Symbolbild: Dürre (Bild: dpa/ Julian Stratenschulte)
Bild: dpa/ Julian Stratenschulte

Anhaltende Trockenheit - Wasserentnahme in Südbrandenburg wird eingeschränkt

Wegen der anhaltenden Trockenheit wird das Wasser im Süden Brandenburgs langsam knapp. Die Landkreise Oberspreewald-Lausitz, Dahme-Spreewald, Spree-Neiße und die kreisfreie Stadt Cottbus haben daher Einschränkungen in der Entnahme von Oberflächenwasser, beispielsweise zum Gießen von Kleingärten, ausgesprochen.

Demnach ist es verboten, Wasser aus Gräben, Flüssen oder Seen zu entnehmen. Das Verbot gelte tagsüber von 6 bis 21 Uhr, in dieser Zeit sei die Verdunstung am stärksten.

Nur Elbe-Elster nicht betroffen

Hintergrund der Einschränkungen ist die angespannte Wassersituation. So führe unter anderem die Spree in richtung Berlin bereits beunruhigend wenig Wasser. Auch Talsperren und andere Speicherbecken stoßen laut Landesumweltministerium an ihre Leistungsgrenzen.

Das Entnahmeverbot für Oberflächenwasser trete noch in dieser Woche in Cottbus und im Dahme-Spreewald-Kreis in Kraft, die weiteren Kreise folgen in der kommenden Woche. Auf Kleingärtner, die dennoch ihren Garten beispielsweise mit Spreewasser gießen, können Strafen von mehreren Tausend Euro zukommen.

Der Elbe-Elster-Kreis ist von dem Verbot nicht betroffen. Dort gebe es laut Kreisverwaltung bisher keine Notwendigkeit zu diesem Schritt.

Sendung: Antenne Brandenburg, 02.07.2019, 17:30 Uhr

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3 Kommentare

  1. 3.

    Es ist ja schön, dass über die Trockenheit berichtet wird. Es kommt aber niemand auf die Idee, zu ermitteln weshalb es so ist. Noch weniger wird ein Gedanke daran verschwendet, die Trockenheit zu bekämpfen, weil die Natur in Berlin keine Lobby hat. Der Grundstein für die Trockenheit wurde in den sechziger und siebziger Jahren des vorigen Jahrhunderts gelegt. Damals wurden massiv Felder und Wiesen trocken gelegt, damit man auch im Früjahr mit grossen Landmaschinen arbeiten konnte. Man nannte es Melioration.
    Die Folgen sind: - fehlendes Oberflächenwasser und damit verbunden weniger Grundwasser
    - fehlende Verdunstung und dadurch Überhitzung der Böden und in Folge grössere Thermik
    Meine Frage ist: Warum muss das vorhandene Süsswasser so schnell wie möglich in Ost- und Nordsee abgeleitet werden?

  2. 2.

    Das Problem mit Dürre (ganzjährig) und Trockenheit im Sommer hat immer noch keiner so richtig von den Entscheidungsträgern begriffen. Von den "Medien" wie der RBB sowieso nicht.
    Da kann man mahnen wie man will - man ist ja über 50 und gehört kaserniert untergebracht, so die die Jungpolitiker und die jungen Freitagsdemonstranten.
    Zur Einschränkung des Wasserverbrauches n der Lausitz und angrenzenden Gebieten. Das gab es auch schon im Sommer zu DDR-Zeiten. Ih kann mich noch gut an einem Sommer in den 70er Jahren in Hoyerswerda erinnern. Da war das Verbot mit dem Wasser auch.
    Hydorologisch gesehen hat der Bergbau und die Landesregierungen in Sachsen und Brandenburg und der Bund versagt. Das Problem ist seit Jahrzehnten bekannt. Nun kommt es noch mehr dazu.

  3. 1.

    Auszug aus der LR:
    "...Entscheidender Grund dafür, dass der gesamte Wasserhaushalt in der seit vielen Jahrzehnten vom Bergbau geprägten
    (richtiger vergewaltigten) Lausitz nicht kollabiert, ist die Einspeisung von Grubenwasser durch die LEAG.
    So wird der Verursacher zum Retter gemacht und der der Teufel mit dem Beelzebub ausgetrieben.
    Noch perfider geht es nicht.
    User aus dem Spreewald finden das gut, haben aber nicht verstanden dass das Problem nur in die Zukunft verlagert wird.
    Irgendwann kommt die braune Brühe auch in Lübbenau/Lübben richtig an.
    Der Klimawandel fängt langsam aber sicher an auch privates Geld zu kosten. Mehrere Bundesländer lassen Unwetter Geschädigte sprichwörtlich im Regen stehen, wer unter versichert ist geht leer aus. Die Policen dürften deutlich teurer werden.
    https://www.sueddeutsche.de/bayern/bayern-naturkatastrophen-hilfszahlungen-1.4499947?utm_source=pocket-newtab

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