befindet sich derzeit noch in der Probephase. Die Maßnahme dient vor allem der Abschreckung, so Filohn: "Man muss sich vorstellen, so ein LKW wiegt mindestens 40 Tonnen und wenn die in einem Abstand von zehn Metern fahren, das geht gar nicht."

Für die Polizei ist diese Art der Kontrolle sinnvoll, auch, wenn sich die Fahrer im Laufe des Tages untereinander warnen. Die Drohne sei wesentlich günstiger als ein Hubschraubereinsatz. "ich denke, wir gehen da mit der Zeit", so Michael Werner von der Polizeidirektion Süd.

Innerhalb von drei Stunden seien am Montag 16 Verstöße festgestellt worden.

Kommentar

Bitte füllen Sie die Felder aus, um einen Kommentar zu verfassen.

Kommentar verfassen
*Pflichtfelder

Bitte beachten Sie unsereNetiquette zum Kommentieren von Beiträgen sowie unsere Richtlinien zum Datenschutz.

3 Kommentare

  1. 3.

    Nötig wäre dies bei der Baustelle Nuthe-Tal, da wird man laufend von LKWs rechts überholt und eine Gewschwindigkeitsbegrenzung wird auch nicht eingehalten.

  2. 2.

    Herzlichen Dank für diese Aktion. Endlich wird auch mal dieses höchstgefährliche Fahrverhalten einmal beachtet und als schwerst unfallträchtig anerkannt!

    Jetzt muss diese Kontrolle noch über einen längeren Zeitraum Tag für Tag und auch nachts konsequent durchgeführt werden, dann wird sich auch langsam der Erfolg einstellen.

    Ständig wechselnde Kontrollstellen haben in der Vergangenheit nie einen nachhaltigen Erfolg gebracht. Deshalb bitte lieber weniger Stellen kontrollieren, dafür über einen längeren Zeitraum. Dabei werden erheblich mehr von den "Verkehrsregelngeltennurfüranderefahrer" ausgebremst und merken sich nach und nach, dass das Unterschreiten von Mindestabständen einfach keine gute Idee ist - bei manchem hilft es allerdings trotzdem nicht - die stehen dann als Unfallopfer am nächsten Tag nach ihrem letzten Fahrfehler in der Zeitung...

  3. 1.

    Finde ich ganz hervorragend, bitte mehr davon! Wahrscheinlich wird es aber mal wieder an den Mitteln scheitern.

Das könnte Sie auch interessieren