Mit schwerem Gerät wird das erste Brunnenloch in der Lieberoser Heide gebohrt.
Video: rbb|24 | 17.09.2019 | Material: Studio Cottbus | Bild: rbb/Daniel Jorewitz

Erste Bohrung - Lieberoser Heide bekommt nach Brandserie Löschbrunnen

Immer wieder hat es in der Lieberoser Heide gebrannt. Gut 1.000 Hektar Heide und wertvolle Moore wurden zerstört. Damit die Feuerwehr künftig schneller handeln kann, werden seit Dienstag Löschbrunnen gebaut.

In der Lieberoser Heide haben am Dienstag Bohrungen für einen Löschbrunnen begonnen. Fünf weitere sollen in den kommenden Wochen folgen. Die Löschbrunnen sollen den Feuerwehren bei künftigen Bränden die Arbeit erleichtern. Weil die Lieberoser Heide ein ehemaliger Truppenübungsplatz und noch immer zu großen Teilen munitionsbelastet ist, können die Feuerwehren Brände oft nur vom Waldrand aus löschen.

Land Brandenburg übernimmt die Kosten

Die insgesamt fünf Löschbrunnen werden fast zu 100 Prozent vom Land Brandenburg bezahlt. Ein Brunnen kostet 15.000 Euro.

Ende Oktober soll der erste Brunnen einsatzbereit sein. Bis 800 Liter Löschwasser können pro Minute entnommen werden. Die anderen vier Brunnen sollen bis zum Jahresende fertig sein.

Bei den Großbränden 2018 und 2019 mussten oft kilometerlange Leitungen von umliegenden Seen zu den Brandorten gelegt werden, um die Feuer löschen zu können. Auch Löschhubschrauber der Bundeswehr kamen bei den Bränden zum Einsatz.

Polizei ermitelt wegen Brandstiftung

Mehrere Großbrände in der Lieberoser Heide hatten die Feuerwehren dieses und im vergangenen Jahr tagelang beschäftigt. 

Durch mehrere Feuer wurden dabei gut 1.000 Hektar Heide und wertvolle Moore zerstört. Die Polizei geht von Brandstiftung aus. Die Täter konnte bisher aber noch nicht gefasst werden.   

Kommentar

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4 Kommentare

  1. 4.

    Ein Brunnen senkt nur den Grundwasserspiegel, wenn er benutzt wird. Ohne Branntstiftung und mit normalem Wetter sollte es nicht so häufig brennen.

  2. 3.

    Das mit dem Grundwasser ist echt ein Problem. Dort ist es sehr trocken, da gefühlt jede Regen- oder Gewitterfront vorbeizieht. Bei viele Bekannten im Umkreis der Heide kommt aus den eigenen Brunnen schon viel weniger Wasser, um den eigenen Garten zu bewässern.

  3. 2.

    Damit wird der Grundwasserspiegel weiter abgesenkt und es wird immer schwieriger, die Trinkwasserversorgung zu gewährleisten. Sinnvoller wäre es Zisternen zu bauen, die in regenreichen Zeiten gefüllt werden und damit gleichzeitig der Überflutungsgefahr entgegen wirken. Dazu sind auch Rohrleitungen zu besonders hochwassergefährdeten Stellen nötig. Das ganze ist natürlich um einiges teuerer, schützt aber das Grundwasser.

  4. 1.

    Kennt jemand die Grundwasserverhältnisse in der Heide?
    Man hofft ja das die das richtig machen, die Meldung beim nächsten Brand " Brunnen liefern kein Wasser" sollte es nicht geben.

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