BTU-Bibliothek
Audio: Antenne Brandenburg | 19.11.19 | | Bild: picture alliance/Andreas Franke

Fünf Forschungseinrichtungen an einem Ort - BTU eröffnet Innovationscampus Mikrosensorik

An der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus-Senftenberg (BTU) wird am Dienstag ein sogenannter "Innovationscampus Elektrotechnik und Mikrosensorik" feierlich eröffnet. Der Campus vereint insgesamt fünf Forschungseinrichtungen an einem Standort und soll beispielsweise auch mittelständischen Firmen bei der Entwicklung von Hochtechnologie und bei der Digitalisierung helfen.

Der bundesweit einmalige Campus wird im Rahmen des Strukturwandels von der Bundesregierung finanziert. Er ist ein Gemeinschaftsprojekt der Fraunhofer-Gesellschaft und der Leibniz-Gemeinschaft. Der Campus beinhaltet mehrere Fraunhofer- und Leibniz-Institute für Photonische Mikrosysteme, für Höchstfrequenztechnik, für Zuverlässigkeit und Mikrointegration und für innovative Mikroelektronik. Auch die BTU selbst ist mit zehn Lehrstühlen beteiligt.

Arbeit an "Wahrnehmungszellen der Digitalisierung"

Laut Innovationsmanager Jonas Pantzer soll hauptsächlich an Sensoren geforscht werden. "Sensoren sind die Wahrnehmungszellen der Digitalisierung", erklärt er. "Im Handy haben Sie ganz viele Sensoren. Beschleunigungs-, Licht-, Temperatursensoren, also alles was man physisch wahrnehmen kann, kann auch digitalisiert werden", so Pantzer. Besonders für die sogenannte Industrie 4.0 sei das wichtig. "Internet der Dinge, irgendwann wird alles vernetzt sein. Smart Home, Smart Living, wir werden also ganz viele Daten in Zukunft digitalisieren".

Als Beispiel nennt Pantzer Sensoren, die in Kleidung eingenäht sind und darüber Gesundheitsdaten wie den Herzschlag erfassen. Er erwartet die ersten Ausgründungen neuer Unternehmen in drei bis vier Jahren. Damit sollen mittelfristig Arbeitsplätze in der Region geschaffen werden.

40 Mitarbeiter sind am neuen Innovationscampus beschäftigt. Der Bund finanziert den Campus mit 7,5 Millionen Euro für zwei Jahre. Dabei müssen laut Pantzer 80 Prozent der Fördersumme direkt in Cottbus ausgegeben werden.

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