Eingang zur Cottbuser Staatsanwaltschaft
Antenne Brandenburg | 13.05.2020 | Bild: rbb/Thomas Krüger

Staatsanwaltschaft Cottbus - Revision gegen Freispruch im Rentnermordprozess eingelegt

Mit dem gewaltsamen Tod an einer Cottbuser Rentnerin im Dezember 2016 muss sich nun der Bundesgerichtshof auseinandersetzen. Die Staatsanwaltschaft Cottbus hat gegen den Freispruch im Prozess vor dem Landgericht Cottbus in Revision eingelegt. Das teilte die Behörde am Mittwoch auf Nachfrage dem rbb mit.

Staatsanwaltschaft forderte Höchststrafe

Das Landgericht Cottbus hatte am Montag den Angeklagten freigesprochen, weil es Zweifel an seiner Schuld hatte. Die Indizien hätten für eine Verurteilung nicht ausgereicht, am Tatort gefundene DNA-Spuren auch durch Übertragung dorthin gelangt sein können.

Die Staatsanwaltschaft Cottbus sah die Schuld des Angeklagten dennoch als erwiesen an und hatte die für Jugendliche mögliche Höchststrafe von zehn Jahren Freiheitsentzug gefordert. Das Gericht war mit seinem Freispruch dem Antrag der Verteidigung gefolgt.

Der Prozess vor dem Landgericht hatte zweieinhalb Jahre gedauert. Er war unter Ausschluss der Öffentlichkeit geführt worden, da der aus Syrien stammende Angeklagte laut einem Gutachten zur Tatzeit noch nicht 18 Jahre alt geworden war.

Der zur Tatzeit mutmaßlich 17-Jährige war angeklagt, die Rentnerin im Dezember 2016 getötet zu haben, um Geld und Wertgegenstände zu stehlen.

Sendung: Antenne Brandenburg, 13.05.2020, 17.30 Uhr

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1 Kommentar

  1. 1.

    Wenn nicht der Freigesprochene, wer beging die Tat?

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