Teilnehmer der Fridays for Future Demo vor der Lutherkirche in Cottbus.
Audio: Antenne Brandenburg | 26.07.2019 | Bild: rbb/Jasmin Schomber

Jugendliche fordern schnellen Kohleausstieg - "Fridays for Future"-Demo vor Leag-Zentrale in Cottbus

Unter dem Motto "Der Klimawandel kennt keine Ferien!" haben am Freitag Jugendliche in Cottbus gegen die Braunkohle protestiert - unter anderem vor der Zentrale des Bergbauunternehmens Leag. Es war die dritte "Fridays for Future"-Demo in Cottbus

Rund 200 Jugendliche und Erwachsene haben am Freitag in Cottbus gegen den Klimawandel protestiert und die Politik zum Handeln aufgefordert.

Unter dem Motto "Klima kennt keine Ferien!" zogen die Jugendlichen unter anderem vor die Konzernzentrale der Lausitzer Energie Bergbau AG (Leag) und demonstrierten für einen schnellen Ausstieg aus der Braunkohle. Um das Gebäude zogen sie dabei symbolisch eine rote Linie.

Auch Jugendliche aus Berlin waren, begünstigt durch die Sommerferien, zu der "Fridays for Future" Demonstration nach Cottbus gekommen. 

Dritte "Fridays for Future" Demo in Cottbus

Es war bereits das dritte Mal, dass Jugendliche in Cottbus für mehr Klimaschutz warben. Die erste "Fridays for Future" Demo hatte Mitte März stattgefunden, eine weitere im Mai. Die "Fridays for Future" Bewegung war durch die schwedische Schülerin Greta Thunberg ins Leben gerufen worden. Sie hatte während der Dürre- und Hitzewelle im Sommer 2018 zum ersten Mal vor dem Schwedischen Reichstag protestiert.

Die von ihr dadurch ausgelösten "Schulstreiks für das Klima" sind inzwischen zu einer globalen "Fridays for Future"-Bewegung geworden. Erst vor einer Woche hatte die junge Schwedin zum zweiten Mal an einer Veranstaltung in Berlin teilgenommen und zu mehreren tausend Teilnehmern gesprochen.

Korrektur: In einer früheren Version dieses Beitrags hatten wir geschrieben, dass dieser Protest die zweite "Fridays for Future"-Demonstration in Cottbus sei. Tatsächlich ist es die mittlerweile dritte "Fridays for Future"-Aktion in der Lausitzstadt.

Sendung: Antenne Brandenburg, 26.07.2019, 16:10 Uhr

Kommentar

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Antwort auf [John] vom 31.07.2019 um 23:40
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51 Kommentare

  1. 51.

    Ich wünsche mir das alle Kraftwerksbetreiber sich zusammen tun und für eine Woche keinen Strom mehr liefern "was nun" Windräder können es nicht kompensieren auch nicht in Partnerschft mit Photovoltaik also Handy und Laptop aus, E-Auto steht, Wohnungen dunkel und kalt. Klimaschutz ja aber nicht so.

  2. 49.

    falsche Propheten ?? Die falsche Propheten sind die Grünen, da sie die Menschen in der Lausitz täuschen.

    https://www.welt.de/wirtschaft/energie/article128432916/Das-gruene-Jobwunder-faellt-in-sich-zusammen.html

  3. 48.

    Momentan und absehbar geht es ohne Kohle nicht, im Juli wurde erstmals seit Jahren mehr Strom importiert als exportiert (trotz herausragender Sonne, oder?).
    Der dt.Bedarf wäre ohne fossile/nukleare Energieerzeugung nicht zu decken gewesen. Egal ob aus dem In- oder Ausland.

    https://www.n-tv.de/wirtschaft/Deutschland-fuehrt-mehr-Strom-ein-als-aus-article21176686.html
    https://w3.windmesse.de/windenergie/news/32200-bdew-kilowattstunde-energie-strom-import-export-preis

  4. 47.

    verlängerte Werkbank ?? Können Sie dies bitte genau darlegen, da dieses üblicherweise in Billiglohnländern erfolgt.

  5. 46.

