Die Verleihung des Brandenburgischen Integrationspreises in Cottbus (Bild: Anke Blumental/rbb)
Audio: Antenne Brandenburg | 13.02.20 | Bild: rbb/Anke Blumental

Auszeichnung für soziales Engagement - Cottbuser "Geflüchteten Netzwerk" erhält Integrationspreis

Das "Geflüchteten Netzwerk Cottbus" hat am Donnerstag den Integrationspreis des Landes Brandenburg verliehen bekommen. Die zuständige Ministerin Ursula Nonnemacher (Bündnis90/Grüne) und die Landesbeauftragte für Integration, Doris Lemmermeier, übergaben den Preis am Vormittag im Cottbuser Stadthaus.

Der Verein erhält die Auszeichnung für sein soziales Engagement und die Integrationsarbeit mit Flüchtlingen. Das Netzwerk sei ein "einmaliger Verein" in Brandenburg, so Lemmermeier gegenüber dem rbb. "Geflüchtete engagieren sich für Geflüchtete in einem breiten Spektrum an Aktivitäten", erklärt sie. So unterstütze das Netzwerk Menschen im Alltag, bei der Wohnungssuche oder auch bei Arztterminen. Zudem gebe es einen Pool an Dolmetschern und ein Meldesystem für rassistische Übergriffe.

Ansprechpartner für die Stadt

Das Netzwerk sei zudem ein wichtiger Ansprechpartner für die Cottbuser Stadtverwaltung, so die Servicebereichsleiterin für Bildung und Integration der Stadt, Stefanie Kaygusuz-Schurmann. Vor allem die Sprachmittler seien hilfreich. Das Netzwerk sei "für uns als deutsche Verwaltung ein ganz wichtiger Partner in die Community hinein, was die Aufklärung, das Miteinander oder die Problemlösung angeht", erklärt Kaygusuz-Schurmann. Das Netzwerk sei eine von nur wenigen Selbstorganisationen von Geflüchteten in Brandenburg.

Das Netzwerk existiert seit 2017. Der Integrationspreis des Landes ist mit jeweils 2.000 Euro dotiert. Weitere Gewinner sind das Netzwerk Neue Nachbarn in Werder (Havel) und die Gruppe MaMis en Movimiento aus Potsdam.

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