Symbolbild Frau springt durch das Wasser des Rasensprengers (Foto: dpa/Hildenbrand)
Audio: Antenne Brandenburg | 11.08.2020 | Bild: dpa

Größter Verbrauch am Freitag - Wasserverbrauch in der Lausitz doppelt so hoch wie sonst

Es wird gewässert, kühl geduscht und viel getrunken: In Südbrandenburg ist in den vergangenen Tagen überdurchschnittlich viel Wasserverbrauch verbraucht worden. Einen Notstand wie in anderen deutschen Kommunen fürchtet der Versorger hier aber nicht.

Der Trinkwasserverbrauch in Cottbus und Umgebung ist in den vergangenen Hitze- und Dürretagen spürbar gestiegen. Am Freitag habe es den bisher größten Wasserverbrauch des Jahres gegeben, sagte eine Sprecherin der Lausitzer Wasser GmbH (LWG) am Dienstag rbb|24. Am möglichen Limit sei der Versorger aber noch nicht.

Wasserversorgung gesichert

Genau 31.322 Kubikmeter Wasser sind am Freitag verbraucht worden. Das sei etwas mehr als doppelt so viel wie an durchschnittlichen Tagen, an denen rund 15.000 Kubikmeter genutzt werden. Ähnlich wie am Freitag habe der Verbrauch am Wochenende ausgesehen.

Trotz Hitze und Trockenheit sei die Versorgung mit Trinkwasser nicht gefährdet, heißt es von der LWG. "Unsere Wasservorkommen sind gesichert", sagt der Technische Leiter Jonas Krause mit Blick auf den in Hessen ausgerufenen Trinkwassernotstand [hr1.de] und den Zusammenbruch der Wasserversorgung in der niedersächsischen Gemeinde Lauenau [ndr.de]. "Wir beziehen unser Wasser aus Grundwasser, das aus ziemlich tiefen Schichten gewonnen wird", erklärt Krause. "Da stellen wir im Moment keine Veränderungen aufgrund der Witterungsverhältnisse fest."

Schwankender Wasserdruck möglich

Probleme könnte es laut Unternehmenssprecherin höchstens vorrübergehend mit dem Wasserdruck geben, wenn sehr viele Lausitzer gleichzeitig den Hahn aufdrehen - um zum Beispiel ihre Gärten zu bewässern oder nach der Arbeit zu duschen.

Die Lausitzer Wassergesellschaft versorgt rund 70.000 Haushalte mit Trinkwasser. Zum Versorgungsgebiet gehören neben Cottbus und der näheren Umgebung und auch Teile des Dahme-Spreewald-Kreises und das Amt Altdöbern im Oberspreewald-Lausitz-Kreis.

3 Kommentare

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  1. 3.

    Bei gleichem Verbrauch haben wir genauso viel verbraucht wie sonst. Bei doppelt soviel war es mehr als sonst.

  2. 2.

    Wie hat sich das Abwasseraufkommen im Vergleich zur Teinkwassernachfrage entwickelt. Der WSE hatte im vergangenen Sommer berichtet, dass trotz deutlich höheren Trinkwasserverbrauch der Abwasseranfall kaum gestiegen sei, häufigere Duschen also kaum zu Buche geschlagen hatte.

  3. 1.

    Ja die guten tiefen Schichten aus denen man Grundwasser fördern kann. Das ist dann vor sehr langer Zeit versickert und wird nur langsam wieder aufgefüllt. Das verzögert natürlich schon den Effekt von jahrelanger Dürre, da braucht man jetzt kein Wasser sparen. Ist dann ja ein Problem für die nächste Generation.

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