    "Es wäre ehrlich wenn "Fridays for Future" und "Dr. Kawasski" den Menschen in Lausitz sagen würde, ohne die Kohle ist diese Region wirtschaftlich im A........... "

    Im A... sind die Leute erst richtig wenn wir weiter auf Technologien aus dem vorvorletzten Jahrhundert setzen und auf falsche Propheten hören, die ihnen einreden wollen dass es ohne Kohle nicht weitergeht.

  6. 45.

    Das sollte aber Deutschland, also wir die wir hier leben interessieren. Zumindest die, die eine Zukunft für unsere Kinder sichern wollen.

    Die deutsche Industrie verschläft mal wieder eine technische Revolution! Unsere Kinder werden die Leidtragenden sein, wenn wir in Zukunft höchstens noch als verlängerte Werkbank für die Länder taugen, die schon heute in zukunftsweisende Technologien investieren.

  7. 44.

    Gerne doch. Der Klimawandel ist sicher ein Problem. Es macht es alles leider nicht besser wenn durch "Fridays for Future" und "Dr. Kawasski" falsche Fakten verbreitet werden. So sind die Antworten beider doch recht dürftig. Beide erwecken beispielsweise den Eindruck das alles wäre ohne persönliche Einschnitte zu haben und nur die Politik müsse dies beschließen. Anmerkung: Der Wähler entscheidet in einer Demokratie und nicht eine paar Leute welche die Schule schwänzen. Es wäre ehrlich wenn "Fridays for Future" und "Dr. Kawasski" den Menschen in Lausitz sagen würde, ohne die Kohle ist diese Region wirtschaftlich im A...........

  8. 43.

    Danke für die ausführliche Erläuterung! Genau darin liegt das Problem, Wissenschaftler gehen von Annahmen aus, die real nicht umsetzbar bzw. nicht erreichbar sind. Weder die angenommene Energieeinsparung noch die ständige Verfügbarkeit von Windkraft sind realistisch. Weitere Faktoren werden zudem ausgeblendet, wie ein enorm steigender Energiehunger durch Elektrofahrzeuge oder Elektroheizungen. Nur in der Gesamtbetrachtung kann das sinnvoll bewertet werden. Und das Ergebnis ist, dass wir auf Kohleverstromung momentan nicht verzichten können. Eine Änderung der Situation wäre momentan nur mit Weiterbetrieb und Ausbau der Atomkraft gegeben. Das will ja aber auch keiner.

  9. 42.

    Lassen Sie sich nicht mit angeblichen Studien verwirren. Die Studie von Dr. Kawasski] enthält diverse Wenns.
    Vermutlich hat er deshalb den Link nicht genannt.
    https://www.ise.fraunhofer.de/content/dam/ise/de/documents/publications/studies/studie-100-erneuerbare-energien-fuer-strom-und-waerme-in-deutschland.pdf

    Sie finden in der Studie:
    Eine vollständige Deckung von Strom und Wärme mit erneuerbaren Energien erfordert unter diesen Randbedingungen jedoch, dass der Heizwärmebedarf für Gebäude durch energetische Gebäudesanierung auf rund 50 % des Wertes in 2010 sinkt und dass die Potenziale für die Nutzung von Windenergie relativ weitgehend ausgeschöpft werden.

    1.
    "dass der Heizwärmebedarf für Gebäude durch energetische Gebäudesanierung auf rund 50 % des Wertes in 2010 sinkt "

    ist gar nicht erreichbar, da Gebäudesanierungen ziemlicher Blödsinn sind.

    2.
    "dass die Potenziale für die Nutzung von Windenergie relativ weitgehend ausgeschöpft werden"

  10. 41.

    Ich finde es wichtig, gerade bei diesem Thema sachlich zu argumentieren. Die Gewichtung der Argumente ist am Ende ohnehin eine gesellschaftliche Aufgabe, da wir alle Abstriche in unserer Lebensweise werden machen müssen. Nur muss dies eben auf demokratischem Wege passieren, nicht, weil einzelne Gruppen oder Wissenschaftler das fordern.
    Wissenschaftler sind gut in Ihrem Fach, aber sie sind eben weder Ingenieure noch Politiker. Wenn ein Wissenschaftler eine CO2-Reduktion fordert und für richtig hält, muss man immer noch schauen, ob das technisch überhaupt umsetzbar ist. Wenn es das nicht ist, muss die Politik entscheiden, ob z.B. eine gesamte Technologie abgeschaltet werden muss und welche ökonomischen und gesellschaftlichen Folgen das hätte. Das kann dann aber eben auch dazu führen, dass eine solche Abschaltung sich über Jahre oder Jahrzehnte hinzieht oder sogar überhaupt nicht umsetzbar ist.

