Bernd Lobner aus Klein Jamno vor dem Zaun, in dem er nach einem Herzstillstand mit seinem Auto landete.
Video: Abendschau | 16.09.2019 | Blumenthal | Bild: rbb/Anke Blumenthal

"Woche der Wiederbelebung" - Herzstillstand im Auto: Lausitzer dankt seinen Lebensrettern

Bernd Lobner aus Klein Jamno (Spree-Neiße) hatte im April dieses Jahres gleich zwei Schutzengel. Beim Autofahren erlitt er einen Herzstillstand. Zwei junge Männer retteten ihm das Leben. Zur "Woche der Wiederbelebung" hat er ihnen nochmals gedankt.

Es ist der 4. April dieses Jahres. Bernd Lobner ist mit seinem Auto unterwegs, als er plötzlich einen Herzstillstand erleidet und hinterm Steuer zusammenbricht. Sein Auto landete an einem Zaun.

Zwei Männer im Auto hinter ihm handeln geistesgegenwärtig. Sie holen den 61-Jährigen aus seinem Wagen und wählen den Notruf der Feuerwehr. Am Telefon bekommen Sebastian Hecht und Ronald Hübner von der Leitstelle Lausitz Anweisungen, wie sie eine Herzdruckmassage richtig ausführen.

Das Dankesschreiben, das Bernd Lobner seinen beiden Lebensrettern geschrieben hat.
| Bild: rbb/Anke Blumenthal

Zwölf Minuten dauert die Wiederbelebung durch die beiden Lebensretter, bis der Notarzt eintrifft und den Patienten übernimmt. Bernd Lobner überlebt den Herzstillstand, weil seine beiden Retter schnell und richtig gehandelt haben. Der 61-Jährige bedankt sich mehrfach.

Er lädt seine beiden Lebensretter zum Essen ein und schaltet in der Zeitung eine große Dankesanzeige.

100 Mal pro Minute auf den Brustkorb

Zur Woche der Wiederbelebung appelliert Notarzt Andre Mund, keine Scheu zu haben. "Sie können nur eins falsch machen, indem sie nichts machen", sagt der Mediziner. 100 Mal pro Minute auf den Brustkorb drücken und den Patienten zwischendurch beatmen: Das ist eine Faustformel, um Menschen mit einem Herzstillstand das Leben retten zu können.

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2 Kommentare

  1. 2.

    100 Mal pro Minute? Wer zählt denn da mit? Singt "Staying Alive" von den Bee Gees oder "Smoke on The Water" von Deep Purple bei der Herzdruckmassage - das passt und kennt fast jeder

  2. 1.

    Meinen größten Respekt den Erthelfern.
    Ich durfte vor 5 Jahren einer Kollegin, die auf dem Hof des Firmengeländes mit einem Herzinfarkt zusammenbrach helfen, weiter am Leben zu bleiben - ebenso wie dem Herrn im Bericht, ohne nennenswerte Folgeschäden.
    Während die Fenster mit Gaffern besetzt waren und keiner sich getraut hat, mal mitzumachen, hat ein Malergeselle mit mir gemeinsam bei der Ersthilfe aktiv mitgemacht - aber die eigene Kollegenschaft war zu feige.
    Danke Marko, besonders an Dich, dass Du den Mut und den Arsch in der Hose hattest und keinerlei Berührungsängste.
    Einen Gruß an alle, die nicht wegsehen und helfen - wie hat man mir beim Refresher (drei Monate zuvor) mal gesagt; Pumpen bis der Arzt kommt......
    Ich würde es immer wieder machen - auch wenn es vor 5 Jahren für mich eine schwere Zeit danach war, da ich dadurch den Tod meines Vaters begann aufzuarbeiten - alles hat seinen Sinn :-)

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