Verbotsschild auf der B169 (Bild: Anja Kabisch/rbb)
Audio: Antenne Brandenburg | 11.06.2019 | Jasmin Schomber | Bild: rbb/Anja Kabisch

Verkehrsministerium zieht erstes Fazit - Lkw-Fahrverbot sorgt für deutlich weniger Verkehr auf B169

Das Lkw-Durchfahrverbot auf der B169 zwischen Klein Oßnig (Spree-Neiße) und Allmosen (Oberspreewald-Lausitz) zeigt Wirkung. Inzwischen fahren deutlich weniger Laster über die Bundesstraße. Das hat eine erste Auswertung des Brandenburger Verkehrsministeriums ergeben - drei Monate nach Start des Fahrverbotes.

Rund 40 Prozent weniger Lkw-Verkehr

Seit Mitte März ist die B169 für den Transitverkehr gesperrt. Ausgenommen ist der Lieferverkehr - also zum Beispiel Lkw, die Waren zu Supermärkten bringen. Seit der Sperrung passieren täglich rund 600 schwere Laster die Strecke. "Wir können also davon ausgehen, dass sich der Lkw-Verkehr auf dem gesperrten Streckenabschnitt um etwa 40 Prozent reduziert hat", bilanziert Steffen Streu, Sprecher des Verkehrsministeriums. Er ist mit dem Ergebnis zufrieden.

Die Streckensperrung führt aber nicht automatisch dazu, dass die Lkw-Fahrer wie gewünscht über die Autobahnen 15 und 13 fahren. Es seien viele Laster registriert worden, die die gesperrte Strecke auf anderen Wegen umfahren, zum Beispiel über Calau oder die B97. Genaue Zahlen werden zur Zeit noch ausgewertet, heißt es aus dem Ministerium.

Gesperrter Abschnit der B 169 (Quelle: rbb|24)
| Bild: rbb|24

Jahrelanger Protest

Die B169 ist eine der wichtigsten Bundesstraßen in Südbrandenburg. Jeden Tag rollten bis zum Lkw-Fahrverbot gut 10.000 Autos und Laster über die Bundesstraße. Sie verbindet Südbrandenburg unter anderem mit Sachsen - und war bisher vor allem auch bei Lkw-Fahrern beliebt, die Autobahn-Mautgebühren sparen wollten.

Jahrelang hatten die Einwohner von Allmosen und Klein Oßnig für ein Lkw-Fahrverbot auf der B 169 gekämpft. Sie klagten über Lärm, Dreck und Schlafprobleme. In einem Gerichtsurteil wurde festgestellt, dass der Verkehrslärm an der B169 gesundheitsschädlich ist. Die Landkreise wurden zum Handeln aufgefordert. Seit Montag, den 18.03.2019, ist das Durchfahrverbot für Lkw in Kraft.

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2 Kommentare

  1. 2.

    Dem schliess ich mich an ,das sehe ich ganz genauso,leider.Ich kann eine Partei bzw die gewählten Volksvertreter nicht mehr wählen ,wenn sie die Bürger so alleine lässt in ihrer Verzweiflung.

  2. 1.

    Das ist genau einer der Gründe warum Union/SPD die Wähler davon laufen.
    Der Bürger muss klagen bevor gehandelt wird und.....auf ein mal geht es.
    Und die Polizei kontrolliert erfolgreich,gut so.

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