  11. 40.

    Glauben Sie mir eins, eine sozial gerechte CO2-Steuer gibt es nicht! Nur eine akzeptable! Das, was deutschen Politikern da gerade vorschwebt, ist eine reine Kassiersteuer mit sozialem Anstricht, der bei genauem Hinsehen schon wieder abblättert. Schweden hat es richtig gemacht. Mit Einführung der CO2-Steuer wurde dort das gesamte Steuersystem vereinfacht und die Einkommenssteuer gesenkt. Die Bürger hatten somit mehr Geld in der Hand und konnten es umweltgerechter ausgeben, wenn sie denn wollten. Im Ergebnis betreibt dort fast niemand mehr eine Ölheizung.
    Bei uns soll es eine undefinierte Umverteilung geben, die nichts bringen wird. Die Ärmeren, die Geld vom Staat zusätzlich erhalten, werden gar nicht gezwungen sein, zu sparen. Die Reichen interessiert es nicht, ob der Liter Sprit 20 Cent mehr kostet. Leidtragend sind pendelnde Arbeitnehmer auf dem Land. Die können aber nichts einsparen. Im Endeffekt wird kaum CO2 eingespart werden.

  12. 39.

    @Dr. Kawasaki
    Die Mehrheit der Deutschen will einen schnellen Kohleausstieg, weil es sie persönlich/jobtechnisch nicht betrifft. Sie wollen auch ganz viel Klimaschutz, solange es sie nicht betrifft. Spätestens wenn die CO2-Steuer auf Sprit kommt u. es an den eigenen Geldbeutel geht, ist das Gejammer groß. Denn die Kosten sind eben nicht nur an der Tankstelle zu spüren, sondern beispielsweise auch beim Einkaufen im Discounter. Und dann reden wir nicht über 20€, sondern 200€ monatliche Mehrbelastung. - Und über Wissenschaftler auf der Straße braucht auch keiner zu reden. Die werden momentan so gut mit staatlichen (Klima-)Aufträgen gefüttert wie seit Jahrzehnten nicht.

    Und mal etwas zum Nachdenken: Die gesicherte Leistung von PV liegt bei 0%, die der Windenergie bei ca. 2%. Wie wollen sie damit die Versorgung sicherstellen? Klima hin oder her, wir sind eine Industrienation, die rund um die Uhr mit Strom versorgt werden muss!

    In diesem Sinne !!

  13. 38.

    Eine sozial gerechte CO2-Steuer entlastet (!) die Armen. Alle Forderungen werden übrigens von der Wissenschaft unterstützt und wurden auch mit Wissenschaftlern zusammen erarbeitet! 100 % Erneuerbare sind sehr wohl möglich. Googlen Sie die Studie vom Fraunhofer Institut. FFF fordert eine machbare Geschwindigkeit. Keiner muss Strom importieren, da wir immer noch Stromexporteur sind!

  14. 37.

    Enttäuschend bei dem ganzen - auch hier - ist die ständige sinnfrei Argument 'aber was tust du denn'. Ich könnte meinen CO2 Fußabdruck in 16 Monaten auf fast 70% vom bundesdeutschen Durchschnitt senken und ich fühle mich nicht eingeschränkt. Ich weiß, jetzt kommt, dass ich eine Ausnahme bin... Wo ist eigentlich die Quelle für diese ganzen Behauptungen?

    Aber darum geht es bei den Demos auch nicht. Es geht um die Forderung, dass auch auf politischer Ebene Maßnahmen umgesetzt werden, den Individuallösungen reichen leider nicht.

    In vielen entscheidenden Punkten der Geschichte, gab es meines Erachtens eines nicht: '... Ja aber, das geht nicht weil ...'. Höchstens durch verhindert der Innovation. Lässt es uns doch einfach anpacken und probieren, alles ist besser als nichts zu tun.

