Ein bei Luckau umgestürztes Windrad, das in zwei Teile zerbrochen ist.
Audio: Antenne Brandenburg | 19.09.2019 | Bild: Ordnungsamt Stadt Luckau

Offenbar Materialermüdung - Windrad bei Luckau umgestürzt

Ein 70 Meter hohes Windrad ist am Mittwoch in der Nähe von Luckau abgeknickt und in mehrere Teile zerbrochen - offenbar hatte zu starker Wind dem Material zugesetzt. Dabei war die Laufzeit des Windrads gerade erst verlängert worden.

Bei Luckau ist am Mittwoch ein Windrad umgestürzt und in mehrere Teile zerbrochen. Verletzt wurde niemand. Eigentümerin des Windrades ist ein Cottbuser Unternehmen.

Das 70 Meter hohe Windrad war Mittwochmittag umgestürzt. Es wurde vor 20 Jahren aufgestellt. Erst kürzlich sei das Windrad technisch überprüft worden, teilte der Eigentümer rbb|24 mit. Dabei habe es keine Beanstandungen gegeben. Die Laufzeit des Windrads sei sogar um weitere 15 Jahre verlängert worden.  

Ein umgestürztes Windrad liegt auf einer Wiese bei Luckau, wo es einen Zaun beschädigt hat.
| Bild: Ordnungsamt Stadt Luckau

Ordnungsamt vermutet Ermüdungsbrüche

Das Ordnungsamt der Stadt Luckau vermutet nach eigenen Angaben, dass das Windrad infolge von Ermüdungsbrüchen umstürzte. Offenbar hätten sich durch starken Wind Muttern am Windrad gelockert, die zu einem Bruch der zugehörigen Bolzen führten, teilte das Ordnungsamt rbb|24 mit.

Es werde nun ermittelt, ob der Eigentümer eine Ordungswidrigkeit begangen habe. Das Cottbuser Unternehmen hat unterdessen nach eigenen Angaben einen Gutachter beauftragt, der untersuchen soll, warum das Windrad umstürzte.

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26 Kommentare

  1. 26.

    Heike, Berlin, Freitag, 20.09.2019 | 04:08 Uhr:
    "Schlimm was da passiert ist und ich hoffe das nicht noch mehr von den Dingern aufgestellt werden. Verschandeln zusätzlich die ganze Landschaft. Wenn wir Richtung Hamburg unterwegs sind, dann sieht man nur noch diese Dinger.....grausamer Anblick."

    Die Mondlandschaften - überall nur Sandberge bis an die Horizonte - der Tageabbaugebiete sind dagegen die reinen Erholungsgebiete?

    Erst, wenn ganz Deutschland umgegraben und zu einer Sandwüste gemacht ist auf der Suche nach der letzten Kohle, werden wir feststellen, dass Windkraftanlagen das kleinere Über gewesen wären!

    Aber für Heike kommt der Strom wahrscheinlich sauber aus der Steckdose oder aus dem Ausland, weil alle Kraftwerke blöd aussehen, Umwelt verschmutzen etc. pp.

  2. 25.

    Wenn Sie die Überprüfung bezahlen möchten, um einen "unabhängigen" Sachverständigen damit zu beauftragen- nur zu!
    Si können ja auch einen verein zu gemeinnnützigen Zwecken gründen- der TÜV ist ja auch bloß ein Verein...Wer sollte es denn sonst wohl tun? In Deutschland gilt das Verursacherprinzip- außerdem überprüft ja gar nicht der Betreiber das Unfallereignis und Zustandekommen, sondern dessen Versicherer. Und haftpflichtversichert müssen die Turbinen ja werden. Ich denk, das ist gut so. Dem Versicherer sollte man zutrauen, auch fachkundige mit der Aufgabe zu betrauen. Wenngleich iw ein allen Ingeneiurdisziplinen gilt, dass wirkliche Fachleute echte Mangelware sind.
    Das ist aber ein Bildungsthema...

  3. 24.

    Das umgekippte Windrad zeigt, dass alles was passieren kann, auch irgendwanneinmal passiert. Es wird immer mal wieder ein Windrad umkippen, aber die Technik wird hoffentlich immer besser, dass in zukunft immer weniger Windräder umfallen.

    Wenn ein Windrad umkippt, gibt es Sachschaden. Wenn da gerade eine Menschengruppe steht, dann gibt es vielleicht ein Dutzend Tote.

    Wenn dagegen ein AKW havariert, dann gibt es sehr viel größere Probleme!!! (s. Tschernobyl, Fukushima, ...)

    Daraus gibt es nur eine logische Schlussfolgerung: Wir sollten nur noch Techniken einsetzen, deren Havariefolgen begrenzt und handhabbar sind!

  4. 23.

    Für die Sicherheit und Überprüfung einer WKA ist der Betreiber verantwortlich. Wen dieser als Gutachter einsetzt, kann er selbst festlegen. Zumal es keine Meldepflicht gibt bei Unfällen, außer tödlichen Arbeitsunfällen, werden Unfälle nicht behördlicherseits erfasst und bewertet. Mit dem extremen Zubau der WKA in den letzten 10 Jahren werden auch die Havarien entsprechend zunehmen. Der TÜV-Verband fordert schon seit geraumer Zeit eine unabhängige Überprüfung alle Anlagen im 2 Jahresrhythmus.

  5. 22.

