Feuerwehr schmückt Weihnachtsbaum auf dem Marktplatz(Quelle:Stadt Elsterwerda)
Bild: Stadt Elsterwerda

Empörung auf Facebook - Weihnachtsbaumpinkler in Elsterwerda zeigt sich reumütig

Ein junger Mann hat in Elsterwerda (Elbe-Elster) für Verärgerung gesorgt, weil er an den Weihnachtsbaum der Stadt uriniert hat.

Ein Foto vom Vorfall am Freitag machte anschließend bei Facebook die Runde, wurde tausendfach geklickt. Für Bürgermeisterin Anja Heinrich (CDU) besonders verwerflich ist, dass Kinder für diesen Baum Schmuck gebastelt haben, sagte sie dem rbb. Der "Weihnachtsbaum der Kinder" ist seit Jahren Tradition in der Stadt.

Die Bürgermeisterin hatte den Vorfall auf der Facebook-Seite der Stadt veröffentlicht. Dabei kündigte sie an, Strafanzeige gegen den namentlich bekannten Täter erstatten zu wollen. Das sei die Stadt vor allem den Kindern schuldig, die den Baum mit viel Liebe geschmückt hätten. Allerdings sähe sie davon ab, wenn der Täter sich schriftlich für sein "asoziales Verhalten" entschuldige und sich dazu bereit erkläre den städtischen Bauhof einen Tag beim Reinigen der Stadt zu unterstützen.

Der Pinkler zeigte Reue und entschuldigte sich bei Facebook. Das "großzügige Angebot die Stadt zu reinigen" werde er selbstverständlich annehmen. Dabei werde er sich anstrengen und sein "aosziales Verhalten" überdenken. Für die Bürgermeisterin ist damit die Sache erledigt. Das sei eine gute Lösung, "was habe ich von einer Strafanzeige, mir ist lieber, der Mann fegt den Marktplatz" sagte sie auf rbb|24-Nachfrage.

Sendung: Antenne Brandenburg, 30.11.2020, 6.30 Uhr

5 Kommentare

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  1. 5.

    An einem gewissen Alter (sagen wir mal 6 Jahre), sollte man in der Lage sein zu planen und zurückhalten zu können für eine gewisse Dauer.

  2. 4.

    Soll man sich in die Hose pinkeln? Da gibt es bestimmt keine Toilette in der Nähe, die Mann benutzen kann. In Templin kann man für 50 Cent z.B. in einer Gaststätte die Toilette benutzen. (Ach ja, wir haben ja Coronaschließungen). Man darf dieses Problem nicht nur einseitig betrachten. Noch nicht einmal die Uhrzeit des Pinkelns ist aus dem Artikel ersichtlich. Die "Strafe" halte ich für angemessen. Bei uns gibt es ein sehr sauberes und praktisches öffentliches und zentrales Toilettenhäuschächen für alle Geschlechter, sofern sich nicht zufällig Vandalen daran zu schaffen machen.

  3. 2.

    Eine Geschichte wie aus Tausendundeiner Nacht. Eine CDU-Politikerin fordert Recht und Ordnung ein, und traut sich obendrein, wahrhaft assoziales Verhalten anzuprangern. Und der Schurke entschuldigt sich reumütig und fegt den Marktpatz. Mein Herz geht auf. In so einer Welt möchte ich leben - wieder leben...

  4. 1.

    Icke finde,so soll " Strafe" sein! Kurz, knapp und Lehrreich! Wenn dit mal immer so schnell und einfach ginge!

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