Archivbild: Polnische Polizisten stehen an einem deutsch-poltischen Grenzübergang. (Quelle: dpa/S. Sauer)
Audio: Antenne Brandenburg | 20.11.2019 | Josefine Jahn | Bild: dpa/S. Sauer

Gesuchter Mörder in Brandenburg gefasst - Verstärkte Polizeikontrollen an deutsch-polnischer Grenze

Seit Anfang November werden die deutschen Außengrenzen auf Anweisung des Bundesinnenministeriums verstärkt kontrolliert. Am Mittwoch gab es deshalb entlang der gesamten deutsch-polnischen Grenze in Brandenburg zusätzliche Kontrollen. 

Dabei ging den Beamten in Frankfurt (Oder) auch ein seit fast zehn Jahren gesuchter, verurteilter Mörder ins Netz. Das Landgericht Berlin hatte den 52 Jahre alten Esten bereits im Januar 2000 wegen Mordes zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe verurteilt. 2010 schrieb ihn die Staatsanwaltschaft Berlin zu einer internationalen Fahndung aus. Das sagte der Sprecher der Bundespolizei, Jens Schobranski, dem rbb. Der Festgenommene wurde noch am Abend einem Haftrichter vorgeführt und anschließend in eine Justizvollzugsanstalt gebracht.

Vor allem Lastwagen und Lieferfahrzeuge kontrolliert

Bei ihren Kontrollen stellte die Bundespolizei außerdem mehrere Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz fest. Die Beamten verhinderten auch eine illegale Einreise aus der Republik Moldawien.

Überprüft wurden vor allem Lastwagen und Lieferfahrzeuge. Die Fahrer mussten ihre Ausweisdokumente zeigen, diese wurden mit der Fahndungsdatenbank abgeglichen. Insgesamt waren am Mittwoch 470 Einsatzkräfte noch bis zum späten Abend an der Grenze unterwegs.

"Wir haben hier insbesondere Verkehrswege im Blick, die häufig durch illegale Migration betroffen sind", erklärte der Polizeisprecher Matthias Lehmann." Bereits seit Anfang des Monats haben Landes- und Bundespolizei ihren Streifendienst an der Grenze verstärkt. Das Bundesinnenministerium hatte die Kontrollen wegen der unerlaubten Wiedereinreise von Straftätern angeordnet.

Anmerkung der Redaktion: In einer früheren Version dieses Beitrags hieß es, der 52 Jahre alte Mörder sei seit 19 Jahren zur Fahndung ausgeschrieben gewesen. Das ist falsch, er wurde vor gut 19 Jahren verurteilt und war seit 2010 zur Fahndung ausgeschrieben. Wir haben den Fehler korrigiert und bitten, ihn zu entschuldigen.

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6 Kommentare

  1. 6.

    Wo ist der Link zu der Studie?

    Studien, die irgendetwas nachweisen, gibt es mindestens so viele wie Studien, die das Gegenteil nachweisen. Man muss sich immer noch selbst ein Bild machen.

  2. 5.

    Ich nehme es dir mal vorweg: Die Einreise von Flüchtlingen kann und darf man an den deutschen Grenze und EU Grenze nicht verbieten.
    Zum Glück.

    Aber solange im Arikel was von vermutlich weiße Polen steht, die nur Rauschgift importieren, ist ja alles in Butter.

  3. 3.

    Kontrollen sollen und müssen an den EU-Außengrenzen (Schengen-Raum) durchgeführt werden. Alles andere ist auf Dauer eine Bankrotterklärung der EU-Prinzipien.

  4. 2.

    Es gibt keine Kontrollen, die diesen Namen verdient hätten.
    Eine aktuelle Princeton-Studie weist nach, dass die „Magnetwirkung großzügiger Transferleistungen“ ein Schlüsselfaktor für die Entscheidung zur Auswanderung (oder „Flucht“ ist) – womit die These des massenhaften Asylmissbrauchs bestätigt wird.
    Seehofers "Kontrollen" ändern daran nichts.

  5. 1.

    Das ist leider mehr als notwendig.

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