Rettungskräfte kümmern sich neben den Gleisen um den Radfahrer (Foto: Feuerwehr)
Audio: Antenne Brandenburg | 14.06.2019 | Jasmin Schomber | Bild: Feuerwehr

Auch Feuerwehrmann verletzt - Radfahrer in Cottbus von Straßenbahn erfasst

In Cottbus ist es Freitagvormittag zu einem schweren Unfall gekommen. In Höhe des Sportzentrums wurde ein Fahrradfahrer von der Straßenbahn erfaßt. Nach Angaben der Stadt Cottbus wurde er dabei schwer verletzt. Bei den Bergungsarbeiten verletzte sich zudem ein Feuerwehrmann.

Fahrradfahrer war ansprechbar

Der 53-jährige Radfahrer war aus bisher unbekannter Ursache im Bereich Dresdener Straße/Joliot-Curie-Straße mit der Straßenbahn zusammengestoßen. Laut Polizei war das Unfallopfer ansprechbar und wurde ins Carl-Thiem-Klinikum gebracht. Zeugen leisteten bis zum Eintreffen der Rettungskräfte Erste Hilfe.

Bei den Rettungsarbeiten stürzte ein Kamerad der Feuerwehr im Gleisbett, teilte die Stadt Cottbus mit. Er verletzte sich und musste ebenfalls im Klinikum behandelt werden. Insgesamt waren 26 Einsatzkräfte der Berufsfeuerwehr Cottbus, der Freiwilligen Feuerwehr und des Rettungsdienstes vor Ort.

Verkehr unterbrochen

Die Dresdener Straße musste zeitweise für den Verkehr gesperrt werden. Während des Einsatzes wurde auch die Stromversorgung der Straßenbahn unterbrochen. Dadurch kam es zu Ausfällen auf der Linie 3. Die Polizei ermittelt nun, wie es zu dem Unfall gekommen ist.  

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3 Kommentare

  1. 3.

    In der Tat: Die meiste Verantwortung trägt derjenige, der Spielraum hat. So ist es bei Bahnübergängen und so ist es auch innerörtlich gegenüber der Straßenbahn. Offensichtlich ist da viel an Erkenntnis weggefallen und das hat - mit Verlaub - auch mit solcher Art Berichterstattung zu tun.

    Was fehlt, ist eine "gesunde Ehrfurcht" vor dem Bahnverkehr. Schon von Kleinauf. Da bricht sich niemand etwas ab.

  2. 2.

    Ich weiß nicht, was ein Unfall mit einer Straßenbahn mit fehlendem Seitenabstand zu Autos zu tun haben soll. Und der Radfahrer wird zurecht bedauert, weil er verletzt wurde, egal wer die Schuld am Unfall trägt.
    An dieser Stelle gibt es nur einen behelfsmäßigen Übergang ohne optisches oder akustisches Warnsignal. Außerdem muss an dieser Stelle neben den Straßenbahnschienen auch eine vielbefahrene Bundesstraße überquert werden, was eine sportliche Sprinteinlage erfordert. Meiner Meinung nach sollten der vorhandene Zaun geschlossen werden und die Leute zum (zumutbaren) Umweg über die beiden Ampeln nördlich und südlich gezwungen werden.

  3. 1.

    Und wieder wird der Radfahrer bedauert, ich glaube kaum, dass die Tram plötzlich die Spur gewechselt hat.
    Wenn Radfahrer zwischen stehenden Fahrzeugen mit einem Seitenabstand von 20 cm rechts und links durchdrängeln und sich dann über mangelnden Abstand beschweren, wenn die Fahrzeuge losfahren, ist sicher immer der Autofahrer schuld . Macht doch bitte die Berichterstattung so objektiv, das der Schuldige genannt wird. Neulich gab es einen Unfall, bei dem eine Radfahrerin verletzt wurde. Am Ende hieß es, das ein bei Grün laufendes Mädchen im Weg war. Wer ist hier das Opfer???

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