Verkohlte Baumstümpfe nach einem Großbrand im Loben-Moor.
Bild: rbb/Sebastian Schiller

Feuerwehr beendet Einsatz - Loben-Moorbrand nach sechs Tagen gelöscht

Der verheerende Brand des Moorgebiets Loben im Landkreis Elbe-Elster ist gelöscht. Tagelang hatten bis zu 200 Feuerwehrleute gleichzeitig gegen die Flammen gekämpft. Die Löscharbeiten wurden unter anderem durch den morastigen Boden im Moorgebiet erschwert.

Knapp eine Woche nach dem Ausbruch eines großflächigen Brandes im Moorgebiet Loben bei Plessa (Elbe-Elster) hat die Feuerwehr die Löscharbeiten am Mittwochabend für beendet erklärt.

Damit sei der Einsatz "im Großen und Ganzen erledigt", teilte die Leitstelle Lausitz rbb|24 mit. Es gebe aber noch Kontrollen und Restablöschungen, sollten Glutnester noch einmal aufflammen.

In den vergangenen sechs Tagen waren hunderte Feuerwehrleute bei dem Brand im Einsatz. Etwa 100 Hektar des größtenteils unter Naturschutz stehenden Moorgebietes wurden durch das Feuer zerstört.

Auslöser des Brandes könnte nach bisherigen Erkenntnissen ein Gewitter gewesen sein.

Brand war seit Dienstag unter Kontrolle

Der Regen in den vergangenen Tagen habe etwas geholfen, den Boden zu vernässen, sagte Marten Frontzek, der persönliche Referent des Landrates. Größere Tiefen seien aber nicht erreicht worden. "Ein richtiger Landregen würde uns mehr helfen, Schauer wirken nur oberflächlich", so Frontzek. Ein etwa ein Kilometer langer Schutzstreifen mit einer Breite von stellenweise bis zu 20 Metern solle zudem eventuelle Brände von angrenzenden, mit Munition belasteten Flächen fern halten.

Das Feuer war vergangenen Freitag in dem Waldgebiet ausgebrochen und hatte sich innerhalb weniger Stunden von zunächst zehn auf 100 Hektar ausgebreitet. Über Pfingsten waren bis zu 200 Feuerwehrleute vor Ort. Die Löscharbeiten wurden unter anderem durch den morastigen Boden erschwert. Den Einsatzkräften war es dadurch nicht möglich, schwere Technik bis an den Brandherd zu bringen. Seit Dienstag war es aber unter Kontrolle.

Das Moorgebiet Loben war in den 1930er Jahren für die Landwirtschaft trocken gelegt worden. Seit etwa zehn Jahren wird es wieder vernässt.

Sendung: Antenne Brandenburg, 04.06.2020, 6:30 Uhr

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2 Kommentare

  1. 2.

    Ach ja, die Straßenbäume müssen auch gegossen werden, 3 mal 100 Liter in der Woche.

  2. 1.

    Wir freuen uns schon auf die tatkräftige Löschhilfe aller Abgeordneten, die die Coronahilfen für die Lufthansa bewilligt haben. Auch auf die Hilfe der Profiteure in Flug-und Autoindustrie, die nix anderes können, als die Umwelt immer weiter zu zerstören. Ach ja, Andy Scheuer darf dann die Schorfheide löschen, ist der größte Wald.

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