Vorfall im Elbe-Elster-Kreis - Polizei warnt vor neuer IBAN-Betrugsmasche

Symbolbild Überweisungsträger (Foto: dpa/Anspach)
Bild: dpa

Die Polizeidirektion Süd in Cottbus warnt aus aktuellem Anlass vor einer neuen Masche, mit der Betrüger an Geld kommen wollen. Dabei manipulieren die Täter Rechnungen und versuchen dadurch, Zahlungen ins Ausland zu veranlassen.

Aufmerksame Angestellte verhindert Schlimmeres

Die Masche war Ende Oktober im Elbe-Elster-Kreis aufgefallen, berichtet die Pressestelle der Polizei am Mittwoch. Die Täter haben dabei eine Rechnung an eine ortsansässige Firma verändert. In dem konkreten Fall waren "offenbar durch Computermanipulation die Daten des Empfängerkontos verändert worden", wird ein Polizeisprecher zitiert.

"Nur einer sehr aufmerksamen Buchhalterin ist es zu verdanken, dass dieser Betrug aufgedeckt wurde." Ihr war aufgefallen, dass die angegebene Ziel-IBAN nicht wie in Deutschland üblich mit den Buchstaben DE beginnt.

Polizei: "Behandeln sie ihre Kontodaten wie Bargeld"

Die Polizei rät auch Privatpersonen deshalb, vorsichtig mit den eigenen Daten umzugehen und Rechnungen genau zu prüfen. "Gerade im Internet kommt es immer öfter zu Betrugsversuchen im herkömmlichen Zahlungsverkehr."

Das Prinzip sei einfach: Die Täter bräuchten nur die IBAN-Nummer von Firmen oder Privatpersonen. "Dann werden die Namen als Auftraggeber eingetragen, Unterschriften gefälscht und der Überweisungsträger bei Kreditinstituten eingereicht oder mittels einer täuschend echt aussehenden Rechnung verschickt", heißt es in der Polizeimitteilung.

An die Kontodaten kommen die Betrüger unter anderem durch Anrufe vermeintlicher Bankmitarbeiter oder auch durch betrügerische Gewinnspiele. Die Polizei bittet deshalb darum, Kontodaten sehr sensibel und "wie Bargeld" zu behandeln. "Besonders wachsam sollten Sie bei Zahlungsaufforderungen mit einer ausländischen IBAN sein."

Sendung: Antenne Brandenburg, 04.11.2020, 16.30 Uhr

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