Die Cottbuser Arbeitsagentur mit Jobcenter in der Bahnhofstraße
Audio: Antenne Brandenburg | 11.02.2020 | Jörg Reimann | Bild: rbb/Thomas Krüger

Plädoyers in Cottbus - Anwalt des Jobcenter-Angreifers sieht keine Mordabsicht

Im Prozess um den versuchten Mord im Cottbuser Jobcenter sind am Dienstag vor dem Landgericht in Cottbus die Plädoyers gehalten worden.

Die Staatsanwaltschaft forderte eine Haftstrafe von neun Jahren für den Angeklagten. Die Verteidigung sprach sich für eine mildere Strafe aus. Sie argumentiert, dass es sich nicht um einen Mord-, sondern um einen Tötungsversuch gehandelt habe.

In dem Verfahren muss sich ein 38-Jähriger verantworten. Ihm wird vorgeworfen, die Angestellte im vergangenen Jahr mit einem Messer bedroht und am Hals verletzt zu haben. Das Urteil wird für Donnerstag erwartet.

Mitarbeiterin leidet bis heute unter den Folgen des Angriffs

Die Mitarbeiterin des Jobcenters, die bei dem Angriff verletzt wurde, sei noch immer krank geschrieben, sagte Behördenleiter Sven Mochmann rbb|24 Mitte Dezember. Nach Aussage ihrer Anwältin leidet die 36-Jährige unter Panikattacken und Angstzuständen und ist weiter in psychologischer Behandlung.

Für die Arbeitsagentur und das Jobcenter wurden nach dem Angriff die Sicherheitsvorkehrungen deutlich erhöht. Der Sicherheitsdienst wurde personell aufgestockt. Außerdem wurde der Zugang durch die Tiefgarage gesperrt, so der Behördenleiter. Für die Mitarbeiter gebe es zudem regelmäßige Schulungen, wie sie in kritischen Situationen reagieren sollten. Diese Schulungen sind für die Mitarbeiter nach Aussage des Behördenleiters verpflichtend.

Sendung: Antenne Brandenburg, 11.02.2020, 10.00 Uhr

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2 Kommentare

  1. 2.

    Gewalt geht aber definitiv gar nicht !

  2. 1.

    Die unfähigen Mitarbeiter des JC Cottbus müssen sich nicht wundern! Dort werden "Kunden" nur mit Nachnamen angesprochen, Schikanieren von Kunden ist Tagesordnung. Diese Behörde gehört personell komplett ausgewechselt. Eine Frechheit!

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