  15. 36.

    Es werden Milliarden verpulvert für einen minimalen Effekt.
    Frage an die Experten:
    Wie hoch ist der Anteil der Braunkohle an der Energieproduktion?
    Wer bezahlt die Luftschlosser der Grünen wie die CO2-Steuer?
    Es wäre ehrlich wenn die Grünen den Menschen in Lausitz sagen würde, ohne die Kohle ist diese Region wirtschaftlich im A...........

  16. 35.

    Zuerst: Mich erschreckt schon das seltsame demokratische Verständnis einiger auch hier. Unabhängig vom Thema hat jeder das Recht seine Meinung zu äußern und für seine Rechte zu demonstrieren. Wer sich damit nicht arrangieren kann, ist in einer Demokratie vielleicht nicht so gut aufgehoben.

    Eine sachliche Diskussion scheint zunehmendes schwieriger. Die Forderung, dass Schüler die technische Umsetzung konzipieren und auf Demonstrationen vorstellen sollen ist wirklich seltsam. Das degradiert die Leistung vieler Ingenieure erheblich. Die Forderungen von Fridays for Future
    wird von abertausenden führenden Wissenschaftlern allein in Deutschland bestätigt. Es gibt unzählige Publikationen dazu. Man muss sie hat lesen und darüber sprechen. Was sollen die Schüler machen? Termine zwischen Industrie und Wirtschaft koordinieren, damit man sich darüber austauscht?

  17. 34.

    Natürlich geht es mit der Lausitz weiter. Muss auch unbedingt mal hin, tolle Seenlandschaften entstehen da. Und tolle neue Billigheimer Prekärjobs in der Touristik-Branche, jedenfalls im Sommer. Als Ersatz für die wegfallenden Industriearbeitsplätze bei der Braunkohle.
    Von Woidkes Wirtschaftsminister Steinbach hört man in letzter Zeit gar nichts mehr, außer ein paar "Institutle" Arbeitsplätzen ist wohl nichts in trockenen Tüchern.

  18. 33.

    Habe ich zur Kenntnis genommen und genau deshalb die Ergänzung gemacht, dass es realistisch umsetzbar sein muss. Das sind sicher alles Vorschläge, aber was passiert bei sofortiger Umsetzung?
    - CO2-Steuer: Super, belasten wir die Arbeitnehmer noch mehr! Viele Familien rechnen jetzt schon mit dem letzten Cent und spart, wo es nur geht. Dann gibt's halt noch mehr Strom- und Gassperren. Ist doch egal, oder?
    - Abschaffung Subventionen und Abschaltung von Kraftwerken: Wie stellen wir dann die Grundlast, die Versorgungssicherheit her? Importieren wir dann schön Kohlestrom aus Polen oder Atomstrom aus Frankreich und Belgien? Hauptsache, bei uns ist alles öko?
    Die Kohlekommision ist ein demokratisch legitimiertes Gremium, dass Zwänge und Notwendigkeiten sehr wohl gegeneinander abgewägt hat. Alles und sofort umsetzen ist nicht möglich, auch wenn ein paar naseweise Schüler anderer Meinung sind.

  19. 32.

    Der User "Demokratieverteidiger" war (wie ich) dabei und nach seiner Einschätzung waren es weit mehr als 100. So steht es übrigens auch im Text ("rund 200"). Sie dagegen müssen sich mit dem Foto behelfen, das selbstverständlich nur einen Ausschnitt zeigt. Und die Forderungen von FFF enthalten sehr wohl ganz einfache und ganz konkrete Maßnahmen zur Umsetzung. Die Subventionen für Fossile sofort zu streichen, braucht keine weiteren Erläuterugen, ebensowenig wie 1/4 der dreckigsten Kohlemeiler sofort abzuschalten oder eine CO2-Steuer einzuführen. Alles sofort machtbar und dringend nötig! Sie verkennen, dass die von Ihnen gelobte "Kohlekomission" eben nicht (!) die Antworten liefern konnte, um das Pariser Klimaabkommen einzuhalten. Mit diesen Beschlüssen würden wir das Klima nicht schnell genug retten, sondern weiter in die Klimakrise schlittern!

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