Audio: Antenne Brandenburg | 08.08.19 | Holger Kessler | Bild: ZB

Simulation eines Giftunfalls - Rettungskräfte üben Evakuierung in Lübbenau

Giftige Gase ziehen Richtung Lübbenau - das ist das Szenario, vor dem der Landkreis Oberspreewald-Lausitz am Donnerstag eine großangelegte Übung der Rettungskräfte durchgeführt hat. Dafür wurde auch ein Gebäude evakuiert.

Der Landkreis Oberspreewald-Lausitz hat am Donnerstagmorgen in Lübbenau eine großangelegte Evakuierungsübung durchgeführt. Mit der Übung sollte geprobt werden, wie ein simulierter Schadensfall unter realen Bedingungen bewältigt werden kann, teilte der Landkreis am Montag mit.

Nach Angaben des Landkreises wurde ein Szenario nachgestellt, bei dem auf der Autobahn 13 bei Kittlitz Gefahrenstoffe ausgetreten sind. Das Szenario sah vor, dass eine giftige Wolke in Richtung Lübbenau zieht.

In der amtlichen Gefahrenmitteilung hieß es am Morgen, bei der Übung werde es auch eine Evakuierung im Stadtgebiet Lübbenau/Neustadt geben. "Diese Aufforderung wird durch die Polizei kontrolliert und ggf. durchgesetzt", so der Wortlaut.

Nach Informationen des Landkreises war von der Evakuierung allerdings nur ein Gymnasium betroffen. Alle anderen Maßnahmen seien "fiktiv" gewesen. Das Gymnasium hat nach Angaben der Schulleitung lediglich die regelmäßige Brandschutzübung auf den Termin gelegt. Ohne die eigene Übung wäre auch hier keine Evakuierung durchgeführt worden. Knapp 500 Schüler mussten das Gebäude zeitweise verlassen. Entgegen erster Informationen seien auch keine Verpflegungspunkte oder Notunterkünfte eingerichtet worden.

Auf Twitter stellte die Polizei Brandenburg klar, dass sie lediglich für Verkehrsmaßnahmen zuständig war, die ohne Zwang durchgeführt werden sollten.

Zurückkehrende Schüler nach der Übung in Lübbenau (Bild: Daniel Mastow/rbb)Zurückkehrende Schüler nach der Übung in Lübbenau

Warnung für mehrere Gemeinden und Städte

In den Warnbereich einbezogen wurden auch die Gemeinden Alt Zauche-Wußwerk, Burg (Spreewald), Neu Zauche, Straupitz, sowie die Städte Calau, Luckau, Lübben (Spreewald), Lübbenau/Spreewald und Vetschau/Spreewald.

Die Bewohner wurden aufgefordert, nur im Notfall das Telefon zu nutzen und sich kurz zu fassen, "um eine Überlastung der Leitungen zu vermeiden".

Sendung: Brandenburg aktuell, 08.08.2019, 19:30 Uhr

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2 Kommentare

  1. 2.

    Dat waren wir lol xd

  2. 1.

    Das Wort "danach" ist etwas mißverständlich.
    Wie ist es gemeint?
    Im Sinne von "demnach" oder im Sinne von "anschließend"?
    Übrigens frage ich mich, wann sich die Technik endlich weiterentwickelt:
    Wann wird es Telefonleitungen geben, die man nicht mehr überlasten kann und wann werden endlich auch Telefonnummern abgeschafft? Sollte es nicht langsam mal bessere Möglichkeiten geben als das fehleranfällige Eintippen kryptischer Zahlenkombinationen?

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