Archiv - Hunderte toter Fische schwimmen am 01.08.2016 auf der Oberfläche des Machnower Sees in Kleinmachnow (Brandenburg). Wahrscheinliche Ursache des Fischsterbens ist ein Sauerstoffmangel (Bild:dpa/Ralf Hirschberger)
Audio: Antenne Brandenburg | 04.07.19 | Sebastian Schiller | Bild: dpa/Ralf Hirschberger

Bei Wahrenbrück (Elbe-Elster) - Saures Grundwasser soll für Fischsterben verantwortlich sein

Die Schwarze Elster führt derzeit nicht nur wenig bis gar kein Wasser, bei Wahrenbrück (Landkreis Elbe-Elster) beschäftigt derzeit auch ein Fischsterben die Behörden. In den letzten Tagen wurden zahlreiche verendete Tiere festgestellt.

Erste Hinweise auf das Fischsterben hatte der Landesanglerverband gegeben. Daraufhin hatte der Landkreis die Wasserqualität geprüft, mit dem Ergebnis, dass der pH-Wert des Wassers deutlich zu niedrig sei. Auch eine erst Anfang Juli durchgeführte Messung des Landesumweltamtes kommt zu diesem Ergebnis.

Der Anglerverband vermutet, dass im Zuge der Baumaßnahmen an einer Erdgastrasse saures Grundwasser in die Schwarze Elster geleitet worden ist und fordert unverzüglich Gegenmaßnahmen. Das Landesumweltamt verdächtigt ebenfalls die zuständige Baufirma, wie die Behörde dem rbb auf Nachfrage bestätigt.

Die mutmaßlich Verantwortlichen seien zu Gegenmaßnahmen aufgefordert worden. Weitere Untersuchungen laufen noch. Sollte sich der Verdacht bestätigen, drohen dem Verursacher ein Bußgeldverfahren oder ein Ermittlungsverfahren der Staatsanwaltschaft.

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1 Kommentar

  1. 1.

    @rbb Wieso ist das Grundwasser dort dermaßen sauer? Wodurch und wie stark ist das Grundwasser verschmutzt worden? Ist die Verschmutzung des Grundwassers zu beheben? Gibt es Verursacher der Grundwasserverschmutzung, die die Kosten der Sanierung oder die resultierenden Folgekosten (z.B. aufwändigere Trinkwasseraufbereitung) übernehmen bzw. dafür haftbar gemacht werden können?

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