    Wie glaubwürdig ist das Ergebnis einer technischen Überprüfung, bei der es keine Beanstandungen gegeben haben soll, wenn dieses Windrad dann umgestürzt und dessen Laufzeit sogar um weitere
    15 Jahre verlängert worden ist? Die Überprüfung eines 70 Meter hohen Windrades stelle ich mir sehr schwierig vor, wie genau läuft das ab und wer genau verfügt über das hierfür notwendige Wissen? Deutschland war einmal Spitzenreiter in Sachen Technologie und solche Vorkommnisse
    werden den Ruf für den Standort Deutschland und die Marke „Made in Germany“ nicht unbedingt
    verbessern. Daran sollte man denken.

  6. 21.

    Die Havarie einer WKA ist kein Einzelfall,
    Unter dem Link kann man nachschauen wie viele Unfälle es in Deutschland gibt.
    http://www.keinewindkraftimemmerthal.de/Images/Windkraft/Unfallliste_WKA_2017_10_14.pdf
    Die wahre Zahl der Unfälle dürfte aber noch höher sein, da oft eine Veröffentlichung fehlt.
    Der TÜV-Verband geht von jährlich mindestens 50 Unfällen aus.

  7. 20.

    Es gibt noch so viel Landschaft die abgebaggert und verheizt werden kann. Da brauchen wir doch dieser gefährlichen krank machenden Dinger gar nicht.

  8. 19.

    Auch Windräder dürfen umfallen, sie sind von uns Menschen gemacht, die wir den Hals nicht voll bekommen, und vielleicht erst wenn auch das letzte umgefallen ist merken, daß man sie sowieso nicht essen kann.

  9. 18.

    Gesehen, zur Kenntnis genommen und wieder zur Arbeit gegangen.
    Ps. Hier geht es um Windräder und nicht um AKW's.

  10. 17.

    Da haben die Energieversorger ja endlich wieder ein Grund die Preise anzuheben !

  11. 16.

    Guten Morgen Ha-Jü, Sie haben meinen Kommentar falsch verstanden. Ich meinte damit das ganze Gegenteil. Schlimm was da passiert ist und ich hoffe das nicht noch mehr von den Dingern aufgestellt werden. Verschandeln zusätzlich die ganze Landschaft. Wenn wir Richtung Hamburg unterwegs sind, dann sieht man nur noch diese Dinger.....grausamer Anblick.
    Mit den Grünen bin ich schon lange fertig...auch hier in Berlin.

  12. 14.

    Diesmal ist ein Windrad sogar umgestürzt! Und das wird auch nicht das letzte sein! Zuvor waren es meist "nur" beschädigte, oder herunter gefallene Flügel. Das Hauptproblem ist, dass Windkraftanlagen zwar "technisch überprüft" werden, dass aber meist durch Techniker, die durch die Betreiber bezahlt werden. Das meistens aber nur bei Störmeldungen und nicht in festen Intervallen! Müssten die Windkraftanlagen ihre Betriebserlaubnis durch den TÜV, wäre dass wohl das Aus, für die Windkraftenergie, oder für die Verbraucher unerschwinglich. Für mich auch so ein Unding des Lobbyismus, zwischen Politik und Wirtschaft.

  13. 13.

    Vögel - und Insektenschredderanlagen, alle anderen Schäden sind noch nicht bekannt. Die Umlenkung von Wind und Klimaströmungen. Das ist erst der Anfang! Anstatt die Bodenerosion zu begrenzen und Pestizide zu begrenzen, verlegt man sich auf ein Phantom CO2 was Pflanzen zum wachsen brauchen.

  14. 12.

    So viele Windräder braucht man glücklicherweise gar nicht, insgesamt ist man bereits bei einem Anteil von 38% Ökostrom. Gegen einen Windpark auf dem Tempelhofer Feld hätte ich nichts einzuwenden. Im Moment ist die Strategie in Berlin, auf vielen öffentlichen Gebäuden Solaranlagen zu installieren - was in einer dichtbebauten Stadt auch sinnvoll ist. Hauptsache wir erreichen bald 100% und atmen wieder saubere Luft!

  15. 11.

    Heike - was hälst Du von einem Standort vor Deiner Tür und 18 Stück auf dem Tempelhoferfeld, drei vor dem Reichstag, 5 in den Gärten der Welt, zwei im Zoo und alle 100m jeweils ein kleines Vertikalkraftwerk auf den Grünstreifen des Kuhdamm, Pappelallee, Karl-Marx-Allee, Seestraße und na klar, Ernst-Reuter-Platz und Müggelsee sowie Wannsee und später ganz klar Tegel nicht vergessen.

    Die Grünen und Du, ihr macht das schon...

  16. 10.

    Die Frage war schon sinnvoll. Gerade in Bezug auf Beiträge von @Mandy zu anderen Themen.
    Un zu Tschernobyl habe ich auf Grund meines Alters und meiner damaligen Tätigkeit ein ganz besonderes Verhältnis.

  17. 8.

    Aha, es kippt ein Windrad um und Sie machen sich Sorgen um die Menschheit? Seit 30 Jahren sind genau 0 (in Worten: NULL) Menschen durch Windräder verletzt, geschweige denn getötet worden. (von bedauerlichen Arbeitsunfällen einmal abgesehen). In dieser Zeit gab es ca. 120.000 Verkehrstote, dazu noch einmal ca. 2.400.000 Schwerverletze... Wenn Sie sich also um die Sicherheit der Bürger kümmern möchten, wissen Sie, was zu tun ist. Man kann über Windräder durchaus unterschiedlicher Meinung sein, aber ihre Anmerkungen ist - mit Verlaub - Unsinn!

  18. 7.

    Wir werden vor 2030 aus der dreckigen Kohle aussteigen. Die Weichen werden gerade in Potsdam gestellt, nicht mitbekommen?
    Und morgen zur Demo in Cottbus...

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